#myspringessentials | it’s not over, it’s only the beginning

Gerade einmal zehn Wochen ist es her, dass Elke alias elle puls auf ihrer Facebookseite zwei Fotos unter dem #capsulewardrobe gepostet hat. Genau wie Sindy von ms. fisher war ich sofort Feuer und Flamme und ehe wir uns versahen, war unser kleines, feines Blogprojekt #myspringessentials geboren. Während der letzten Wochen konntet ihr uns jeweils auf unserem eigenen, ganz individuellen Weg zu unserer persönlichen perfekt-unperfekten Frühlingsgarderobe begleiten (meine Artikel zu dem Thema findet ihr hier). Und – darüber freue ich mich noch viel mehr – es haben sich viele von euch angeschlossen und uns an ihren Gedanken und Ideen zum Thema capsulewardrobe teilhaben lassen. Wenn man heute #myspringessentials googelt, findet man fast 75 Treffer. Das finde ich wahnsinnig toll und ich möchte euch für jeden einzelnen Kommentar, jeden Blogeintrag und jedes Instagramfoto danken!

farben2 Nachdem ich mich in den ersten Wochen intensiv mit meinen Vorstellungen zu Farben, Stilen und Formen auseinandergesetzt habe, habe ich zum ersten Mal ein Gefühl dafür bekommen, wie ich mich selbst sehe und wie ich auf meine Umwelt wirken möchte. Ich habe für mich eine Antwort auf die Frage gefunden, warum ich unbewusst immer wieder zu denselben Teilen greife, während andere unbeachtet im Schrank hängen.adjektive

Neben der Wahl meiner Farben hat es mir dabei vor allem geholfen, Adjektive zu finden, die MEINEN Stil beschreiben. Diese Adjektive – geborgen | klar | modern | wertig | farbig – habe ich in den vergangenen Wochen zum Maßstab für all meine Überlegungen, Nähprojekte und Shoppingversuche gemacht und kann sie heute noch genauso für mich unterschreiben. Und auch meine Farben – creme, jeansblau und sand als Basis, korallenrot und royalblau als Akzentfarben, dazu gelbgold und rosegold würde ich jederzeit so wieder wählen. Allein das gibt mir schon eine Sicherheit und ein Selbstverständnis in meiner Stoff- und Kleiderwahl, die ich so nicht kannte.

Die folgenden Wochen standen bei mir ganz im Zeichen der Silhouetten und Proportionen. Einer schonungslosen Bestandsaufnahme. Und des gnadenlosen Ausmistens. Ich habe mir die Mühe gemacht, mich in jedem einzelnen Kleidungsstück aus meinem Schrank zu fotografieren. Und war teils überrascht, teils schockiert in Anbetracht dessen, was ich da sah. Vielleicht habe ich mich so tatsächlich zum ersten Mal objektiv wahrgenommen. (Jedenfalls so objektiv wie möglich, denn der rege Austausch mit euch hat mir gezeigt, dass Stil eben keinesfalls objektiv ist, sondern von jedem ganz subjektiv erlebt und erfahren wird.) Ich kann es euch auf jeden Fall nur wärmstens ans Herz legen, euch zumindest einmal in den Teilen, bei denen ihr euch unsicher seid, zu fotografieren. Ihr werdet überrascht sein!springessentials_collageIch habe herausgefunden, dass ich ein Birnentyp bin und dass meine Beine eher zu kurz sind für den Rest (naja, das war eigentlich keine neue Erkenntnis für mich). Zum Glück weiß ich jetzt auch, dass ich das gut mit gerade geschnittenen Hosen, A-Linien-Röcken, betonten, hohen Taillen, überschnittenen Schultern und U-Boot-Ausschnitten optimieren kann. Und es sind auf dieser Basis bereits einige echte Lieblingsteile entstanden. Teile, die mich hoffentlich durch die nächsten drei Monate begleiten werden. Da wären mein Ringelshirt, mein Schwalben-Sweater und – ganz neu – das #myspringessentials-Sweatshirt in koralle.

nähpläneZu guter letzt habe ich Pläne geschmiedet. Jede Menge. Denn trotz der Beschränkung meiner #myspringessentials auf nur 33 Teile sind meine Nähpläne umfangreicher und ambitionierter als je zuvor. Gerade bei so wenig Teilen soll jedes einzelne Teil ein Lieblingsteil sein. Möglichst alles untereinander kombinierbar. Ideal vernetzt. Ein großes Ganzes statt vieler kleiner Inseln. Einzig an der Zeit zur Umsetzung mangelte es bislang. Daher gehe ich mit einer vorläufigen capsulewardrobe an den Start, die einige weniger geliebte, unperfekte Platzhalter umfasst. Die ich hoffentlich in den kommenden Wochen sukzessive ersetzen kann, um so MEINEN #myspringessentials Stück für Stück näher zu kommen.vernetzung_quer_lightUnd hier sind sie nun – meine #myspringessentials. Ein Trenchcoat. Eine Lederjacke. Ein Blazer. Ein Paar Boots. Ein Paar Sneaker. Ein Paar Ballerinas. Eine Tasche. Ein Schal. Eine Mütze. Drei Hosen. Drei Kleider. Drei Tops. Drei Blusen. Drei Shirts. Drei Strickjacken. Zwei Röcke. Zwei Pullover. Einunddreißig Teile.

collage_essentials_klein_neu

Als Elke vor über zehn Wochen ihren Facebook-Post verfasste, war mein allererster Impuls, auf einen Zettel elf Kategorien zu schreiben und zu jeder Kategorie drei Teile zu notieren. Dieses Konzept habe ich dann ziemlich schnell als unpraktikabel über den Haufen geschmissen. Um nun, nach zehn Wochen wieder genau da angekommen zu sein.

Habe ich sie nun gefunden, meine ideale Frühlingsgarderobe? Ist jedes Teil perfekt? Nein danke. Davon will ich mich frei machen. Denn mit dem heutigen Tag sind wir noch lange nicht am Ziel. Im Gegenteil. Wir sind gerade am Anfang. Denn jetzt geht es nach meinem Verständnis erst richtig los. Erst im Alltag, im täglichen Tragen der #myspringessentials wird sich zeigen, ob unsere Überlegungen lediglich bloße Gedankenkonstrukte waren oder ob sie fruchten und uns in der Umsetzung zu immer neuen Lieblingslooks inspirieren. Darauf bin ich wahnsinnig gespannt. Und darüber möchte ich euch in den nächsten Wochen auf dem Laufenden halten und mit euch darüber diskutieren.

It’s not over, it’s only the beginning.

Für den Moment bleibt mir nur, mich bei Elke und Sindy zu bedanken. Vielen Dank für die Inspiration, den regen Austausch, den lange überfälligen Schubs in die richtige Richtung. Ihr seid großartig!

Habt einen fantantischen Frühling!

Eure Lena

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4 Gedanken zu “#myspringessentials | it’s not over, it’s only the beginning

  1. E. Puls schreibt:

    Liebe Lena,

    das hast du toll geschrieben. Deine Teile sehen sehr stimmig aus, soweit ich das sehen kann. Ich freue mich schon auf weitere Outfit Beispiele aus deiner Capsule Wardrobe.

    Ich sehe es ähnlich wie du: Der Weg ist das Ziel. Du hast dir jedenfalls sehr viele, auch tiefgehende Gedanken gemacht. Ich könnte meine Garderobe nicht so akkurat beschreiben wie du.

    Über die Entwicklung der #myspringessentials bin ich auch ganz baff und freue mich über jeden neuen Bericht zu dem Thema. Ich freue mich auch schon auf die Finalberichte der anderen.

    Ganz liebe Grüße,
    Elke

  2. Sandra schreibt:

    Ich muss mich ebenfalls bedanken – Ihr habt mir den virtuellen Tritt gegeben, der wohl nötig war, mich mit meiner Garderobe zu beschäftigen 🙂 Überrascht war ich tatsächlich nach meiner Bestandsaufnahme, aber es zeigten sich ja auch Lücken, die ich teilweise schon gefüllt habe…
    Eure Posts waren allesamt toll aufgebaut, recherchiert und geschrieben.
    Danke für diese Aktion!
    Liebe Grüße
    Sandra

  3. Sindy schreibt:

    Liebe Lena, hab vielen Dank für diese tolle Aktion. Es hat so großen Spaß mit Euch gemacht.

    Jede hat auf Ihre Weise zu den wunderbaren Erkenntnissen und einem vernetzten Kleiderschrank gefunden. Ich freue mich, dass es bei Dir jetzt so schön stimmig aussieht. Es sieht ganz danach aus, als ob Du eine gute Grundlage geschaffen hast, auf die Du jetzt wunderbar aufbauen kannst. Ein volle Erfolg also, oder?

    Auch bei mir geht es im Sinne unserer Aktion weiter. Der Sommer steht vor der Tür und mein Kleiderschrank schaut mich verständnislos an 😉

    Ganz wie Du sagst „It’s not over, it’s only the beginning.“ So sei es.

    Liebste Grüße
    Sindy

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