#BlusenSA2017 | Jetzt wird sie übermütig…

Heute startet bei der lieben Elke aka Elle Puls der Blusen-Sewalong. Und weil ich momentan ja so wahnsinnig in Übung bin (meine Nähmaschine hat mich in den vergangenen fünf Monaten dank Schwangerschaftsübelkeit nicht gesehen), habe ich mir für die vier Wochen gleich zwei Blusen vorgenommen.

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Heute fangen wir erst einmal ganz locker an, das Thema des Treffens lautet:

Welcher Schnitt, welcher Stoff, was inspiriert dich?

Bei mir inspiriert/motiviert mich an erster Stelle tatsächlich der nackte Bedarf. 30 cm mehr Bauchumfang machen den größten Teil meiner capsule wardrobe schlichtweg untragbar. Da ich aber gerade im Büro gerne „angezogen“ aussehe, sind Blusen und Webwareoberteile meine erste Wahl. Also muss hier dringend etwas neues her!

burdastyle 1/2015 Umstands-Hemdblusenkleid 124

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Mein Hauptprojekt ist ein Umstands-Hemdblusenkleid (Modell 124) aus der Burda Style von  Januar 2015. Der Schnitt kommt lässig modern im Oversized-Boyfriend-Look daher und weist mit einem klasischen Stegkragen, Manschetten und Schulterpasse alle Merkmale eines Herrenhemdes auf. Die Knopfleiste geht nur bis unter die Brust, Falten im Vorderteil und eine Kellerfalte im Rücken geben (hoffentlich) so viel Raum, dass das Kleid bis in den 10. Monat mitwächst.

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Der Stoff ist ein dunkelblauer Chambray, den ich letztes Jahr auf einer Dienstreise bei Frau Tulpe in Berlin gekauft habe. Der Stoff hat ein wenig Stand, gerade richtig für so einen klassischen Hemdenschnitt. Eventuell werde ich die Manschetten, den Kragensteg etc. von innen in einem Kontraststoff arbeiten, wenn mir denn der passende über den Weg läuft.

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burdastyle 5/2015 Blusenshirt 116

Mein zweites Projekt wird in der Burda Style 5/2015 lapidar als Shirt (Modell 116) bezeichnet. Und eigentlich ist es auch zum Blusen-Sewalong nicht zugelassen, weil es weder über Kragen noch Manschetten oder sonstige Blusendetails verfügt. Ich denke, dass ich dem Shirt eine Fake-Knopfleiste am Rücken basteln werde und hoffe dann, dass Elke ein Auge zudrückt.  Tatsächlich möchte ich hauptsächlich den „Druck“ des Sewalongs nutzen, um auch dieses Modell in Angriff zu nehmen.

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Da es sich bei dem Shirt nicht um ein Umstandsmodell handelt, werde ich wohl am Vorderteil einige Änderungen vornehmen müssen. Ich stelle mir aber die Grundidee des Schnittes sehr schwangerschaftstauglich vor und hoffe, dass ich das Modell sowohl mit Bauch als auch hinterher gut tragen kann.

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Der Stoff, den ich für dieses Modell gewählt habe, ist ein crepeartiger Baumwollstoff von Stoff und Stil in cremeweiß mit dunkelblauem Karomuster. Ich habe ihn bei meinem ersten Besuch der Dortmunder Stoff und Stil-Filiale entdeckt, kann ihn online aber leider nicht finden. Der Stoff ist wesentlich leichter und fließender als der Chambray und fließt so hoffentlich schön um die Kugel, ohne zu sehr aufzutragen.

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Bist du auch beim Blusen-Sewalong dabei? Wenn dir noch die nötige Inspiration fehlt, dann schau dir doch mal meine Fische-Bluse an. Oder meine weiße Bluse. Oder meine Ombre-Dip-Dye-Bluse. Blusen sind einfach vielseitig – und toll!

Ganz liebe Grüße, Lena

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#mysummeressentials | annalisa

Dass ich ein großer Fan des stoffbüros bin dürfte hinlänglich bekannt sein. Catrin ist einfach die beste Stoffdealerin der Welt, ihre Stoffe haben eine tolle Qualität und die Beratung ist einzigartig. Als dann vor einigen Monaten ein nosh-Jersey in MEINER Farbe Koralle in den Shop einzog, war klar, dass ich ihn haben muss. Sulka heißt das Feder-Design und ist für mich sommerlich frisch und (zumindest in der Freizeit) auch gut für Damen tragbar.

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Auch beim Schnitt ließ ich mich von Catrin inspirieren. Schon vor eineinhalb Jahren beim Probenähen für Monika stellten wir fest, dass wir 1:1 dieselben Anpassungen vorgenommen hatten. Seither weiß ich, dass jedes Oberteil, das Catrin passt, auch mir passen wird. Daher war ich mutig genug für mein Stoffschätzchen einen von Catrin erprobten, aber für mich gänzlich neuen  Schnitt zu testen: Annalisa von schnittchen. Eigentlich mein A für die #12lettersofhandmadefashion im März. Hmja, hat zeitlich nicht GANZ geklappt…

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Annalisa ist ein Kombi-Ebook, das einen Schnitt für ein Fledermausshirt und einen A-Linien-Rock mit Gummibund und Passentaschen enthält. Nun trage ich im Büro fast ausschließlich Hosen. Aber da das gemusterte Shirt ohnehin ein reines Freizeitteil werden sollte und mein Schrank tatsächlich keinen einzigen Sommerrock mehr enthält, habe ich den passenden Rock gleich dazu genäht. Könnte ja sein, dass der Sommer doch noch mal hier vorbei schaut…

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Das Shirt habe ich lediglich um einen Zentimeter verlängert, was aufgrund meines langen Oberkörpers aber eine Standardanpassung darstellt. Außerdem musste ich das Rückenteil teilen, da der Stoff sonst nicht gereicht hätte. Die Passform finde ich hervorragend: etwas kürzer und kastiger, perfekt zum Rock wie auch zu hoch geschnittenen Hosen. Die leichten angeschnittenen Fledermausärmel, die aber so eng sind, dass man problemlos eine Strickjacke darüber tragen kann. Und nicht zuletzt der Ubootausschnitt, der mit einem leichten Stehkragen daher kommt. Genau meins!

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Der Rock ist mit seinem Gummibund und den leicht aufspringenden Taschen (ja, das soll so!) zugegebener Maßen kein Figurschmeichler. Für mich als Birnentyp schon drei Mal nicht. Aber er ist SO BEQUEM! Und durch den leichten Baumwollchambray bekommt er einen schönen, fließenden Fall. In der Freizeit trage ich ihn daher wirklich gerne. Denn man muss ja auch nicht immer gut aussehen, oder? Ach ja, den Rock habe ich um einige Zentimeter gekürzt, sonst auch hier alles nach Vorgabe.

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Dies war nun also mein erstes Nähprojekt nach einem schnittchen-Schnitt. Und was soll ich sagen!? Ich bin begeistert. Einfache Schnitte mit dem gewissen Etwas und einer guten Passform. Nahtzugaben sind bereits enthalten. Was will man mehr!? Zur Anleitung kann ich leider nichts sagen, weil ich doch tatsächlich mein Ebook in den Tiefen meines Rechners nicht wiedergefunden habe… Aber dieses „easy“-Projekt bekommt man mit etwas Näherfahrung auch so genäht.

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So, und jetzt bitte: SOMMER!

Fantantische Grüße, Lena

stoff sulja-jersey  | nosh  | über stoffbüro

schnitt annalisa  | schnittchen

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#myspringessentials – Rückblick. Ausblick. Und ein Kleid.

Kannst du dich noch erinnern? Vor einem Jahr habe ich gemeinsam mit Elke und Sindy das Projekt #myspringessentials gestartet. Und dir meine Nähpläne für den Frühling 2015 gezeigt. Eines der geplanten Stücke war das Kleid Rianne, das ich bei Elke auf dem Blog entdeckt hatte und das meine erste Begegnung mit der Zeitschrift la maison victor war. Die ich heute so liebe und aus der ein Großteil meiner Projekte, meiner capsule wardrobe stammt. Heute, fast genau ein Jahr später, kann ich dir endlich das fertige Kleid zeigen. Gut Ding will eben Weile haben.

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Das Kleid Rianne ist aus der la maison victor, Heft 2 2015. Ein unkompliziertes Sweatkleid mit überschnittenen Ärmeln und Tunnelzug in der Taille. Dass ich Streifen wollte, unregelmäßig, in marine und ecru, das wusste ich schon vor einem Jahr. Der passende Stoff fand sich dann im September, bei einem Besuch in der alten Heimat. Ein Viskosesweat mit Elasthan, herrlich weich, fließend und mit einem dezenten Glanz, der ihn wertig erscheinen lässt. Sandra und ich haben ihn zufällig auf dem Stoffmarkt wiederentdeckt und Sandra hat letzte Woche ein bezauberndes Shirt daraus gezaubert.

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Das Nähen zog sich dann noch einmal in die Länge, der Winter kam und mit ihm das Bedürfnis nach Wärmendem. Aber nun, nachdem der nächste Frühling sich ankündigt mit den ersten Krokussen und zartem Grün war die Zeit reif für Rianne. Und was soll ich sagen: Sie wird schon jetzt geliebt. Wie eigentlich alle Teile, die im Laufe des letzten Jahres für meine drei capsule wardrobes entstanden sind. Denn – und das ist für mich wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis des ganzen Projekts für mich – ich weiß wer ich bin. Was ich brauche. Und dass es eben eine gewisse Zeit braucht, DAS Teil für mich zu erdenken, zu entwerfen, zu nähen.

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Nach knapp einem Jahr capsule wardrobe kann ich sagen, dass sich meine anfänglichen Zweifel allesamt in Luft aufgelöst haben. Während des ganzen Jahres gab es nicht eine Situation, in der ich nicht gewusst hätte was ich anziehen soll. Hat mich nicht einer darauf angesprochen, wieso ich immer dasselbe trage. Und musste ich nicht einmal nackt aus dem Haus, weil sämtliche Kleidungsstücke in der Wäsche waren. Was aber geblieben ist, ist eine tiefere, innere Zufriedenheit. Ein Gefühl des Im-Reinen-Seins mit mir und meinen Kleidern.

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Deshalb wird es hier weiter gehen. Quasi #myspringessentials2.0. Mit der Hose der letzten Woche und mit Rianne ist ein Anfang gemacht zu einer Frühlingsgarderobe mit noch mehr Lieblingsstücken, mit noch mehr selbst genähtem. In den kommenden Wochen will ich noch einmal eine Bestandsaufnahme machen im Kleiderschrank, erneut aussortieren, was nicht geliebt wird oder was aus anderen Gründen ersetzt werden muss. Und ich werde Pläne schmieden für meine neue capsule wardrobe. Du kannst hier darüber lesen. Oder mach gleich mit, denn ich verspreche dir: es lohnt sich! Jede Menge Inspiration findet sich sicherlich hier.

Liebe Grüße, Lena

Schnittmuster robe rianne | la maison victor

Stoff Viskosesweat Allegra | beispielsweise von hier

linked with me made mittwoch | after work sewing

#mopszeit mit bethioua kids

Hier auf dem Blog gab es schon lange keine Mops-Sachen mehr. Was nicht daran liegt, dass ich nichts für ihn genäht hätte. Im Gegenteil. Der Mops wächst aktuell wieder wie Unkraut und Elke’s Hinweis, dass man Kindersachen auch kaufen kann, will nicht so recht bei mir ankommen. Aber der junge Mann steht aktuell deutlich lieber hinter als vor der Kamera. Und zwingen mag ich ihn nicht.

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Am Sonntag durfte ich dann doch mal wieder ein paar Bilder von ihm machen, denn seinen neuen Fischepulli liebt er besonders. Genäht ist er nach dem neuen Schnitt „Bethioua Kids„, den mir die wunderbare Elke aka Elle Puls kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Schau unbedingt mal auf Elke’s Blog vorbei – es waren so viele wunderbare Bloggerinnen mit an Bord und es sind unzählige tolle Versionen entstanden! Hier kannst du sie bewundern und weitere Details zum Schnitt erfahren.

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Bethioua ist auf den ersten Blick ein Raglanshirt mit leichten Fledermausärmeln. Der Clou zeigt sich in der Rückansicht, die eine runde Linienführung aufweist und damit besonders Streifenstoffe ganz fantantisch in Szene setzt! Wie immer ein Teil mit dem gewissen Elke-Extra, das ich so an ihr mag!

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Und auch das Ebook selbst weist einige durchdachte Extras auf: So kannst du vor dem Druck die Wunschgröße auswählen, damit dir die Liniensuche beim Zuschnitt erspart bleibt. Und es ist eine Version im A0-Format enthalten, die du bequem im Copyshop drucken lassen kannst, wenn dich das Ebook-kleben nervt. Clever, oder?

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Die Hose habe ich dir bereits hier gezeigt. Sie wird nach wie vor heiß geliebt und musste daher mit ein paar Knieflicken aus einer anderen alten Jeans geflickt werden. Quasi das dritte Leben für meine alte Hose!

Den Stoff habe ich übrigens beim Nähbloggertreffen in Köln gekauft, wo ich mit der lieben Sandra ganze drei Stunden im neuen Stoff und Stil verbracht habe. So wunderschön! Wenn ich dazu komme, zeige ich euch noch ein paar Bilder von diesem tollen Wochenende.

Jetzt stürze ich mich aber erstmal in die Weihnachtsvorbereitungen. Und in ein bisschen selfish sewing. Mehr dazu am Mittwoch an dieser Stelle, stay tuned…

Ich wünsche dir einen fantantischen Advent!

Lena

 

Shirt Schnitt | Bethioua by ellepuls

Shirt Stoff | stoff und stil

Jeans | hier

linked with | made4boys | fürsöhneundkerle | outnow

 

Wenn der Vater mit dem Sohne…

Der Lieblingsmann und ich haben eine Abmachung: zum Geburtstag und zu Weihnachten gibt es zwei Geschenke. Eins gekauft. Eins selbstgemacht.

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Dieses Jahr wurde eine Chino gewünscht. Der Stoff war schnell gefunden. Ein wunderbarer Baumwoll-Leinen-Köper in zartem himmelblau von urban cut. Der Schnitt bereits erprobt. Ein Jeansschnitt aus einer alten burda style, den ich (wie sollte es auch anders sein) kurzerhand zum Chino-Schnitt umgebaut habe. Den Sattel habe ich mittig getrennt, an das hintere Hosenteil angesetzt und stattdessen einen Abnäher reingesetzt. Paspeltaschen ergänzt und die Hosenbeine leicht verbreitert. Und fertig war die neue Lieblingshose.

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photo credit @mopsi

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Wie es zum Papa-Partnerlook kam, habe ich euch ja bereits hier erzählt. Und weil es natürlich auch noch einen Mama-Partnerlook geben musste (und sich das Färben für ein einziges Teil nicht so recht lohnt) hat der Mops ein passendes Shirt (Nr. 20 | ottobre 1/2013) bekommen. Aus blau-weißem Ringelrippenjersey von lana. Der Clou des Schnittes ist selbstverständlich neben dem genialen Farbverlauf ein mit Jeansjersey eingefasster Halsausschnitt. Cool, was!?

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chino7Hast du auch schon mal was im Partnerlook genäht? Oder findest du das albern?

Liebe Grüße,

Lena

Chino Papa burdastyle (abgewandelt) | Baumwoll-Leinen-Köper

Chino Mops hier

Shirt Mops ottobre Shir 20 Heft 1/2013 | Baumwolljersey von lana

Bluse Mama hier

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non-hooded oversize hoodie

Freude. Ich darf das neue DIY-Kit von DaWanda und myfabrics testen! Ein kuscheliges Herbstteil für Drüber brauchen meine #myfallessentials ohnehin noch. Und blau passt bestens in mein Konzept.

Euphorie. Die liebe Eva von DaWanda schreibt: Seid kreativ. Drückt eurem Hoodie euren Stempel auf. Ob sie das auch noch so unterschreiben würde, nachdem sie gesehen hat, was ich aus ihrem Schnitt gemacht habe!? Der Plan steht schnell: bürotauglich soll es werden. Also muss der Reißverschluss weg, Vorderkante und Ärmel werden um 10 cm verlängert. Kupferfarbene Paspel aus dem Bestand wird ergänzt, ebenso puderfarbener, dünner Sweat für Kontrastbelege.

Skepsis. Die Schnittteile sind schon verdammt oversize. Nahezu gigantisch könnte man sagen… Ob das was wird!?

Zweifel. Der Umstand, dass mein Mann bei jeder Anprobe das Theme aus „Phantom der Oper“ singt, lässt meine anfängliche Skepsis zu echten Zweifeln heranwachsen. Und ein paar schnelle Fotos beweisen: Die Kapuze muss weg. Einfach zu groß für mich. Zu viel. Zu dunkel. Und sie liegt überhaupt nicht. Mit dieser Entscheidung geht es mir zwar schon erheblich besser, aber die Zweifel bleiben.
Bademantel. Stewardessenuniform. Zaubererumhang.
Nur einige der Assoziationen, die mir beim Nähen durch den Kopf schossen.

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Versöhnung. Getreu dem Motto: Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch nicht das Ende. Nun sind wir doch noch Freunde geworden, mein non-hooded Hoodie und ich. Nicht zuletzt Dank der schönen Fotos, die der Lieblingsmann gemacht hat. Und weil er einfach so herrlich groß und kuschelig ist, jetzt, wo das Wetter im Oktober schon Winter spielt.

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Neugier. Nun willst du sicher noch wissen, ob ich das Näh-Kit empfehlen kann!? Ich will ehrlich sein. Daher bekommst du hier das Feedback, das ich so auch DaWanda gegeben habe:

Die Qualität der Materialien finde ich sehr überzeugend. Der Sweat ist schön kuschelig, das Bündchen schön fest. (Passt allerdings nicht 100%ig zur Stofffarbe, da bin ich pingelig…) Das gesamte Zubehör (Garn, Reißverschlüsse) ist hochwertig, was mir persönlich sehr wichtig ist, wenn ich schon die Nähzeit investiere. Allerdings muss ich sagen: Wenn das Paket alles enthält, was es zum Nähen braucht und das Nähen per Overlock empfohlen wird, müssten konsequenter Weise auch vier Rollen (Overlock)Garn dabei sein für mich.
Den Schnittbogen finde ich schön übersichtlich und hochwertig. Allerdings ist der Schnitt schon sehr rudimentär für meinen Geschmack. Zumindest am Halsausschnitt hätte ich ehrlich gesagt eine Rundung an den Schnittteilen erwartet. Das Kapuzenschnittteil finde ich gigantisch und für mich saß die Kapuze auch überhaupt nicht. Aber das ist ja Geschmackssache.
Die Anleitung gefällt mir vom Layout und von den Bildern her, hat für mich inhaltlich jedoch einige kleine Schwächen bzw. Ungereimtheiten. Maches ist extrem detailliert beschrieben, andere Informationen fehlen für mich. Als erfahrene Näherin wirst du aber sicher keine Schwierigkeiten haben, den Hoodie zu nähen.
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Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen. Bilde dir doch dein eigenes Urteil! Und wenn du das DIY-Kit haben magst, dann hier entlang. Hast du (so wie ich) ganz eigene Pläne, was man noch aus dem Schnitt machen kann, so bekommst du das Schnittmuster auch einzeln hier.
Am Ende bleibt mir Danke zu sagen. Danke an DaWanda und myfab für das tolle Näh-Paket. Und Danke an die liebe Eva für den netten Kontakt! Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht! Und jetzt ab zu RUMS. Und zur lieben Sandra, die uns heute ihre Gedanken zu den #myfallessentials notiert.
Liebste Grüße, Lena
Dieser Post enthält Werbung. Das Näh-Kit wurde mir von DaWanda und myfab kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt trotzdem allein meine eigene.

#getshirty – Ich mach blau!

Vielleicht habt ihr es in Elke’s wunderbarer Serie „8 mal aufgefallen“ im Juli gelesen. Vielleicht seid ihr bei instagram darüber gestolpert. Oder ihr folgt (so wie ich) ohnehin der wunderbaren Portia: Der September stand bei ihr dieses Jahr jedenfalls ganz im Zeichen des Upcyclings. Aufgabe war es, ein Herrenhemd zu etwas Neuem zu machen. Und weil ich

1. diverse alte Hemden meines Vaters in meinem Stoffregal liegen hatte,

2. sowieso dringend neue Blusen brauchte und

3. ohnehin den Schnitt für die Bluse Alice aus der La Maison Victor testen wollte war klar:

Ich bin dabei! Let’s #getshirty!

Das Hemd meiner Wahl war ein weißes Kurzarmhemd in einer wunderbaren Baumwoll-Leinen-Mischung. Ja, ich habe ein Vorher-Bild gemacht. Aber fragt nicht, wo es gelandet ist… Beim Zuschnitt habe ich es mir so einfach wie möglich gemacht und den Kragen, die Knopfleiste sowie die hintere Passe erhalten und allesamt gemeinsam mit dem Vorderteil zugeschnitten. Dazu das Rückenteil als zweites Schnittteil. Drei Nähte. Nicht mehr. Auch die Säume sind allesamt original.

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Die Armausschnitte habe ich mit Chambray-Schrägstreifen versäubert. Und – weil ich mein ombre-dip-dye-Blüschen so liebe – meine Alice in kobaltblaue Batikfarbe gedipt. Zum Abschluss gab es neue Perlmuttknöpfe, die ich farblich gegenläufig mit Garn in verschiedenen Blautönen angenäht habe. Das Detailbild lässt es erahnen.

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Und weil ich tatsächlich dieses Mal restlos begeistert bin von den Bildern, die der Lieblingsmann von mir gemacht hat, sind der Worte nun genug und ich lasse lieber die Bilder sprechen. Tatsächlich ist auch schon alles gesagt zu diesem wirklich schnellen Projekt, das mir viel Spaß gemacht hat. Genau richtig für jemanden wie mich mit viel zu vielen Plänen und viel zu wenig Nähzeit!

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Ich werde nun eine Runde beim RUMS drehen, um meine to-sew-Liste dann sicher um weitere fünf bis acht Punkte zu verlängern. Und auf jeden Fall bei Elke vorbei schauen, die heute ihre Gedanken zu den #myfallessentials mit uns teilt. Das solltet ihr nicht verpassen! Und noch etwas solltet ihr euch nicht entgehen lassen: das Gewinnerstück der #therefashioners2015. Die Hose von Mirjam Liechti ist einfach nur der Hammer!

Lasst euch inspirieren!

Eure Lena

Schnitt Bluse Alice  | La Maison Victor 4/2015

Stoff Baumwoll-Leinen-Hemd, upgecycled

Farbe Marabu Easy Color in kobaltblau

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#myspringessentials – blauer burda blazer

Erinnert ihr euch noch an all die Nähpläne, die ich hier bei der Planung meiner capsule wardrobe geschmiedet habe? Was soll ich sagen: die #myspringessentials feiern diese Woche tatsächlich schon Bergfest – und ich habe endlich das erste Teil fertig gestellt! Aber auch so LIEBE ich meine capsule wardrobe. Das Projekt ist für mich eine echte Bereicherung und ich fühle mich seit langem endlich wieder in jeder Situation wirklich wohl in meiner Kleidung und meiner Haut. Ich kann jeden nur ermutigen, den Gedanken weiter zu verfolgen und es selbst einmal zu probieren! Alle meine Überlegungen zum Thema könnt ihr oben im Menü unter #myspringessentials nachlesen.

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Aber dazu an anderer Stelle mehr. Ich bin euch ja auch noch meine Accessoireauswahl schuldig, vielleicht komme ich am langen Wochenende dazu, etwas ausführlicher über die #myspringessentials zu schreiben. Heute möchte ich euch erstmal meinen neuen Blazer präsentieren.

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Bei der Planung meiner capsule wardrobe war mir aufgefallen, dass ich viele Kleider und Röcke nur sehr selten trage, weil ich nichts passendes Wärmendes dazu besitze. Da ich aber gerne mal friere, ist das für mich ein absolutes K.O.-Kriterium. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Begleiter für all die Kleider und Röcke, die bis zur Taille eng und darunter weit geschnitten sind. Ein Blazer sollte es sein, taillenlang und nicht zu chic. Klar in der Linienführung, modern, eben all das, was meine #myspringessentials so ausmacht. Fündig wurde ich in der burda 3/2010, Modell 121. Im örtlichen Stoffladen fand sich ein wunderschöner, royalblauer Stretchtwill und als ich dann noch den wunderschönen Futterstoff mit goldenem Pünktchendruck fand, konnte es eigentlich losgehen.

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Nach dem Maßnehmen war ich laut burda-Tabelle eine glatte 36. Kurz kamen mir Zweifel, ob ich burda-Oberteile früher nicht immer in 34 genäht hatte… Da der Schnitt aber erst bei 36 anfing, warf ich meine Zweifel über Bord und Schnitt in 36 zu. Nach dem ersten Zusammenheften kam dann die Ernüchterung: das Teil war viel VIEL zu groß! Daraufhin wanderte der Blazer erstmal in die Ecke. Nach einer Frustrationspause nutzte ich meinen freien Nähtag am 01. Mai, um mich noch mal dem Projekt Blazer anzunehmen. Ich habe die Weite an der Taille um ganze zehn (!) Zentimeter enger gemacht, an den Schultern jeweils einen Zentimeter rausgenommen und an den Ärmeln sogar zwei. Bitte warum konstruiert man einen Schnitt, der einem trotz exakten Maßnehmens nicht ansatzweise passt!?

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Mit dem Endergebnis bin ich nun eigentlich ziemlich zufrieden. Der Blazer wirkt durch den Kragen, der unter der Schulterpasse eingesetzt wird, besonders und hat einen leicht rockigen Bikerjacken-Touch. Die kleinen Schulterpolster gleichen optisch meine Birnenfigur aus. Außerdem hat er wirklich genau die richtige Länge für viele meiner Kleider und Röcke und die Farbe fügt sich gut in meine Garderobe ein.

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Das Einzige, was mich echt stört, ist, dass der Stoff sich am Bund irgendwie leicht zusammenzieht. Das gibt dem Blazer irgendwie einen zu sportlichen Blouson-Look. Ob ich den ganzen Bund noch mal abtrennen und neu machen sollte? Ich schicke das gute Stück einfach mal zum RUMS und schaue, was die vielen tollen Näherinnen dort sagen.

Ich wünsche euch einen fantantischen Vatertag!

Eure Lena

PS: Das Kleid ist übrigens mein Brautkleid vom Standesamt. In der Kombi doch wirklich alltagstauglich, oder?

My kid wears – einen gemütlichen Fleeceoverall

Zwei Dinge vorweg: erstens tut es mir wahnsinnig Leid, dass ich mich hier so rar gemacht habe. Aber der Dezember bestand aus einer einzigen Krankheitswelle, die über unsere gesamte Familie rollte. Dazu kam ein neuer Job für mich und dann war da ja auch noch sowas mit Kind und Krippe und so…

Zweitens möchte ich noch einmal allen danken, die mir bei der Elsenparty von schneidernmeistern ihre Stimme geschenkt haben! Ich kann es immer noch nicht glauben, dass meine Else zusammen mit den wunderbaren Modellen von Tag für Ideen und Prülla zu einer der schönsten Elsen im ganzen Land gewählt wurde! Fantantisch!

Heute möchte ich euch ein Teil zeigen, das bereits im vorletzten Jahr für den Mops entstanden ist. Es handelt sich um einen Fleeceoverall nach einem Schnitt Jumpsuit (Nr. 17) aus der ottobre 4/2012. Den Overall habe ich komplett aus Microfleece genäht und mit dem wunderschönen Jersey Fräulein Märta aus der Feder von Blaubeerstern gefüttert. Alles in blau, weil zu dieser Zeit unser kleiner Mops noch von aller Welt für eine kleine Möpsin gehalten wurde. Seitdem klappt es tatsächlich irgendwie 😉

Da es momentan ja leider nicht wirklich winterlich kalt ist, sondern eher matschig und lau, ist der Overall aktuell die perfekte Oberbekleidung. Er passt nämlich – Dank Mamas vorausschauender Nähweise und weil sich die Bündchen anfangs nach innen umschlagen ließen – immer noch und wurde auch gestern ausgeführt.

collage2Zum Glück habe ich entgegen meiner sonstigen impulsiven Art eine Probeversion aus einer alten Ikeadecke genäht. Und siehe da – die Rumpflänge war in der gewählten Größe 92 viel zu kurz, die Ärmel und Beine dagegen super lang. (Das habe ich jetzt im Zusammenhang mit diesem Schnitt schon häufiger gelesen!) Also habe ich den Schnitt für die Vorderteile und das Rückenteil jeweils auf Bauchnabelhöhe geteilt und satte vier Zentimeter dazwischen gesetzt. Außerdem habe ich um die asymmetrische Schnittführung zu betonen noch eine Tasche ergänzt. Das Futter habe ich so eingenäht, dass man den Overall theoretisch auch wenden könnte. Dafür ist mir das Muster allerdings doch irgendwie zu mädchenhaft…

Zum Abschluss möchte ich euch noch ein paar Bilder aus dem letzten Winter zeigen. Damit ihr mir glaubt, dass der Overall da schon passte. Weil man dort auch die passende Beanie und den Loopschal bewundern kann. Weil ich die Fotos so liebe. Und weil sie einfach viel zu schnell groß werden…

Ich wünsche euch ein fantantisches neues Jahr! Ich habe den guten Vorsatz gefasst, ab jetzt wieder fleißiger hier zu sein. Und dazu gehe ich mit unserem Overall jetzt mal Inspirationen sammeln bei mykidwears und made4boys.

Eure Lena

Schnitt jumpsuit | Nummer 17 | ottobre 4 /2012

Änderungen Rumpfteil mittig um etwa 4 cm verlängert, gefüttert, Tasche ergänzt

Material Microfleece, Bündchen und Blaubeerstern-Jersey vom örtlichen Stoffhändler

Aufwand Dank Probeversion und Wendefutter extrem hoch – aber es hat sich gelohnt!