#BlusenSA2017 | Jetzt wird sie übermütig…

Heute startet bei der lieben Elke aka Elle Puls der Blusen-Sewalong. Und weil ich momentan ja so wahnsinnig in Übung bin (meine Nähmaschine hat mich in den vergangenen fünf Monaten dank Schwangerschaftsübelkeit nicht gesehen), habe ich mir für die vier Wochen gleich zwei Blusen vorgenommen.

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Heute fangen wir erst einmal ganz locker an, das Thema des Treffens lautet:

Welcher Schnitt, welcher Stoff, was inspiriert dich?

Bei mir inspiriert/motiviert mich an erster Stelle tatsächlich der nackte Bedarf. 30 cm mehr Bauchumfang machen den größten Teil meiner capsule wardrobe schlichtweg untragbar. Da ich aber gerade im Büro gerne „angezogen“ aussehe, sind Blusen und Webwareoberteile meine erste Wahl. Also muss hier dringend etwas neues her!

burdastyle 1/2015 Umstands-Hemdblusenkleid 124

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Mein Hauptprojekt ist ein Umstands-Hemdblusenkleid (Modell 124) aus der Burda Style von  Januar 2015. Der Schnitt kommt lässig modern im Oversized-Boyfriend-Look daher und weist mit einem klasischen Stegkragen, Manschetten und Schulterpasse alle Merkmale eines Herrenhemdes auf. Die Knopfleiste geht nur bis unter die Brust, Falten im Vorderteil und eine Kellerfalte im Rücken geben (hoffentlich) so viel Raum, dass das Kleid bis in den 10. Monat mitwächst.

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Der Stoff ist ein dunkelblauer Chambray, den ich letztes Jahr auf einer Dienstreise bei Frau Tulpe in Berlin gekauft habe. Der Stoff hat ein wenig Stand, gerade richtig für so einen klassischen Hemdenschnitt. Eventuell werde ich die Manschetten, den Kragensteg etc. von innen in einem Kontraststoff arbeiten, wenn mir denn der passende über den Weg läuft.

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burdastyle 5/2015 Blusenshirt 116

Mein zweites Projekt wird in der Burda Style 5/2015 lapidar als Shirt (Modell 116) bezeichnet. Und eigentlich ist es auch zum Blusen-Sewalong nicht zugelassen, weil es weder über Kragen noch Manschetten oder sonstige Blusendetails verfügt. Ich denke, dass ich dem Shirt eine Fake-Knopfleiste am Rücken basteln werde und hoffe dann, dass Elke ein Auge zudrückt.  Tatsächlich möchte ich hauptsächlich den „Druck“ des Sewalongs nutzen, um auch dieses Modell in Angriff zu nehmen.

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Da es sich bei dem Shirt nicht um ein Umstandsmodell handelt, werde ich wohl am Vorderteil einige Änderungen vornehmen müssen. Ich stelle mir aber die Grundidee des Schnittes sehr schwangerschaftstauglich vor und hoffe, dass ich das Modell sowohl mit Bauch als auch hinterher gut tragen kann.

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Der Stoff, den ich für dieses Modell gewählt habe, ist ein crepeartiger Baumwollstoff von Stoff und Stil in cremeweiß mit dunkelblauem Karomuster. Ich habe ihn bei meinem ersten Besuch der Dortmunder Stoff und Stil-Filiale entdeckt, kann ihn online aber leider nicht finden. Der Stoff ist wesentlich leichter und fließender als der Chambray und fließt so hoffentlich schön um die Kugel, ohne zu sehr aufzutragen.

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Bist du auch beim Blusen-Sewalong dabei? Wenn dir noch die nötige Inspiration fehlt, dann schau dir doch mal meine Fische-Bluse an. Oder meine weiße Bluse. Oder meine Ombre-Dip-Dye-Bluse. Blusen sind einfach vielseitig – und toll!

Ganz liebe Grüße, Lena

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#myspringessentials | Fischebluse

Es war der 20. Mai, als ein neuer Motto-MeMadeMittwoch angekündigt wurde: „Animalprint“. Sofort war klar, dass damit endlich der Moment für meinen heißgeliebten Fischestoff von fashionfordesigners gekommen war, der nun schon seit einem Jahr traurig im Regal auf seine Bestimmung wartete. Nicht, dass ich den Stoff nicht vernähen wollte. Im Gegenteil. Ich hatte sogar schon zwei Schnitte extra für diesen Stoff abgepaust. Und doch konnte ich mich nie dazu überwinden, ihn anzuschneiden. Tunika? Oder Boyfriendhemd? Oder doch etwas ganz anderes? Ich war ratlos.

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Also fragte ich die wunderbaren Instagram-Mädels um Rat. Tunika oder Boyfriendhemd? Das Ergebnis einer lebhaften Debatte: 10:10 unentschieden. In der Diskussion mit den vielen tollen Mädels kristallisierte sich dann aber heraus, dass das Boyfriend-Hemd der Schnitt meiner Wahl werden würde. Und als die liebe Sandra erzählte, dass sie den burda-Schnitt schon mal genäht hatte, war die Entscheidung klar.

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Nähtechnisch habe ich mein bestes gegeben. Ich wollte eine Lieblingsbluse und ich bin mit meiner Arbeit tatsächlich auch nahezu restlos zufrieden. Französische Nähte, kontrastfarbene Belege, Perlmuttknöpfe. So kam es dann allerdings auch, dass die Bluse tatsächlich erst am Abend des Tiere-MeMadeMittwoch fertig wurde. Da war die Sonne allerdings schon fast untergegangen. Und weil meine Fische-Bluse bessere Bilder verdient hat, als wir an diesem Abend hätten machen können, bekommst du sie eben erst beim heutigen MeMadeMittwoch zu sehen.

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Meine Fischebluse ist jetzt somit genau sechs Tage alt. Und drei davon habe ich sie bislang getragen. Sie funktioniert mit Jeans und Chucks auf dem Spielplatz genauso wie mit Stoffhose im Büro. Ich kann also guten Gewissens behaupten, dass sie ein echtes #myspringessential geworden ist. Schon jetzt.

Fantantische Grüße

Lena

schnitt burdastyle 4/2013 | bluse 104

stoff fashionfordesigners | Rinconprint (auf Baumwolle)

linked with MeMadeMittwoch  | AfterWorkSewing

 

 

 

 

 

#myfallessentials | alles easy

Es gibt bei mir Projekte, da ist einfach der Wurm drin. Da will nichts klappen, ich trenne jede Naht, breche zwei Nadeln ab, die Nähmaschinen zicken und das Ergebnis ist meilenweit entfernt von der Wunschvorstellung.

Und dann, ganz selten, gibt es diese Projekte, wo einfach alles passt. So wie dieser Mantel.

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Ein puderfarbener Wollmantel stand auf meiner Wunschliste für die #myfallessentials. Dann, beim Stoffmarktbesuch mit meiner Schwiegermutter fiel er mir in die Hände: DER Stoff. 20 € für zwei Meter, reine Wolle. An einem Coupon-Stand. Wo ich diese doch sonst komplett links liegen lasse. Außer eben diesen einen…

Den passenden Futterstoff fand ich mit der lieben Sandra auf dem Bloggertreffen in Köln. Und den wunderbaren Reißverschluss gleich mit. Passt.

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Der Schnitt sollte so sein wie meine gesamten #myfallessentials: Klar. Modern. Notwendig schlicht (um es mit den Worten der wunderbaren Frau Gold zu sagen).

Grundlage ist der Mantelschnitt aus der burda easy Herbst/Winter 2015. Die Taschen habe ich verändert. Weil es mir moderner erschien. Und weil ich nicht anders kann. Außerdem ein Futter ergänzt, indem ich die Belege von den äußeren Schnittteilen subtrahierte.

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Weitere Adjektive, die ich für meine #myfallessentials notierte, waren warm und geborgen. Daher hat der Mantel am Rumpf eine Lage Thinsulate als Zwischenfutter erhalten, die ich in breiten Streifen auf den Futterstoff gesteppt habe und die zuverlässig vor Wind und Kälte schützt. So ist die Weite des Mantels in der von mir gewählten Größe 36 an einigen Stellen nicht mehr wahnsinnig großzügig, aber ich trage ihn sehr sehr gern.

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Mit der Verarbeitung bin ich mehr als zufrieden. Sogar das Kürzen des Reißverschlusses ist zu meiner Zufriedenheit gelaufen. Manchmal passt einfach alles. Und wäre das nicht schon genug des Guten, hat der Lieblingsmann auch noch wunderbare Bilder gezaubert. Fantantisch!

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Der Mantel ist ein echtes Lieblingsteil geworden, ohne Wenn und Aber. Er fügt sich in die vorhandene Garderobe ein und ist einmal mehr Beweis dafür, wie viel es bringt, sich einmal intensiv mit seinen Vorlieben, seinen Tragegewohnheiten, seinem ganz persönlichen Stil auseinanderzusetzen. Das Projekt #myessentials, das ich vor nunmehr einem Jahr mit der lieben Sindy und der wunderbaren Elke gestartet habe, war und ist für mich ein voller Erfolg.

Und wann startest du deine persönlichen #myessentials? Jede Menge Inspiration findet sich dazu sicherlich wie jede Woche hier.

Liebe Grüße, Lena

Stoff  | Wollstoff vom Stoffmarkt | Futter von stoff & stil

Futter | Thinsulate

Schnitt | burda easy Herbst/Winter 2015

linked with | memademittwoch | afterworksewing

 

#myfallessentials | cool culottes

Culottes sind ja aktuell in aller Munde. Und auf allerlei Nähblogs, so zum Beispiel hier, hier oder hier zu finden. Den Vortrag des Lieblingsmannes zur Rolle der Culottes in der französischen Revolution erspare ich euch an dieser Stelle.

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Für mich haben Culottes rein praktische Vorteile. Einerseits liebe ich Kleider und Röcke. Andererseits kann ich sie in meinem Job nicht tragen. Da stellen Culottes einen guten Kompromiss für mich dar. Also war klar, dass ich diesen Look für mich testen muss.

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Den Stoff habe ich mit der lieben Sandra auf dem Dortmunder Stoffmarkt entdeckt. Ein Baumwolltwill mit Stretchanteil in geliebtem Puder. Der Schnitt stammt aus der burda style 04/2015, Modell 113. Mir gefallen der schlichte, unaufgeregte Schnitt, die einzelne Bundfalte und der lange Abnäher hinten. Die Nahttaschen sind wie Hüftpassentaschen geformt und bleiben dadurch an Ort und Stelle. Genial. Außerdem ist es denke ich ein Einsteigermodell, hat es doch eine recht dezente Weite im Vergleich zu manch anderer Culottes…

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Fast hätte ich jetzt vermerkt, dass ich diesen Schnitt komplett nach Anleitung genäht habe. Dem ist (natürlich) nicht so. Tatsächlich habe ich den geraden Bundstreifen durch einen Formbund ersetzt, den ich dem Shortschnitt Scarlet aus der La Maison Victor entliehen habe. Die Saumlänge habe ich an meine Vorstellung angepasst, die Seitennähte oben minimal verschmälert, aber das war es auch schon.

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Ich muss sagen, dass mich meine Culottes wirklich begeistern. Vorher hatte ich die Befürchtung, dass das fertige Stück zu sehr auftragen könnte für mich als Birnentyp. Das empfinde ich auf den Fotos aber nicht so. Außerdem sind sie einfach wahnsinnig bequem und dazu praktisch und sowohl baustellen- als auch spielplatztauglich. Und sie passen perfekt zu meinen neuen Schuhen. Ich glaube, dass da noch ein weiteres Modell aus Wolle folgen wird.

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Was meinst du? Sind Culottes auch ein Trend für dich? Oder eher nicht?

Ich werde jetzt mal schauen, ob ich beim Me Made Mittwoch noch weitere Culottes entdecken kann…

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Ich wünsche dir weiterhin einen fantantischen goldenen Herbst!

Lena

Schnitt burda style 04/2015, Modell 113

Stoff Baumwolltwill mit Stretchanteil vom Stoffmarkt

Linked with Afterwork Sewing, Me Made Mittwoch

Wenn der Vater mit dem Sohne…

Der Lieblingsmann und ich haben eine Abmachung: zum Geburtstag und zu Weihnachten gibt es zwei Geschenke. Eins gekauft. Eins selbstgemacht.

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Dieses Jahr wurde eine Chino gewünscht. Der Stoff war schnell gefunden. Ein wunderbarer Baumwoll-Leinen-Köper in zartem himmelblau von urban cut. Der Schnitt bereits erprobt. Ein Jeansschnitt aus einer alten burda style, den ich (wie sollte es auch anders sein) kurzerhand zum Chino-Schnitt umgebaut habe. Den Sattel habe ich mittig getrennt, an das hintere Hosenteil angesetzt und stattdessen einen Abnäher reingesetzt. Paspeltaschen ergänzt und die Hosenbeine leicht verbreitert. Und fertig war die neue Lieblingshose.

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photo credit @mopsi

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Wie es zum Papa-Partnerlook kam, habe ich euch ja bereits hier erzählt. Und weil es natürlich auch noch einen Mama-Partnerlook geben musste (und sich das Färben für ein einziges Teil nicht so recht lohnt) hat der Mops ein passendes Shirt (Nr. 20 | ottobre 1/2013) bekommen. Aus blau-weißem Ringelrippenjersey von lana. Der Clou des Schnittes ist selbstverständlich neben dem genialen Farbverlauf ein mit Jeansjersey eingefasster Halsausschnitt. Cool, was!?

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chino7Hast du auch schon mal was im Partnerlook genäht? Oder findest du das albern?

Liebe Grüße,

Lena

Chino Papa burdastyle (abgewandelt) | Baumwoll-Leinen-Köper

Chino Mops hier

Shirt Mops ottobre Shir 20 Heft 1/2013 | Baumwolljersey von lana

Bluse Mama hier

Linked with Für Söhne und Kerle | Handmade on Tuesday

Ausgehfein! – The Making of

Am Samstag waren wir auf einer Hochzeit eingeladen. Das wusste ich natürlich schon seit Monaten. Deshalb hatte ich mir bereits hier im Rahmen der  #myspringessentials Gedanken darüber gemacht, welches Kleid ich zu einem solchen Tag tragen könnte. Meine Wahl fiel auf den burda-Schnitt 126 aus dem Heft 8/2011. Der Stoff lag auch schon seit Wochen parat: cremefarbener Viskosejersey für das Oberteil und goldenes, durchbrochenes Kunstleder für den Rock. Und dann passierte erstmal – NICHTS. Bis Freitag Abend… (ja, DER Freitag. Am Tag vor der Hochzeit.)

20.42 Der Mops ist endlich eingeschlafen. Und ich habe Nähzeit. Los geht’s!

22.13 Der Zuschnitt ist fertig. Oberteil in 34, Unterteil in 38. Birnenfigur halt. Ist bei dem Kleid aber kein Problem, da das Oberteil auf die Weite des Rockes eingehalten wird.

01.30 Oberteil und Unterteil sind fertig. Und die erste Anprobe vielversprechend. Jetzt aber erstmal ins Bett.

07.28 Schlafen kann ich nicht mehr, Lieblingsmann und Mops schlummern friedlich. Also nutze ich meine Chance und der nahtverdeckte Reißverschluss wird eingenäht. Beim dritten Stich wird das Kind wach: „Mama, was machst du? Ich will AUCH ein Kleid zur Hochzeit anziehen! Näh mir AUCH ein Kleid!!!“

07.33 Ok, dann erstmal Frühstück.

09.57 So, weiter geht’s. Langsam wird es Zeit, um 15 Uhr ist Abfahrt. Und ich bin noch im Schlafanzug. Ungeduscht. Glücklicher Weise braucht das Kleid keine größeren Anpassungen, lediglich die hinteren Abnäher muss ich etwas tiefer und länger machen.

13.01 Fertig! Es war sogar genug Zeit, um den Saum unsichtbar von Hand zu nähen. Ich muss auf der Autofahrt nichts mehr machen und kann unterwegs sogar noch meine Fingernägel lackieren. Strike!

So oder so ähnlich laufen bei mir ehrlich gesagt die meisten Nähprojekte ab. Dieses Mal war sogar vergleichsweise entspannt! Jetzt habe ich aber wirklich genug Worte verloren und lasse stattdessen mal ein paar Bilder sprechen.

Die wunderschöne Statementkette habe ich letzte Woche zum Geburtstag bekommen. Sie ist von stella&dot und passt einfach perfekt zu meinen #myspringessentials-Farben! Auch zu diesem Kleid lässt sich hervorragend mein neuer Blazer kombinieren, den ich euch hier gezeigt habe.

Jetzt schicke ich mein Kleid erstmal zu den Damen vom Me Made Mittwoch.  Am Samstag sind wir wieder auf einer Hochzeit. Und ratet mal, wie weit ich mit meinem Kleid schon bin… Aber ich hab ja noch jede Menge Zeit!

Habt eine fantantische Woche

Eure Lena