#mopszeit mit bethioua kids

Hier auf dem Blog gab es schon lange keine Mops-Sachen mehr. Was nicht daran liegt, dass ich nichts für ihn genäht hätte. Im Gegenteil. Der Mops wächst aktuell wieder wie Unkraut und Elke’s Hinweis, dass man Kindersachen auch kaufen kann, will nicht so recht bei mir ankommen. Aber der junge Mann steht aktuell deutlich lieber hinter als vor der Kamera. Und zwingen mag ich ihn nicht.

bethiouakids2

Am Sonntag durfte ich dann doch mal wieder ein paar Bilder von ihm machen, denn seinen neuen Fischepulli liebt er besonders. Genäht ist er nach dem neuen Schnitt „Bethioua Kids„, den mir die wunderbare Elke aka Elle Puls kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Schau unbedingt mal auf Elke’s Blog vorbei – es waren so viele wunderbare Bloggerinnen mit an Bord und es sind unzählige tolle Versionen entstanden! Hier kannst du sie bewundern und weitere Details zum Schnitt erfahren.

bethiouakids4

Bethioua ist auf den ersten Blick ein Raglanshirt mit leichten Fledermausärmeln. Der Clou zeigt sich in der Rückansicht, die eine runde Linienführung aufweist und damit besonders Streifenstoffe ganz fantantisch in Szene setzt! Wie immer ein Teil mit dem gewissen Elke-Extra, das ich so an ihr mag!

bethiouakids5

Und auch das Ebook selbst weist einige durchdachte Extras auf: So kannst du vor dem Druck die Wunschgröße auswählen, damit dir die Liniensuche beim Zuschnitt erspart bleibt. Und es ist eine Version im A0-Format enthalten, die du bequem im Copyshop drucken lassen kannst, wenn dich das Ebook-kleben nervt. Clever, oder?

bethiouakids1

Die Hose habe ich dir bereits hier gezeigt. Sie wird nach wie vor heiß geliebt und musste daher mit ein paar Knieflicken aus einer anderen alten Jeans geflickt werden. Quasi das dritte Leben für meine alte Hose!

Den Stoff habe ich übrigens beim Nähbloggertreffen in Köln gekauft, wo ich mit der lieben Sandra ganze drei Stunden im neuen Stoff und Stil verbracht habe. So wunderschön! Wenn ich dazu komme, zeige ich euch noch ein paar Bilder von diesem tollen Wochenende.

Jetzt stürze ich mich aber erstmal in die Weihnachtsvorbereitungen. Und in ein bisschen selfish sewing. Mehr dazu am Mittwoch an dieser Stelle, stay tuned…

Ich wünsche dir einen fantantischen Advent!

Lena

 

Shirt Schnitt | Bethioua by ellepuls

Shirt Stoff | stoff und stil

Jeans | hier

linked with | made4boys | fürsöhneundkerle | outnow

 

somewhere beyond the sea…

Wo genau ich zum ersten Mal von der Aktion #thisisnotokay von mami made gelesen habe, kann ich gar nicht mehr sagen. Wohl aber, dass ich sofort Feuer und Flamme war und wusste: da muss ich dabei sein! Denn wer in seinem Leben schon mal selbst ein Shirt genäht hat, dem muss doch zwangsläufig schlecht werden, wenn er beim Discounter das Doppelpack Kindershirts für 3,99 in der Hand hält. Schnitt und Stoff kaufen, zuschneiden, nähen, Transport, Handel für unter zwei Euro – wie soll das bitte funktionieren? Nur auf Kosten der Schwächsten – der Näherinnen.

jumpsuit3

Als berufstätige Mutter ist meine Nähzeit naturgemäß mehr als begrenzt. Gleichzeitig versuche ich, für den Mops (und neuerdings auch für mich) möglichst alles selbst zu nähen. Hauptsächlich, weil es dann genau so wird, wie ich es mir vorstelle und wie wir es brauchen. Weil es mir Spaß macht. Aber auch, weil ich dadurch genau weiß, dass das Teil höchstens auf Kosten meines Nachtschlafes entstanden ist, nicht aber auf Kosten von Frauen oder Kindern, die für einen Hungerlohn in Textilfabriken arbeiten und ihr Leben riskieren.

jumpsuit2

Allein dadurch komme ich nicht in die Situation, mehr zu nähen als wir brauchen und überlege im Vorfeld genau, was  aktuell die höchste Priorität hat. Alles andere kaufe ich nach Möglichkeit Second Hand. Ich kann qualitativ hochwertige Markenteile kaufen, die mir im Laden sicher viel zu teuer wären und habe zusätzlich die Gewissheit, dass alle Schadstoffe beim x-fachen Waschen entfernt wurden.

jumpsuit6

Die Teile, die ich für den Mops neu im Laden gekauft habe, lassen sich wahrscheinlich an zwei Händen abzählen. Die #myspringessentials und die Überlegungen, die ich in dem Zusammenhang angestellt habe, haben mein Näh- und Kaufverhalten zusätzlich sensibilisiert. Ich will gar nicht sagen, dass jeder all seine Klamotten selbst nähen muss. Und ich habe volles Verständnis dafür, wenn man kein Geld hat, seine gesamten Sachen bei Biolabels zu kaufen. Aber ich denke, dass jeder sich zumindest fragen sollte, ob das eine oder andere Teil wirklich erforderlich ist. Und ob man nicht lieber ein hochwertiges Teil Second Hand kaufen sollte, als jede Menge Preiswertes beim Discounter. Viele kleine Momente machen da die große Veränderung aus denke ich.

jumpsuit1

Dass ich also bei der Aktion dabei sein wollte, stand damit fest. Genauso schnell war klar, welches Projekt ich zeigen möchte: Eines meiner liebsten #mysummeressentials, den Jumpsuit Josie aus der La Maison Victor.  Einen Jumpsuit wollte ich schon lange mal nähen. Im Job kann ich keine Kleider und Röcke tragen, also musste eine Alternative für den Sommer her. Und mit den La Maison Victor Schnitten war ich bislang sehr glücklich (zu sehen beispielsweise hier).

jumpsuit8

Ich wäre allerdings nicht ich, wenn ich den Schnitt einfach so genäht hätte. Erster Grund dafür war meine Stoffwahl: ein stretchiger Baumwollstoff mit Fischprint vom Stoffmarkt. Offenbar aus der Produktion eines namhaften Damenmodenherstellers, ich habe jedenfalls eine Kaufhose aus ebendiesem Stoff entdeckt. Der Stoff ist übrigens eigentlich so bedruckt, dass die Fische senkrecht nach oben und unten schwimmen. Ich fand das blöd und habe den Stoff um 90° gedreht. Der Stoff war außerdem wesentlich fester als der vorgesehene Viskosestoff. Deshalb (und wegen der nicht unbeträchtlichen Differenz von zwei Größen zwischen oben und unten) fiel die Hose furchtbar, so dass ich zwei Abnäher hinten ergänzt habe.

collage1

 

Die gravierenderen Änderungen habe ich am Oberteil vorgenommen. Um das Fischmuster nicht unnötig zu unterbrechen, habe ich das Vorderteil im Stoffbruch zugeschnitten und den Reißverschluss nach hinten verlegt. Außerdem war mein Stoff für die Raffung im Rückenteil zu fest, so dass ich das Rückenteil komplett neu gezeichnet habe. Den Halsausschnitt habe ich ubootiger gemacht und – nachdem vom Originaloberteil ohnehin nichts mehr übrig war – hinten noch einen fischförmigen Ausschnitt ergänzt.

jumpsuit5  jumpsuit7

 

 

Das einzige, was mich wirklich Nerven – und jede Menge Zeit – gekostet hat, war das Fotografieren. Schließlich sollte es perfekt werden und ich hatte so genaue Vorstellungen. Mal war das Wetter zu schlecht. Dann war alles perfekt und der Mops hat mir nach zwei Minuten so einen fetten Fleck auf den Jumpsuit gemacht, dass kaschieren unmöglich war. Jetzt am Sonntag hat aber endlich alles gepasst. Zu 100% zufrieden bin ich zwar nicht, aber man braucht immer noch Potential, um sich zu steigern. Oder?

jumpsuit4

Jetzt aber genug der Worte und ab mit diesem Herzensprojekt zum RUMS und zu mami made, denn #thisisnotokay! Vielen lieben Dank, liebe Susanne für die Organisation dieser tollen Aktion!

Alles Liebe,

Eure Lena

PS: Auf einigen Bildern seht ihr übrigens meine wunderschöne neue Tasche von june. Hätte ich sicher auch selbst nähen können. Aber wie schon gesagt: meine Nähzeit ist sehr begrenzt. Taschen nähe ich nicht gern. Und andere Frauen können auch toll nähen, wie sicher auch hier heute wieder bewiesen wird.

Jumpsuit Schnittmuster Josie von La Maison Victor | Stoff vom Stoffmarkt

Tasche june shop | dawanda

Sandalen Birkenstock | made in germany

Schmuck Niessing | made in germany

Brille mykita | made in Germany