#myfallessentials | Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da…

Der Herbst ist da. Zeit für eine neue Runde der #myfallessentials! Und weil es im vergangenen Jahr so viel Spaß gemacht hat, hat die liebe Sindy erneut eine bunte Runde fantantischer Bloggerinnen eingeladen, ihre Gedanken zum Thema aufzuschreiben. Schau unbedingt mal bei Sindy, Elke, Marina, Steffi und Eveline vorbei! Jede von uns verfolgt einen ganz anderen Ansatz auf dem Weg zu ihren persönlichen #myfallessentials – und gerade das macht es so spannend.

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Eine neue Jahreszeit bedeutet für mich immer zunächst einmal Bestandsaufnahme. Einmal reinen Tisch machen, bitte. Seit ich mich mit dem Thema Capsule Wardrobe beschäftige (und das sind mittlerweile eineinhalb Jahre) räume ich meinen Schrank zu Beginn jeder Saison einmal komplett leer, hinterfrage jedes Teil kritisch:

  • Habe ich das Teil in der vergangenen Saison gerne getragen?
  • Ist es noch tragbar oder hat es Flecken, Löcher, ist einfach abgetragen?
  • Kann ich es noch reparieren oder muss es ersetzt werden?
  • Darf das Teil auch für die kommende Saison im Schrank bleiben oder bekommt es erstmal eine Pause?

Teile, die sich nicht zum Lieblingsteil entwickelt haben oder solche, die nicht mehr zu retten sind, fliegen schonungslos raus. Saisonware wandert luftdicht verpackt in einen Koffer auf dem Speicher. Nur echte Lieblingsteile dürfen bleiben. Eine sehr befreiende Angelegenheit, die beim zweiten oder dritten Mal auch gar nicht mehr weh tut. Versprochen!

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Für den Herbst ergibt sich bei mir damit die folgende Bestandsaufnahme:

35 Teile. 17 selbstgenäht. 18 gekauft. 4 Hosen. 7 Blusen. 7 Shirts. 5 Pullis. 6 Jacken. 2 Röcke. 2 Kleider. 1 Partytop, 1 Partykleid für besondere Gelegenheiten. 22 Unis, 13 mit Muster. Allein 5 mal Streifen. (Jetzt wo ich es schreibe, fällt mir auf, dass das zu viele Shirts sind. Da kann ich noch mal ran…)

Seit einiger Zeit habe ich mir angewöhnt, alle meine Kleidungsstücke in den Schrank zu hängen. Selbst auf meiner einen Meter breiten Stange ist dafür bei einer solch übersichtlichen Garderobe Platz genug. So hat man alles morgens direkt im Blick und das Kombinieren fällt leichter.

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Außerdem sortiere ich nach Farben. So bekommt man schnell ein Gefühl dafür, welche Töne im eigenen Schrank überwiegen und welche Mangelware sind. Meine Farben sind nach wie vor creme, camel und royalblau als Grundfarben. Nude konnte sich nur bedingt durchsetzen, nicht zuletzt, weil es so wahnsinnig schwer ist, nudefarbene Stoffe mit warmem Unterton zu kaufen. Neben koralle gesellt sich im Herbst gelb als zweite Akzentfarbe dazu. Mehr braucht es nicht.

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An den Accessoires kann ich wohl noch ein wenig arbeiten. Dies wird einer der Schwerpunkte der kommenden Saison für mich sein, denn mit meiner Kleidung bin ich insgesamt sehr zufrieden. So zufrieden, dass ich im ganzen Jahr noch kein einziges Kleidungsstück für mich gekauft habe. Hast du eine Anleitung für ein ausgefallenes Statementschmuckstück? Dann her damit!

Auch mit meinen Schuhen bin ich eigentlich rundum zufrieden. Vier Paar, das reicht. Boots in camel. Chelseaboots in blau. Schnürer in nude. Chucks in creme. Auch hier gilt: weniger ist mehr.

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Das ein oder andere Teil wird natürlich trotzdem für mich entstehen in den kommenden Wochen. Und am 16.01. treffen wir uns dann hier zum ersten Zwischenstand. Bis dahin wünsche ich dir einen fantantischen Herbst!

Lena

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#myspringessentials – Rückblick. Ausblick. Und ein Kleid.

Kannst du dich noch erinnern? Vor einem Jahr habe ich gemeinsam mit Elke und Sindy das Projekt #myspringessentials gestartet. Und dir meine Nähpläne für den Frühling 2015 gezeigt. Eines der geplanten Stücke war das Kleid Rianne, das ich bei Elke auf dem Blog entdeckt hatte und das meine erste Begegnung mit der Zeitschrift la maison victor war. Die ich heute so liebe und aus der ein Großteil meiner Projekte, meiner capsule wardrobe stammt. Heute, fast genau ein Jahr später, kann ich dir endlich das fertige Kleid zeigen. Gut Ding will eben Weile haben.

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Das Kleid Rianne ist aus der la maison victor, Heft 2 2015. Ein unkompliziertes Sweatkleid mit überschnittenen Ärmeln und Tunnelzug in der Taille. Dass ich Streifen wollte, unregelmäßig, in marine und ecru, das wusste ich schon vor einem Jahr. Der passende Stoff fand sich dann im September, bei einem Besuch in der alten Heimat. Ein Viskosesweat mit Elasthan, herrlich weich, fließend und mit einem dezenten Glanz, der ihn wertig erscheinen lässt. Sandra und ich haben ihn zufällig auf dem Stoffmarkt wiederentdeckt und Sandra hat letzte Woche ein bezauberndes Shirt daraus gezaubert.

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Das Nähen zog sich dann noch einmal in die Länge, der Winter kam und mit ihm das Bedürfnis nach Wärmendem. Aber nun, nachdem der nächste Frühling sich ankündigt mit den ersten Krokussen und zartem Grün war die Zeit reif für Rianne. Und was soll ich sagen: Sie wird schon jetzt geliebt. Wie eigentlich alle Teile, die im Laufe des letzten Jahres für meine drei capsule wardrobes entstanden sind. Denn – und das ist für mich wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis des ganzen Projekts für mich – ich weiß wer ich bin. Was ich brauche. Und dass es eben eine gewisse Zeit braucht, DAS Teil für mich zu erdenken, zu entwerfen, zu nähen.

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Nach knapp einem Jahr capsule wardrobe kann ich sagen, dass sich meine anfänglichen Zweifel allesamt in Luft aufgelöst haben. Während des ganzen Jahres gab es nicht eine Situation, in der ich nicht gewusst hätte was ich anziehen soll. Hat mich nicht einer darauf angesprochen, wieso ich immer dasselbe trage. Und musste ich nicht einmal nackt aus dem Haus, weil sämtliche Kleidungsstücke in der Wäsche waren. Was aber geblieben ist, ist eine tiefere, innere Zufriedenheit. Ein Gefühl des Im-Reinen-Seins mit mir und meinen Kleidern.

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Deshalb wird es hier weiter gehen. Quasi #myspringessentials2.0. Mit der Hose der letzten Woche und mit Rianne ist ein Anfang gemacht zu einer Frühlingsgarderobe mit noch mehr Lieblingsstücken, mit noch mehr selbst genähtem. In den kommenden Wochen will ich noch einmal eine Bestandsaufnahme machen im Kleiderschrank, erneut aussortieren, was nicht geliebt wird oder was aus anderen Gründen ersetzt werden muss. Und ich werde Pläne schmieden für meine neue capsule wardrobe. Du kannst hier darüber lesen. Oder mach gleich mit, denn ich verspreche dir: es lohnt sich! Jede Menge Inspiration findet sich sicherlich hier.

Liebe Grüße, Lena

Schnittmuster robe rianne | la maison victor

Stoff Viskosesweat Allegra | beispielsweise von hier

linked with me made mittwoch | after work sewing

#myfallessentials | weniger kopf mehr spaß!

 

#myspringessentials. Theorie. Plan. Konzept. Hart erarbeitet. Heiß geliebt.

#mysummeressentials. Kreatives Chaos. Leichtigkeit. Leider kaum existent.

Und nun!?

#myfallessentials. Die goldene Mitte. Mit Kopf. Und Bauch. Und ganz viel Herz. Und wie!?

Zunächst einmal sind da all die Erkenntnisse aus den Frühlingsüberlegungen. Gedanken und Wörter, die ich heute noch genauso unterschreiben würde.
geborgen | klar | modern | wertig – diese Worte sind zum Maßstab für all meine Überlegungen, Nähprojekte und Shoppingtrips geworden und beschreiben mich und meinen Stil sehr treffend.

Was weiter bleibt, sind die grundsätzlichen Anforderungen an meine Garderobe: Ich möchte und muss erwachsen aussehen, seriös und gepflegt. Gleichzeitig muss alles so praktisch und pflegeleicht sein, dass ich mit dem Mops die Spielplätze unsicher machen und über meine Baustellen laufen kann. Eine Grundvoraussetzung dafür sind flache Schuhe. Außerdem haben die letzten Monate gezeigt, dass ich fast ausnahmslose Hosen trage. Daher habe ich Kleider und Röcke auf ein Minimum reduziert.
Gerade wenn es jetzt kälter und windiger wird, muss meine Kleidung warm sein. Ich will mich darin geborgen fühlen. Oversized spielt daher in dieser Saison eine große Rolle für mich. Und second layer. Halsnahe Ausschnitte, überlange Ärmel und Oberteile, die mindestens die Hüfte bedecken. Außerdem muss alles aus Naturmaterialien sein, viel Strick, Wolle und Baumwolle.

Dazu kam dieses Mal ein Gefühl. Ein klarer Stil in sanften Tönen. Wenig Kontraste, dezente Farben. Pudertöne. Sand. Metall. Matt und Glanz. Ein Spiel mit Texturen und Materialien. Unaufgeregt. Kaum Muster. Und doch etwas Besonderes, ganz Anderes als sonst. Vielleicht ein Hauch von rot. Eine Spur von Extravaganz.

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Und hier sind sie nun, meine #myfallessentials. Allesamt aus dem Bestand. Vorerst. Denn meine geplanten Nähprojekte sollen sie in den nächsten Wochen ergänzen, ersetzen, komplettieren.

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24 Teile, die noch durch einige selbstgenähte Stücke ergänzt werden sollen. Drei Paar Schuhe, darunter wunderbarste, neue Lackschuhe in puder. Bewährte Teile aus Wolle. Viel Blaues, Wollweiß- und Sandfarbenes. Wenig puder. Daran muss ich noch arbeiten. Und auch die roten Akzente fallen aktuell noch sehr sparsam aus.

Alle Stücke – die existierenden wie auch die geplanten – findet ihr hier in meiner #myfallessentials-Liste (klick aufs Bild macht es groß!).

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Was ich euch zudem schon seit den #myspringessentials schuldig bin, ist meine Schmuckauswahl. Zwei Armbänder. Zwei Paar Ohrstecker. Ok, drei. Schlichte, mattgoldene Kugeln gibt es auch noch. Und – ganz neu – eine Statementkette (Bilder reiche ich nach). Mehr braucht es nicht.

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Der Anfang wäre damit gemacht. Aber spannend wird es erst jetzt. Denn jetzt heißt es die Garderobe mit den richtigen Stücken zu ergänzen. Echte Lieblingsteile zu kreieren. Und immer wieder neue Kombinationen zu schaffen. Aber bitte ohne Zwang, dafür mit ganz viel Spaß! Besonders gefallen hat mir dazu der Ansatz von mellysews – ein #fashionsudoku. Wie clever ist das denn bitte!?

Also habe ich mich gleich an die Arbeit gemacht und mir eine Vorlage gebastelt: Man nehme ein Raster aus 4 x 4 Quadraten. Dazu braucht es vier Kategorien. Ich habe mich für tops (Shirts, Tops, Pullover), bottoms (Kleider, Röcke, Hosen), 2nd layer (Strickjacken, Jacken) sowie 3rd pieces (inspiriert von Sandra – Schuhe, Taschen, Accessoires) entschieden. Fotos von meinen #myfallessentials entwickelt. Von den bisher ausgewählten Stoffen Stücke in der gleichen Größe zugeschnitten. Und dann fröhlich losgepuzzlet. Im besten Fall ergeben sich entlang der Waagerechten, Senkrechten sowie der beiden Diagonalen insgesamt zehn Looks aus nur 16 Teilen, die für jede Menge Abwechslung im Kleiderschrank sorgen und einfach Spaß machen sollen.

Ergebnisse meiner Bastelei gibt es hier demnächst, genauso wie hoffentlich jede Menge neuer Lieblingsstücke. Wenn du dich auch im #fashionsudoku versuchen willst, kannst du gern meine Vorlage dazu nutzen. Und falls es dir noch an Inspiration fehlt, dann schau doch bei Sindy, Elke, Steffi, Cathrin und Sandra vorbei! Fünf wunderbare Frauen. Fünf wunderbare Ansätze. Fünf tolle capsule wardrobes.

Ich wünsche dir einen fantantischen Herbst!

Lena

 

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fall is coming – #myfallessentials

Als ich in den letzten Tagen die Wäsche aufgehängt habe und diverse kurze Hosen und Shirts in Händen hielt, die hier noch wenige Tage zuvor getragen wurden, kam mir der Sommer bereits unendlich weit weg vor. Fall is coming, da besteht wohl kein Zweifel. Dabei habe ich hier erst ein einziges Teil gezeigt, das für meine Sommergarderobe entstanden ist.

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Es gibt ja gemeinhin zwei Fraktionen von Menschen. Die einen, die sich auf den Herbst und alles, was er so mit sich bringt, freuen. Und die anderen, die dem Sommer bis nächstes Jahr April hinterhertrauern. Ich gehöre unumstritten zum zweiten Typ, weshalb ich heute noch ein letztes Mal wehmütig in Erinnerungen schwelgen und euch zumindest noch ein sommerliches Teil zeigen möchte.

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Das Shirt Indigo stammt aus der Sommerausgabe der La Maison Victor und wurde von Designerin Valerie Boone entworfen. Als einfacher Schnitt für Teenies gedacht, die erste Näherfahrung sammeln wollen, wartet er mit einer spannenden Schnittführung (angeschnittene Taschen, Ärmelnähte oben auf dem Arm), nur drei Teilen und angeblich non-existentem Nähaufwand auf. Ich muss allerdings ganz ehrlich sagen, dass mir selten ein Shirtschnitt mehr Nerven abverlangt hat als dieser hier.

Das Ergebnis indes überzeugt, obwohl es sich hier zunächst um ein Probeshirt aus einem letzten Rest melierten Jerseys vom Stoffmarkt handelt. Das Teil hat sich im Alltag bewährt und so wird sicher noch mindestens ein weiteres, optimiertes und ordentlicheres Shirt desselben Schnittes entstehen.

Nun aber stehen auch hier sowohl wetter- als auch nähtechnisch alle Zeichen auf Herbst. Und nachdem ich mit meinen #myspringessentials so glücklich war und die Sommergarderobe ohne die nötige Planung oft nicht zusammenpassen wollte, war ich der lieben Elke sehr dankbar, als sie vorgeschlagen hat, nun die #myfallessentials folgen zu lassen. Für mich der Schubser in die richtige Richtung, den ich brauche, um das Nähen für mich nicht zu vernachlässigen und mich wieder intensiver mit dem Thema capsule wardrobe zu beschäftigen. Und für euch die Möglichkeit, euch dieses Mal von insgesamt sechs tollen Frauen inspirieren zu lassen. Denn neben Elke und Sindy dürfen wir uns dieses Mal auch noch über Gedanken von Catrin, Sandra und  Steffi freuen.

#myfallessentials – ein Gefühl

Im Gegensatz zu den #myspringessentials, die ich sehr wissenschaftlich und theoretisch angegangen bin, habe ich für die #myfallessentials einen völlig anderen Ansatz gewählt. Denn dieses mal schwebte mir von vornherein ein ganz bestimmter Stil vor. Weniger ein konkretes Bild, als vielmehr ein Gefühl. Eine Garderobe in sanften, dezenten Farben. Pudertöne. Sand. Metall. Ein Spiel mit Texturen und Materialien. Unaufgeregt. Kaum Muster. Und doch etwas Besonderes, ganz Anderes als sonst.

#moodboard

Dieses Gefühl habe ich zunächst versucht zu verbildlichen. Und so toll und praktisch moderne Tools wie Pinterest sind – dieses Mal habe ich mich bewusst für ein Moodboard entschieden. Dieses ist in den letzten Wochen nach und nach gewachsen und gereift, es hängt direkt neben meinem Nähplatz und wer mir auf Instagram folgt, der hat schon einen Blick darauf werfen können. (klick aufs Bild macht’s groß!)

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Das Moodboard zeigt denke ich recht anschaulich, was ich mir vorstelle und wünsche. Da wären zunächst einmal die

#farben

Meine Wunschvorstellung sind #myfallessentials ausschließlich in Puder-, Gold- und Sandtönen. Da das nicht realistisch ist (jedenfalls wenn ich zumindest einen Teil meines bisherigen Kleiderschrankes weiternutzen möchte),  werde ich die Palette um Creme, ein warmes Robbenbraun und ein dunkles Marineblau ergänzen. Als Akzent dazu stelle ich mir ein warmes Tomaten- bis Burgunderrot vor.farben

Noch mehr als bisher möchte ich auf Muster verzichten. Allerhöchstens Streifen und dezente, klare, graphische Muster schweben mir vor. Im Wesentlichen möchte ich aber uni bleiben. Und – und das ist für mich eine völlig neue Erkenntnis – mir gefallen die monochromen Looks besonders gut. Denn als Elke bei ihren #myspringessentials die legendäre „Ein-Tag-In“-Serie startete, habe ich diese einfarbigen Looks noch kategorisch für mich ausgeschlossen. Heute strebe ich danach – ein Beispiel mehr dafür, welch starken Wandlungen unser eigener Stil doch immer wieder unterworfen ist.

 

#materialien

Im Herbst muss es für mich warm und kuschelig zugehen. Wolle ist da ein Muss und erste Wahl.  Am liebsten in Form von kuscheligem (Grob)Strick. Dazu Naturmaterialien wie Baumwolle oder Seide. Ein Spiel aus matt und glänzend, glatt und strukturiert. Gleiches gilt für die Accessoires – so stelle ich mir einerseits Schuhe in Lackleder vor, andererseits mattes Wildleder. Schmuck aus mattem Gold kombiniert mit glänzenden (nicht glitzernden!) Steinen.

Hier seht ihr eine Auswahl von Stoffen aus meinem Regal, die im Herbst zum Einsatz kommen sollen.

Stoffe

#schnitte

Was die Schnitte anbelangt, so habe ich denke ich mit den #myspringessentials meinen Stil gefunden und verfolge diesen nun konsequent weiter. Hochgeschlossene U-Boot-Ausschnitte. Turtleneck. Überschnittene, betonte Schultern. Schmale Taillierungen. Klare, geradlinige Schnitte. Kein Chichi. Reduced to the max.

Mit der La Maison Victor habe ich eine Zeitschrift gefunden, die genau diesen Stil widerspiegelt. In der mir in jeder Ausgabe gleich mehrere Modelle ins Auge springen, die ich unbedingt haben muss. Und die – und auch das ist nicht zu unterschätzen – wirklich gut passen. Aber auch die Burda bietet nach einigen stilistischen Entgleisungen im letzten Jahr wieder viele inspirierende, schlichte aber doch besondere Schnitte, die Lust aufs Nähen machen.

Nachdem ich mich selbst im Sommer (der bei mir gemeinhin DIE Kleiderzeit des Jahres ist) nur höchstselten zum Tragen eines Kleides hinreißen lassen konnte, möchte ich meinen Fokus verstärkt auf Hosen legen und die Röcke und Kleider in meiner capsule wardrobe auf ein Minimum reduzieren. Dafür möchte ich mit Hosenformen experimentieren, Neues probieren und endlich auch mal für mich die eine oder andere Hose nähen, nachdem meine beiden Männer schon mit unzähligen Exemplaren bedacht wurden.

#keypieces

Wie bei den #myspringessentials auch möchte ich den Herbst zunächst mit einer unperfekten, vielleicht sogar unvollständigen Garderobe aus dem Bestand beginnen, in der ich nach und nach Teile durch neue, selbstgenähte Stücke ersetze. Mit dieser Vorgehensweise bin ich gut gefahren, weil sie 1. ermöglicht, wirklich exakt an den Bedarf angepasst zu nähen, man 2. die notwendige Motivation zum Nähen hat und es einen 3. davor bewahrt, plan- und ziellos innerhalb kurzer Zeit eine komplette Garderobe zusammen zu kaufen oder zu nähen. Aus meiner Sicht ist der gesamte capsule wardrobe Gedanke ein einziger, großer Prozess. Ein ständiges Fließen und Werden, dem ich auf diese Weise am besten Rechnung tragen kann. Einige feste Projekte habe ich dennoch bereits jetzt im Kopf. Hier mal meine aktuellen 10 Favoriten. Mal sehen, wie viele tatsächlich umgesetzt werden.

Parka plus Futterjacke

Wie in meinem ersten Post zu den #myspringessentials beschrieben, habe ich einen nicht unerheblichen Teil der letzten drei Jahre in einer 3-in-1 Funktionsjacke verbracht. Dies soll nun definitiv der Vergangenheit angehören, weshalb ein Parka mit passender, aber auch separat zu tragender Futterjacke ganz oben auf meiner to-sew-Liste steht. Ausgangsidee war der Handmade-Kultur-Parka, den ihr beispielsweise hier bei froebelina bewundern könnt. Der Parka Polly aus der aktuellen LMV hat es mir mit seiner außergewöhnlichen Schnittführung allerdings noch mehr angetan, so dass es wohl auf dieses Modell in einer wie sollte es auch anders sein verlängerten und leicht abgewandelten Form hinauslaufen wird. Am liebsten in einer puderfarbenen Garbadine mit goldenem Reißverschluss und mit einer Futterjacke aus Strickfleece.

Culotte

Da ich eigentlich Röcke und Kleider liebe, sie aber jobtechnisch wirklich nicht tragen kann, möchte ich mich an einer Culotte versuchen. Den passenden Schnitt dazu habe ich bereits in der Burda 4/2015 gefunden und sogar schon abgezeichnet. Fehlt nur noch der passende Stoff. Hier schwebt mir eine puderfarbene Wollmischung mit Fischgrätstruktur vor. Gut, dass ich keine genauen Vorstellungen habe!

Jogginghose

Wie bereits gesagt möchte ich meinen Fokus vermehrt auf Hosen legen. Hier möchte ich mich auch an der momentan so angesagten „eleganten Jogginghose“ versuchen. Stoff der Wahl ist ein puderfarbenes Wildlederimitat vom Stoffmarkt (im Bild 2. von rechts) in Kombination mit Kupfer oder Gold. Als Schnittmuster möchte ich Hose Mira aus der LMV Ausgabe 4 testen. Ihr dürft gespannt sein, ich bin es auch.

Bikerjacke

Bereits im letzten Jahr wollte ich mir unbedingt eine Bikerjacke nähen. Allerdings nicht aus Leder, sondern aus Wollwalk! Kuschelig warm, bequem und als stylische Alternative zum Blazer im Büro. Der robbenbraune Walk liegt schon seit Jahren im Regal (im Bild 3. von links). Letztes Jahr scheiterte das Projekt am Schnittmuster, aber mit der Jacke „Liv“ aus der LMV Ausgabe 1 habe ich genau den Schnitt gefunden, der mir für dieses Projekt vorschwebt.

Strickkleid

Ganz ohne Kleider kann und will ich nicht leben. Schließlich erstreckt sich die Herbst-Capsule tatsächlich bis Weihnachten! Daher möchte ich ein Strickkleid, gern aus kuscheligem Wollstrick, das man sowohl gemütlich mit dicken Strumpfhosen als auch edel kombinieren kann. Als Schnittmuster kommt hier natürlich nur eines in Frage: else – what else!?

Kuscheljacke

Für den Herbst braucht es dringend eine kuschelige Sweatjacke. Der sandfarbene, melierte und wunderbar angeraute Sweat liegt schon bereit. Der Schnitt will noch gefunden werden. Ich stelle mir etwas ohne Kapuze und dafür mit großem Kuschelkragen vor, da die Kapuzen mich ohnehin immer stören.

Jeanshemd

Ich kann nicht sagen warum, aber ich BRAUCHE diesen Herbst ein Jeanshemd. Das ist sicher. Aus wunderbar weichem, stretchigem, dunklem Denim. Wenn ich mir die restliche to-sew-Liste so ansehe, sollte ich dieses wohl fertig im Laden suchen…

Printshirt

An der Shirtfront bin ich chronisch unterbesetzt. Daher müssen hier sicher mehrere neue Teile entstehen, auf jeden Fall aber ein Longsleeve mit überschnittenen Schultern, aus wollweißem Flammgarn und mit Metall-Print – inspiriert von diesen wunderbaren Shirts der lieben Sandra.

Blusenshirt

Ich liebe momentan Blusenshirts. Also Shirts aus Webware, allerdings ohne die klassischen Blusendetails wie Kragen, Knopfleiste oder Manschetten. Elegant genug fürs Büro, aber trotzdem jung und modern. Und hier könnte es tatsächlich passieren, dass ich mich zu einem Exemplar mit Schößchen hinreißen lasse. Warten wir es ab…

Jacken, Jacken, Jacken

Wenn ich wollte, könnte ich meine gesamte capsule wardrobe mit Jacken auffüllen, so viele Nähideen habe ich aktuell. Ein Sweat-Blazer aus Steppsweat? Eine Kimonojacke? Eine Wickeljacke wie hier in der aktuellen Burda? Ein Poncho?

Was sind eure Favoriten für den Herbst? Worauf möchtet ihr keinesfalls verzichten?

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig inspirieren und vor allem den Sommermenschen da draußen (und mir) zeigen, dass auch der Herbst eine tolle Jahreszeit ist, die nähtechnisch einiges zu bieten hat. Und weil meine to-sew-Liste noch nicht lang genug ist, werde ich jetzt noch eine Runde beim RUMS sehen und schauen, was die wunderbaren Frauen dort alles zu zeigen haben!

Seit auch nächste Woche dabei, wenn die wunderbare Catrin vom stoffbuero ihre Gedanken zum Thema #myfallessentials mit uns teilt!

Liebe Grüße

Lena