#myspringessentials | Sweater & Beanie in Koralle

Endlich konnte ich die ersten beiden Teile meiner #myspringessentials-Liste abarbeiten, die ich euch hier vorgestellt habe. Punkt eins war ein gemütlicher Sweater für die Freizeit in meiner Akzentfarbe Korallenrot. Als Schnittmuster habe ich mich für Elkes Mechelen-Shirt entschieden (das Schnittmuster könnt ihr hier kostenlos herunterladen!), weil ich mit den Überschnittenen Schultern ein Gegengewicht zu meiner Birnenfigur schaffen wollte. Allerdings habe ich die Weite an Armausschnitt und Ärmel doch ein gutes Stück reduziert, weil mein Sweatstoff  recht fest und dick war und ich Angst hatte, dass das Ganze am Ende dann zu sehr aufträgt und Falten wirft.

collage2

Der Stoff (mal wieder ein Bio-Sweat aus dem Lana Werksverkauf) lag schon eine ganze Weile bereit. Passendes Bündchen war auch vorhanden. Fehlte nur noch die passende Applikation, denn so ganz ohne ist ein Sweatshirt für mich nicht vollständig. Aber was sollte es sein?  Mein Geburtsjahr? Initialen? Sterne? Etwas maritimes? Nein, irgendwas mit Frühling sollte es sein. Hin und her überlegt und dann – warum nicht!? habe ich mich für unser Motto entschieden. Den myspringessentials-Schriftzug habe ich aus cremefarbener Flockfolie ausgeschnitten, der Hashtag ist aus einem hellen Lederrest. Was das Ergebnis angeht, bin ich mir nun nicht ganz sicher. Sieht es zu selbstgebastelt aus? Ich bin normalerweise kein Freund davon, wenn man sofort sieht, dass meine Teile selbstgenäht sind. Was meint ihr!?

collage3

Mit der Schnittwahl bin ich indes sehr glücklich. Ich finde die überschnittenen Schultern super für mich und meine Figur, die Länge schmeichelt mir und passt perfekt zu engen geraden Hosen. Ich habe wirklich das Gefühl, dass unser Projekt mir extrem dabei geholfen hat, meinen Stil zu finden und in Form von Nähprojekten umzusetzen. Und ich freue mich schon wahnsinnig darauf, nächste Woche endlich auch noch den übrigen Ballast aus meinem Kleiderschrank zu verbannen und mit MEINEN #myspringessentials in drei wundervolle Frühlingsmonate zu starten!

bild5

Die Beanie ist aus einem wunderbar weichen Biobaumwollgarn entstanden und ebenfalls in meiner Lieblingsfarbe Korallenrot. Mütze und Sweater passen tatsächlich perfekt zusammen! Gestrickt habe ich nach stundenlanger Musterrecherche einfach glatt rechts mit 2×2 Rippenbündchen. Klar und modern – so gefällt es mir einfach momentan am besten. Und durch die Farbe und das wunderschöne Garn finde ich sie trotzdem nicht langweilig.

collage1Jetzt werde ich mal beim RUMS vorbei schauen, welche tollen Frühlingsteile noch entstanden sind. Und selbstverständlich empfehle ich euch auch, Elkes Gedanken zum Thema #myspringessentials zu lesen und vor allem eure Posts dort zu verlinken!

Nächste Woche lesen wir uns dann zum großen #myspringessentials-Finale hier wieder. Wenn alles gut geht sogar schon vorher mit einem kleinen Accessoire-Spezial und eventuell sogar mit weiteren neuen Lieblingsstücken. Ich arbeite fleißig an MEINEM Hosenschnitt…

Bis dahin

eure Lena

Advertisements

#myspringessentials – Schwalbensweatshirt

Bei meinen Überlegungen zu unserem Projekt #myspringessentials (habt ihr schon Elkes Beitrag diese Woche gelesen? Sehr inspirierend! Außerdem findet ihr dort eine Möglichkeit, euch mit euren Gedanken zu dem Thema zu verlinken.) fiel mir auf, dass mir für viele Looks ein schlichtes helles Basicshirt fehlte. Lange Ärmel sollte es haben und einen halsnahen Ausschnitt, denn wie ich schon hier erwähnt habe, friere ich sehr schnell. Es sollte so chic sein, dass es im Büro unter Blazer oder Strickjacke tragbar ist, aber auch zu Jeans und Freizeitlook was hermachen. Außerdem sollte es zu meinen Farben(Frühlingstyp) passen und meinem Figurtyp (Birne) schmeicheln. Die Vorgaben waren also soweit klar.

basic2basic1

Nun fiel mir vor einigen Wochen im Stoffladen ein Reststück wollweißer Sommersweat in die Hände. Sofort war klar, dass daraus mein neues Frühlings-Lieblings-Basicteil werden würde! Der Sommersweat ist erstens etwas wäremer Als Ausgangsschnitt diente mal wieder die wunderbare Else von schneidernmeistern. Langweilig, ja, aber ich finde ihn einfach perfekt für mich. Ein bisschen verändert habe ich ihn allerdings schon. Erstens habe ich den Uboot-Ausschnitt genommen und etwa zwei Zentimeter weniger breit und dafür eineinhalb Zentimeter tiefer gemacht. Außerdem war mir das fertige Shirt viel zu weit und kastig, weshalb ich mit der Overlock einfach beherzt an beiden Seiten so viel abgenäht habe, bis es schön figurnah saß.

basic3

In der Ärmel- und Gesamtlänge habe ich erst einmal das zugeschnitten, was mein Stoff so hergab. Die Ärmellänge war gleich perfekt und ich habe sie einfach ungesäumt gelassen, so dass sich die Kanten schön einrollen. Die Gesamtlänge war leider viel zu kurz, weil das ohnehin nur 60 cm lange Stoffstück auch noch völlig schief zugeschnitten war! Also habe ich dort einen etwa vier Zentimeter breiten Saum aus dem gleichen Stoff angesetzt. Was zunächst nur als Notlösung gedacht war, gefällt mir nun total gut und gibt dem Shirt einen sportlichen Touch.

basic4

Den Halsausschnitt habe ich mit einem einfachen Streifen des Sommersweats versäubert und das Ganze dann mit der Zwillingsnadel abgesteppt. So ergibt sich eine ordentliche Rollkante, die unter Blazer oder Strickjacke getragen elegant genug für den Büroalltag ist.

basic_detail1

Um dem Shirt als Kombipartner zu Jeans und Freizeitlook das gewisse Etwas zu geben, habe ich aus einem Rest Jeansjersey eine Schwalbe appliziert. Die sieht man überhaupt nicht, wenn ich das Teil mit etwas drüber trage, pur getragen ist es aber nicht ganz so langweilig finde ich.

basic-detail2

So, und jetzt schaffe ich es sogar noch zum RUMS mit meinem neuen Shirt! Mal sehen, was es dort noch so für tolle Dinge gibt…

Liebe Grüße

Lena

 

Shirtwoche – Olaf, der Nördbör

Heute möchte ich euch das zweite Shirt, das hier für die kommende Saison entstanden ist, zeigen. Der Schnitt ist die Nummer 20 | Buttoned Up aus der ottobre 1/2012. Allerdings ohne Knopfleiste, weil diese sich nicht mit der Applikation vertragen hätte. Stattdessen habe ich eine Knopfleiste auf der Schulter nach dem Tutorial von Catrin vom Stoffbüro, das sie mal als Gastbeitrag fürs herzekleid geschrieben hat, ergänzt.

IMG_7479

Das fast fertige Shirt lag bereits seit einigen Monaten in meiner Ufo-Kiste. Die Applikationsvorlage hatte mein Mann nach meiner Vorstellung gezeichnet. Nur die Umsetzung der Applikation habe ich mal wieder ewig vor mir her geschoben, weil ich wie so oft den Aufwand gescheut habe. Die Rettung des Shirts war dann (wie auch schon bei den Kita-Puschen) der Totalausfall meiner Overlock. So habe ich dann an einem overlockfreien Abend in nur zwei Stunden Olaf, den „Nördbör“ zum Leben erweckt. Appliziert aus weißem Biobaumwollteddy mit Brille, Augen und Nase aus braunem Jersey. Ohren und Mund sind mit einem Knopflochstich aufgenäht, die Augen und die Nase habe ich ebenfalls mit einem engen Zick-Zack-Stich ausgefüllt. Was mich zu den orangefarbenen kam snaps bewogen hat, kann ich im Nachhinein gar nicht sagen. Und vielleicht werde ich es auch irgendwann bereuen. Aber als ich das Shirt fertig gestellt habe, war mir sonnenklar, dass die Knöpfe orange sein müssen. Damit es nicht ganz zusammenhangslos ist, habe ich ein kleines Label am Saum ergänzt, das den Farbton wieder aufnimmt.

IMG_7482

Der Mops liebt sein neues Bären-Shirt sehr. Und auch ich bin mit der Passform des Schnittes wie auch mit der Qualität des Stoffes sehr glücklich. Die erste Wäsche hat der Bär ebenfalls anstandslos über sich ergehen lassen – also alles fantantisch!

details_noerdboerDann schicke ich unser neues Shirt jetzt mal wieder zur Shirtwoche und zu made4boys.

Einen fantantischen Abend euch allen,

Lena

PS: Ähnlichkeiten mit existierenden Bären sind selbstverständlich rein zufällig 😉

Schnitt buttoned up | Nummer 20 | ottobre 1/2012

Änderungen Halsausschnitt um 0,5 cm enger, Knopfleiste auf der Schulter

Material Ringeljersey und türkisfarbenes Bündchen vom Stoffmarkt

Aufwand Shirt eine Stunde, Applikation keine zwei Stunden

Flowers for my Else

Nachdem ich für die liebe Monika von schneidernmeistern ihren neuen Blusenschnitt twist (it) probenähen durfte und restlos begeistert war (meine Ergebnisse findet ihr hier und hier), war klar, dass ich auch unbedingt ihren Kleiderschnitt Else testen muss. Und was soll ich sagen – dieser Weg war kein leichter. Aber es hat sich gelohnt. Else ist einfach fantantisch!

selfie

Else und ich, wir hatten es wirklich nicht leicht. Bei mir ist das immer so, dass Nähprojekte entweder wie am Schnürchen laufen oder von vorne bis hinten den Bach runter gehen. Und meine senfgelbe Blumenelse fällt leider definitiv in die zweite Kategorie. Zunächst verabschiedete sich meine Overlock. Stichplatte kaputt. Und die neue ist auch heute, zwei Wochen später, noch nicht angekommen. Also habe ich meine Else erstmal grob mit meiner normalen Maschine zusammengeheftet. Das mache ich sowieso meist, um die Passform zu testen. Hätte ich mir in diesem Fall aber wirklich sparen können, denn Else sitzt quasi perfekt! Ich habe die Größe 36 genäht und musste lediglich in der Taille jeweils einen halben Zentimeter rausnehmen. Ärmellänge, Rocklänge, Halsausschnitt – alles wunderbar.

else1

Weil meine Else doch unbedingt zur großen Elsensause von Monika fertig werden sollte, bin ich dann extra zu meiner Mutter gefahren, um mir ihre Overlock zu leihen. Ab da nahm das Drama seinen Lauf. Ich hatte wirklich in JEDER Naht eine Falte. Beim Halsausschnitt musste ich ordentlich tricksen, weil dieser auch nach dem zweiten Annähen in seiner Breite um fast einen Zentimeter schwankte. Gut, dass ich mir eh die Rollsaumoptik erhalten wollte. Deshalb habe ich das fertige Bündchen, nachdem ich es mit Zwillingsnaht flachgesteppt hatte, einfach auf eine Breite von einheitlich einem Zentimeter zurückgeschnitten. Bei den Ärmeln bin ich genauso vorgegangen. Und die Nahttaschen, deren Konstruktion und Einsetzen mich bestimmt zwei Stunden gekostet haben, haben den Schnitt derart versaut, dass ich sie kurzerhand mit der Overlock abgesäbelt habe. Muss der Mops sich sein Taschentuch halt selbst in die Tasche stecken!

vornehinten

Insgesamt habe ich an meiner Else glaube ich mehr getrennt als genäht. Nun bin ich mit dem Ergebnis aber wirklich glücklich und kann mir vorstellen, dass ich in den nächsten Wochen wahrscheinlich in meiner Else wohnen werde. Das Senfgelb ist eine tolle Herbstfarbe (wie beispielsweise auch jüngst bei Catrin und Miri zu sehen). Der Einfassstreifen aus Jeansjersey setzt einen tollen Akzent (auch wenn den niemand sieht. Aber ICH weiß es ja!) und die Blumen geben dem Kleid den festlich-eleganten Look, den es für die kommende Adventszeit braucht. Und natürlich, um damit auf der Elsenparty mitzufeiern! Denn da schicke ich meine Else auf den letzten Drücker jetzt noch hin. Geschafft!

details

So, und nun seid ihr an der Reihe! So viele tolle Frauen haben fantantische Elsen genäht. Von Morgen bis Freitag könnt ihr eure drei liebsten Elsen bei Monika im Blog wählen. Klickt einfach auf das Herz im jeweiligen Bild, um eure Stimme zu vergeben. Und ich würde mich natürlich wahnsinnig darüber freuen, wenn meine Else dabei ist!

else2

Ich wünsche euch einen fantantischen ersten Advent,

eure Lena

IMG_7259

Schnitt Else von schneidernmeistern, Größe 36, Ubootausschnitt, schmaler Rock, überlange Ärmel

Applikation Idee von hier

Änderungen leicht verschmälert in der Taille

Stoff senfgelber Baumwolljersey vom lana werksverkauf

Aufwand 2 Stunden (ohne trennen und Schnitt kleben) + 1 Stunde für die Applikation

Kitapuschen für den Mops

Bislang konnte man als Besucher dieses Blogs wohl den Eindruck bekommen, dass ich in erster Linie für mich nähe. Tatsächlich sind mindestens 90 Prozent der Dinge, die hier entstehen, für den Mops. Seit seinem ersten Geburtstag nähe ich (bis auf Bodys und Socken) fast alle Kleidungsstücke für ihn selbst. Das dauert zwar meist wesentlich länger als die Sachen zu kaufen, aber es passt ihm einfach besser und alles ist genau so, wie ich (oder mittlerweile eher er) das wollen.

puschen1

Nun ist endlich das zweite Paar Puschen für ihn fertig geworden. Pünktlich zum Start in der neuen Kita. Naja, fast. Es sind erst drei Monate. Ich hatte tatsächlich schon eine Woche vor Kitastart angefangen, aber wie das immer so ist, war dann die Ledernadel kaputt und meine Maschine hat sich geweigert, das Leder mit einer anderen Nadel zu nähen. Dazu kam meine allgemeine Applikations-Panik. Ich mag Applikationen sehr und plane und konzipiere sie auch gerne euphorisch. Wenn es an die Umsetzung geht, habe ich aber meist einen Heidenrespekt vorm (zeitlichen) Aufwand. Also wanderte das Ganze irgendwannd frustriert in meine Ufo-Box. Wo die Teile meist auch ewig liegen bleiben, weil mir tausend neue Ideen in den Kopf kommen, die selbstverständlich alle sofort umgesetzt werden wollen.

puschen3

Da jetzt aber meine Overlock kaputt ist und neue Ledernadeln mittlerweile bereit lagen, war nun die Gelegenheit gekommen, die Puschen endlich fertig zu nähen. Den Schnitt habe ich nach diesem fantantischen Tutorial von mommade selbst konstruiert. Es ist bereits das zweite Paar nach diesem Schnitt und nachdem ich das Vorderteil nun noch etwas schmaler gemacht habe, passen die Puschen jetzt perfekt! Für den Blumenstiel habe ich einfach mit hellgrünem Garn zwei gerade Nähte übereinander aufgesteppt. Die Blüte ist ein Oval aus weißem Leder, das ich ganz oft mit einer Nagelschere eingeschnitten und hochgebogen habe. Die Blütenmitte ist ein gelber Knopf. Um den annähen zu können, habe ich vorher zwei Löcher mit der Ahle vorgebort. Und die Wiese ist freihand gezeichnet und aus grünem Leder ausgeschnitten. Dies habe ich dann mit der linken Seite nach oben aufgenäht, um einen Rasenlook zu erzielen. Was soll ich sagen – ich mag die Puschen sehr und es ging tatsächlich mal wieder viel schneller, als ich befürchtet hatte!

puschen2

Seit gestern trägt der Mops seine neuen Puschen nun und ist mächtig stolz darauf. Ihr könnt ja mal raten, in welche Gruppe er in der neuen Kita geht 😉

Und weil ich mich dort auch immer gerne inspirieren lasse, schicke ich unsere Puschen nun zu made4boys.

Habt einen fantantischen Tag

Eure Lena

Schnitt Selbstgemacht nach diesem Tutorial

Leder von hier

Aufwand keine zwei Stunden