#cosyloungewear – alexandria peg trifft frau nora

Ganze neun Monate ist er her mein letzter Blogpost. Kaum zu glauben! Mein wordpress-Passwort war zum Glück gespeichert, ich weiß nicht, ob ich es noch hintereinander bekommen hätte. Aber nun melde ich mich zurück. Und was wäre ein besseres erstes Projekt als ein gemütliches Outfit zum Stillen, zum Spielen mit den Kindern, zum Stricken auf der Couch – das aber gleichzeitig auch angezogen genug ist, um damit zum Bäcker zu flitzen oder den Großen aus der Kita zu holen!? Mein Beitrag zur Reihe #cosyloungewear von Catrin/stoffbüro und Dominique/creamino.

  

Den Schnitt Frau Nora habe ich schon oft auf diversen Blogs bewundert. Und weil ich überschnittene Schultern und halsnahe/hohe Ausschnitte gerne mag, war klar, dass meine Frau Nora ein Lieblingsteil werden würde. Genäht ist sie aus Sommersweat mit karamellfarbenen Streifen vom Stoffmarkt, den Beleg habe ich aus dem passenden Bündchenstoff genäht. Den ich unbedingt mitkaufen musste, denn was gibt es besseres als perfekt passende Bündchenstoffe!? Das Nähen geht einfach und schnell von der Hand, wobei schnell für mich in Zahlen das heißt (ich habe extra mal die Stoppuhr mitlaufen lassen):

Kleben des Papierschnittes, Nahtzugaben und ausschneiden – 55 Minuten
Zuschnitt – 50 Minuten (ich bin ein Streifenmonk, uni hätte es wahrscheinlich nur halb so lange gedauert)
Nähen und Bügeln – 75 Minuten
Gesamt – gut 3 Stunden

Von dem häufig auf Blogs gelesenen „Ich habe mir in dreißig Minuten vor der Party noch mal eben ein neues Shirt genäht“ bin ich somit weit entfernt, aber für mich muss ein Teil auch von innen wie von außen gut verarbeitet sein, damit es ein Lieblingsteil werden kann.

Die Patches mit den Kakteen hatte ich bei stoff und stil entdeckt und ich finde sie passen perfekt zum Pulli. Ich habe mich trotzdem dagegen entschieden sie aufzubügeln, sondern habe auf der Rückseite jeweils eine Sicherheitsnadel angenäht, sodass ich den Pulli auch mal anders stylen oder ein anderes Kleidungsstück mit den hübschen Kakteen pimpen kann.

Die passende Hose ist eine alexandria peg pant von named, tatsächlich schon meine zweite. Von der ersten gibt es leider noch keine brauchbaren Bilder, denn die Zeitspannen wo ich fleckenfrei bin und Zeit für Fotos habe, sind mit zwei Kindern tatsächlich extrem begrenzt. Ich liebe den Schnitt sehr und mag vor allem die Bundkonstruktion mit der Tasche, die unter einer der Bundfalten verschwindet. Außerdem ist die Passform perfekt für mich, keine Änderungen notwendig. So mag ich das! Der Stoff ist ein Sommersweat aus dem Stoffbüro, der nosh sweat uni mokka. Von Catrin für mich ausgewählt passt er perfekt zu mir und meiner Garderobe. Und ist so weich und gemütlich und dabei so formstabil, dass man die Hose eben nicht nur auf der Couch tragen kann. Ein paar hübsche Details wie goldene Ösen, verzierte Bindebänder und kontrastfarbene Taschenfutter machen das Teil zu MEINEM Teil. So muss es sein.

Und nun wünsche ich dir einen fantantischen, cosy Herbst und gelobe mit dem nächsten Post nicht wieder neun Monate zu warten.

Lena

Schnitt Frau Nora | Hedi näht
Stoff  Stoffmarkt | Alternativen zum Beispiel hier
Patches stoff und stil

Schnitt alexandria peg trousers | named patterns
Stoff  NOSH :: sweat uni mokka ( vom stoffbüro zur Verfügung gestellt)

linked with rums | ich näh bio

 

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#myspringessentials | streifenliebe kielo wrap dress

Nach dem Federkleid-Jacquard, den ich dir hier als lässigen Blouson-Cardigan gezeigt habe, durfte ich einen zweiten Stoff aus der neuen stoffbüro-Frühlingskollektion vernähen: die Streifenliebe in mandarine/offwhite. Hiebei handelt es sich um einen Singlejersey mit Elasthananteil, ebenfalls aus dem Hause Albstoffe und natürlich in Bio-Qualität. Wenn du mehr über die stoffbüro-Frühlingskollektion erfahren willst, klickst du dich am besten rüber zu Catrin. Dort siehst du auch jede Menge fantantischer Designbeispiele.

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Bezüglich des Schnittes musste ich dieses Mal nicht lange überlegen. Denn dass ich mir das kielo wrap dress von named patterns als Umstandskleid nähen will, stand schon lange fest, bevor ich überhaupt schwanger war. Spätestens seit der kostenlosen Ärmel-Erweiterung von named und der Umstandsversion von Tina Wheeze hatte dieser Schnitt einen festen Platz auf meiner To-Sew-Liste.

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Das Kleid habe ich zunächst ohne Änderungen in meiner Vor-Schwangerschaftsgröße genäht. Und der Schnitt ist super! Lediglich die Gesamtlänge habe ich nach der ersten Anprobe um ca. 15-20 cm gekürzt. Ansonsten ist alles genau wie im Schnitt vorgesehen. Ich finde die Abnäher sitzen perfekt und auch sonst ist das Kleid wirklich durchdacht und dabei super einfach zu nähen. (Wenn man denn erstmal den Zuschnitt aus dem Streifenstoff hinter sich gebracht hat.) kielo7

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Für den Halsausschnitt habe ich einen kontrastfarbenen Jerseystreifen zur Versäuberung verwendet. Ok, der Kontrast ist nicht wahnsinnig groß. Aber für mich geht es als Kontrast durch! Und ich bin mit der Optik und der Verarbeitung wirklich zufrieden.

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Das Kleid trägt sich wirklich total bequem und lässt sich auf zwei Arten binden – wahlweise mit vorn oder hinten überlappenden Seitenteilen. Während mir vorn besser gefällt, präferiert mein Mann die hinten-Variante. Ansonsten sind die Reaktionen auf das Kleid sehr gemischt. Während ich aufgrund der Masse an Streifen zwischendurch die Befürchtung hatte, im fertigen Kleid wie ein wandelnder Strandkorb auszusehen, bin ich nun vom Ergebnis sehr angetan. Aus meinem Umfeld kamen hingegen Reaktionen von „Nachthemd“ bis „Tonne“. Was meinst du? Tragbar oder besser nur was für die Couch oder den Strand?

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Ich wünsche dir ein frühlingshaftes Wochenende und verabschiede mich für heute mit DEM kielo-Foto.

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Liebe Grüße, Lena

Schnitt kielo wrap dress | named patterns | kostenlose Ärmelerweiterung

Stoff Streifenliebe mandarine/offwhite | stoffbuero

Blazer hier gebloggt

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#myspringessentials | Blouson-Cardigan auf meine Art

Eine Woche obstruktive Bronchitis. Eine Woche Virusinfekt der Lymphknoten. Ein Wintermantel, in den die Babyplauze schon seit Wochen nicht mehr reinpasst. Und beim allmorgendlichen Kratzen komme ich nicht mehr an die Mitte der Windschutzscheibe dran. Hand hoch wer auch dringend endlich Frühling braucht!

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Die liebe Catrin vom Stoffbüro sorgt nun zumindest an der Nähmaschine schon mal für Frühlingsgefühle mit ihrer zweiten großen ::stoffbüro::-Kollektion. Wie schon die erste Kollektion, die ich dir hier vorstellen durfte, handelt es sich um Jerseys und Jacquard-Strickstoffe in Bio-Qualität aus der Herstellung von Albstoffe. Alle Stoffe sind farblich perfekt aufeinander abgestimmt und kommen in vier Farbstellungen für die vier verschiedenen Farbtypen daher. Die Designs stammen dieses Mal aus der Feder von Petra aka pedilu.

Für uns Frühlingsfrauen hat Catrin dieses Mal drei spezielle Stoffe im Angebot:

  • Den Jacquard-Reliefstrick Tangram in camel und offwhite
  • Den Ringeljersey Streifenliebe in mandarine und offwhite
  • Den Jacquard-Strick Federkleid in camel und offwhite

stoffe

Wenn du die gesamte Kollektion und jede Menge wahnsinnig tolle Designbeispiele sehen möchtest, dann klick dich rüber zu Catrins stoffbuero-Blog.

Als ich den Federkleid-Strick das erste Mal gesehen hatte, war mir sofort klar, dass daraus eine neue Strickjacke für mich werden soll. Elkes neuen Cardison-Schnitt finde ich zwar großartig, aber für mich scheidet er aus zwei Gründen aus. Ich brauche meine Ärmel (über)lang, weil ich sonst immer kalte Hände habe. Und ich würde mich mit den weitgeschnittenen Ärmeln schwer tun. Solltest du aber auf der Suche nach einem Schnitt mit dem gewissen Etwas für einen Blouson-Cardigan-Mix sein, dann schau dir unbedingt mal Elkes Schnitt und die tollen Designbeispiele dazu an!

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Meine zweite Inspiration war der wahnsinnig coole Lisbon-Cardigan von Ulrike von moritzwerk. Da ich aber immer für Nachhaltigkeit (und ein kleiner Sparfuchs) bin, habe ich mich in meiner Schnittmustersammlung umgesehen, ob es dort nicht einen vergleichbaren Schnitt gibt. Und ich bin tatsächlich fündig geworden mit dem naomi cardigan aus der la maison victor November/Dezember 2015. Schnitte aus der lmv haben sich bei mir hinsichtlich Passform und Stil schon oft bewährt. Also habe ich mir den Cardigan-Grundschnitt abgezeichnet und einige Änderungen vorgenommen, um ein bisschen was vom coolen Stil von Elke und Ulrike mitzunehmen. Meine Änderungen waren im Einzelnen:

  • Vorne habe ich eine angeschnittene Knopfleiste ergänzt. Dazu habe ich das Vorderteil ausgehend von der vorderen Mitte um die 1,5 fache Knopfleistenbreite plus Nahtzugabe verbreitert.
  • Die Ärmel habe ich um 5 cm gekürzt und dafür 5 cm breite Bündchen angesetzt.
  • Am Saum habe ich ein 4 cm breites Bündchen angesetzt. Um einen möglichst echten Collegejacken-Blouson-Stil zu erhalten, habe ich die vorderen 8 cm des Bündchens aus dem Hauptstoff gearbeitet.
  • Für den Kragen habe ich einen Bündchenstreifen in der Länge Halsausschnitt * 0,8 und Breite 5 cm + 2* Nahtzugabe zugeschnitten, zur Hälfte gefaltet und an den Enden bis auf eine Nahtzugabenbreite schräg zugeschnitten.

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Herausgekommen ist ein absolutes Lieblingsstück. Die Jacke ist durch den kuschelig weichen Jacquardstoff herrlich bequem und passt von den Farben perfekt in meine capsule wardrobe. Der edle Stoff und die Perlmuttknöpfe machen die Jacke chic genug fürs Büro und gleichzeitig wirkt sie durch die Blouson-Elemente lässig und modern. Ein echtes Lieblingsstück!

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Wenn du nun trotzdem mal einen Cardison aus dem tollen Federkleid-Jacqurad sehen magst, dann solltest du unbedingt mal hier bei Tamara von sprungfaden vorbei schauen. Und Catrin hat persönlich einen Lisbon Cardigan aus Federkleid genäht. Zwei von unzähligen tollen Designbeispielen, die Catrin hier auf ihrem Blog gesammelt hat. Und am Donnerstag gibt es auch hier noch ein weiteres Lieblingsprojekt…

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Ich wünsche dir eine fantantische Woche!

Liebste Grüße, Lena

Schnitt naomi cardigan | la maison victor | November/Dezember 2015

Stoff Federkleid | stoffbüro

Shirt Else | schneidernmeistern | hier gebloggt

 

 

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#myfallessentials – alles bleibt anders

Drei Monate ist es her, dass Elke, Sindy, Steffi, Marina, Eveline und ich dir unsere Pläne für unsere Herbstgarderobe vorgestellt haben. Sechs ganz unterschiedliche Interpretationen der #myfallessentials. Heute ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme. Was ist in den letzten drei Monaten passiert? Wie sind unsere Pläne aufgegangen? Was werden wir den Rest des Winters tragen?

myfallessentials2016

Bei mir ist das schnell erzählt: nichts. Weder der Blog noch die Nähmaschine haben mich in den letzten drei Monaten gesehen. Ich habe nicht ein einziges Kleidungsstück für mich genäht. Viel lieber habe ich meine Zeit in den vergangenen Monaten mit spucken und schlafen verbracht, denn ich werde im Mai wieder Mama!

Die körperlichen Veränderungen, die solch eine Schwangerschaft mit sich bringt (bislang 5 Kilo und fast 30 cm Bauchumfang mehr) haben natürlich einen großen Einfluss auf den Kleiderschrank.

Byebye #myfallessentials, hello #mymaternityessentials!

Also war es Zeit für eine erneute Bestandsaufnahme. Jede Menge Teile mussten den Schrank verlassen, meine Umstandssachen aus der Mopsschwangerschaft (eine Jeans, ein Jeansrock, zwei Blusen) durften einziehen. Und weil Nähen in den letzten Monaten tatsächlich keine Option war, habe ich mein selbstauferlegtes Klamottenkaufverbot für 2016 nur zwei Tage vor Ablauf des Jahres gebrochen und einige Oberteile gekauft, damit ich überhaupt noch was fürs Büro anzuziehen habe.

#mylooks

Das mit Abstand am häufigsten getragene Kleidungsstück ist meine Umstandsjeans. Dunkelblau und mit geradem engem Schnitt ist sie ein echtes Everyday-Basic und lässt sich mit Oversize-Pullover genauso kombinieren wie mit Bluse und Strickjacke fürs Büro. Ich habe sie in der ersten Schwangerschaft in einer extra Umstandsboutique gekauft und sie war sauteuer, aber Qualität zahlt sich hier definitiv aus!

In der Freizeit gern getragen ist meine rosa Wildlederjogginghose. Sie kombiniere ich gern mit Jeanshemd, wahlweise offen oder halb geschlossen, was gerade noch geht.

jogginghose8

Was immer geht ist meine Wollwalkbikerjacke. Die trage ich als Blazerersatz im Büro und am allerliebsten in der Kombi mit creme-blauem Ringelshirt.

walkjacke8

#myplans

Da die Übelkeit mich nun endlich nicht mehr Vollzeit im Griff hat, hoffe ich noch einige Nähpläne umsetzen zu können. Der Markt an Umstandsschnitten ist zwar sehr begrenzt. Aber die derzeitige Mode mit ihren Oversizepullis und Jogginghosenschnitten ist ohnehin äußerst schwangerenfreundlich. Ich habe mir fürs erste die folgenden Schnitte ausgesucht:

Burdastyle bietet einige spezielle Umstandsschnittmuster an. Diese Hose wollte ich schon in der letzten Schwangerschaft nähen, vielleicht gelingt es mir dieses Mal ja. Schlicht und gerade geschnitten und die Kritiken sind allesamt gut. Ich würde allerdings sowohl vorn als auch hinten Taschen ergänzen.

Für den Blusensewalong bei ellepuls habe ich mir dieses Hemdblusenkleid ausgesucht. Ein modernes, lässiges Teil mit dem gewissen Etwas. Blauer Chambray liegt schon bereit. Bist du  beim Blusensewalong auch dabei?

Ebenfalls gefällt mir dieser Umstandsblazer, der sicher auch nicht schwanger eine gute Figur macht, weil man ihn dann wohl geschlossen tragen kann. So ein Blazer ist eine tolle Alternative zur lockeren Strickjacke und wertet jedes Outfit gleich auf.

Aber auch viele herkömmliche Schnitte lassen sich in der Schwangerschaft nähen, teils ganz ohne und teils mit kleineren Änderungen. Named bietet mit den alexandria peg trousers und dem kielo wrap dress gleich zwei Schnitte, die mir schwangerschaftstauglich erscheinen. Eine Umstandsversion des kielo dress hat beispielsweise Tina Wheeze genäht. Beide Schnitte liegen schon gedruckt bereit, Stoff ist vorhanden.

Strickjacken gehen ja bekanntlich immer und als ich Ulrike von moritzwerk in ihrer Schwangerschaftsversion des Lisbon Cardigan gesehen habe, war klar, dass ich diesen Schnitt auch für meine #mymaternityessentials brauche.

05_lisbon-cardigan_moritzwerk

Ein Schnitt der mich außerdem total reizt, ist der Sirius Sweater von I AM patterns. Ich kann mir gut vorstellen, dass mit einer leichten Änderung des Vorderteils dieser Schnitt schwangerschaftstauglich wird. Ich hoffe, dass ich dir bald darüber berichten kann…

Und was ist aus meinem Vorsatz geworden, Accessoires und Statementschmuck für mich zu entwerfen? Nun, wie du dir vorstellen kannst nicht viel. Zum Glück gibt es da aber den Lieblingsmann, der mir zum Hochzeitstag die schönste aller Ketten entworfen und 3D-drucken hat lassen. Für mich das schönste Statement, das ich tragen kann!

Mehr gibt es hier heute leider nicht zu sehen. Für Fotos war im Leben 1.0 diesmal leider kein Platz. Aber das macht nichts, denn die anderen fünf wunderbaren Mädels haben allesamt inspirierende, kreative, motivierende Beiträge verfasst, die Lust machen, sich auch mal näher mit dem Thema capsule wardrobe zu beschäftigen. Wenn du magst, kannst du deine Gedanken zum Thema auch bei Elke auf dem Blog verlinken. Ich bin gespannt!

Elke von ellepuls

Sindy von mein gewisses etwas

Steffi von herzekleid

Marina von metterlink

Eveline von froelein tilia

Ich wünsche dir ein kreatives, gesundes und rundum glückliches 2017!
Lena

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#myfallessentials | Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da…

Der Herbst ist da. Zeit für eine neue Runde der #myfallessentials! Und weil es im vergangenen Jahr so viel Spaß gemacht hat, hat die liebe Sindy erneut eine bunte Runde fantantischer Bloggerinnen eingeladen, ihre Gedanken zum Thema aufzuschreiben. Schau unbedingt mal bei Sindy, Elke, Marina, Steffi und Eveline vorbei! Jede von uns verfolgt einen ganz anderen Ansatz auf dem Weg zu ihren persönlichen #myfallessentials – und gerade das macht es so spannend.

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Eine neue Jahreszeit bedeutet für mich immer zunächst einmal Bestandsaufnahme. Einmal reinen Tisch machen, bitte. Seit ich mich mit dem Thema Capsule Wardrobe beschäftige (und das sind mittlerweile eineinhalb Jahre) räume ich meinen Schrank zu Beginn jeder Saison einmal komplett leer, hinterfrage jedes Teil kritisch:

  • Habe ich das Teil in der vergangenen Saison gerne getragen?
  • Ist es noch tragbar oder hat es Flecken, Löcher, ist einfach abgetragen?
  • Kann ich es noch reparieren oder muss es ersetzt werden?
  • Darf das Teil auch für die kommende Saison im Schrank bleiben oder bekommt es erstmal eine Pause?

Teile, die sich nicht zum Lieblingsteil entwickelt haben oder solche, die nicht mehr zu retten sind, fliegen schonungslos raus. Saisonware wandert luftdicht verpackt in einen Koffer auf dem Speicher. Nur echte Lieblingsteile dürfen bleiben. Eine sehr befreiende Angelegenheit, die beim zweiten oder dritten Mal auch gar nicht mehr weh tut. Versprochen!

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Für den Herbst ergibt sich bei mir damit die folgende Bestandsaufnahme:

35 Teile. 17 selbstgenäht. 18 gekauft. 4 Hosen. 7 Blusen. 7 Shirts. 5 Pullis. 6 Jacken. 2 Röcke. 2 Kleider. 1 Partytop, 1 Partykleid für besondere Gelegenheiten. 22 Unis, 13 mit Muster. Allein 5 mal Streifen. (Jetzt wo ich es schreibe, fällt mir auf, dass das zu viele Shirts sind. Da kann ich noch mal ran…)

Seit einiger Zeit habe ich mir angewöhnt, alle meine Kleidungsstücke in den Schrank zu hängen. Selbst auf meiner einen Meter breiten Stange ist dafür bei einer solch übersichtlichen Garderobe Platz genug. So hat man alles morgens direkt im Blick und das Kombinieren fällt leichter.

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Außerdem sortiere ich nach Farben. So bekommt man schnell ein Gefühl dafür, welche Töne im eigenen Schrank überwiegen und welche Mangelware sind. Meine Farben sind nach wie vor creme, camel und royalblau als Grundfarben. Nude konnte sich nur bedingt durchsetzen, nicht zuletzt, weil es so wahnsinnig schwer ist, nudefarbene Stoffe mit warmem Unterton zu kaufen. Neben koralle gesellt sich im Herbst gelb als zweite Akzentfarbe dazu. Mehr braucht es nicht.

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An den Accessoires kann ich wohl noch ein wenig arbeiten. Dies wird einer der Schwerpunkte der kommenden Saison für mich sein, denn mit meiner Kleidung bin ich insgesamt sehr zufrieden. So zufrieden, dass ich im ganzen Jahr noch kein einziges Kleidungsstück für mich gekauft habe. Hast du eine Anleitung für ein ausgefallenes Statementschmuckstück? Dann her damit!

Auch mit meinen Schuhen bin ich eigentlich rundum zufrieden. Vier Paar, das reicht. Boots in camel. Chelseaboots in blau. Schnürer in nude. Chucks in creme. Auch hier gilt: weniger ist mehr.

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Das ein oder andere Teil wird natürlich trotzdem für mich entstehen in den kommenden Wochen. Und am 16.01. treffen wir uns dann hier zum ersten Zwischenstand. Bis dahin wünsche ich dir einen fantantischen Herbst!

Lena

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#myfallessentials | Der Herbst wird gelb!

Es mag vielleicht ein Jahr her sein, da schrieb ich meiner liebsten Stoffverkäuferin Catrin vom ::stoffbüro:: über instagram:

Warum sind alle schönen Stoffe immer grau, blau oder rosa? Wäre es nicht wunderbar, wenn es eine Stoffkollektion gäbe, mit erwachsenentauglichen Mustern und Unis, die es in Farbstellungen für jeden Farbtyp gibt? Warum machst du nicht mal eine eigene ::stoffbüro::Kollektion?

Wer hätte gedacht, dass ich dir heute mein liebstes Herbstoutfit aus eben diesen Stoffen und in den wunderschönsten Farben – perfekt für den Frühlingstyp – zeigen darf? Noch dazu in Bio-Qualität und hergestellt in Deutschland, bei albstoffe auf der Schwäbischen Alb? Besser hätte Catrin meinen Wunsch nicht erfüllen können! Also als erstes ein ganz großes DANKE an dich, liebe Catrin! Du bist einfach fantantisch!

Die ::stoffbuero::Kollektion umfasst den zweifarbigen Strick-Jacquard Strickpunkt, den 3D-Jacquard Flechtwerk und den klassischen Ringeljersey Streifenliebe, jeweils abgestimmt auf die vier Farbtypen. Für den Frühling heißt das warmes camel und herbstliches maisgelb. Abgerundet wird die Kollektion durch die passenden Unijerseys und Bündchen – Schneiderherz was willst du mehr!?

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Als Catrin mir anbot, aus einem der neuen Stoffe ein Designbeispiel zu nähen, war meine Entscheidung für den Strickpunkt-Jacquard in camel/maisgelb schnell getroffen. Jacquard-Stoffe bekommt man derzeit ja immer mehr angeboten. Aber in der Regel mit extrem hohem Polyester-Anteil, weshalb die Stoffe bei mir direkt ausscheiden. Der Strickpunkt-Jacquard besteht im Gegensatz dazu aus 100% Baumwolle und ist wunderbar weich und kuschelig, genau das Richtige für den Herbst.

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Das wunderbare Design stammt aus der Feder von änni/aenniesews und besticht durch die unregelmäßigen Streifen, die erst bei der näheren Betrachtung aus einzelnen Punkten bestehen, gerade auf größeren Flächen. Für meine Herbstgarderobe bevorzuge ich die Kombination aus Strickjacke plus Shirt oder Bluse, weshalb ich mich als Schnitt für den Driftless Cardigan von grainlinestudio entschieden habe. Ein toller Schnitt, für den der Strickpunkt-Jacquard perfekt geeignet ist (Was heute auch die liebe Claudia/GanzMeinDing beweist!).

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Für die Knopfleiste und Bündchen habe ich in diesem Fall nicht auf das perfekt passende Bündchen zurückgegriffen, sondern die Rückseite des Stoffes verwendet. Denn auch die ist definitiv vorzeigbar und mit ihrem Salz-und-Pfeffer-Muster beinahe ein eigenes Design.

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In der Gruppe hat sich ein wahrer #perfectpatternmatching-Wettstreit entwickelt. Das war bei diesem Stoff durch die gebogenen Schnittteile tatsächlich gar nicht so einfach, aber ich denke, dass ich es ganz gut hinbekommen habe. Ich bin jedenfalls rundum zufrieden mit meiner neuen Jacke!

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Weil ich ja ein Anhänger der capsule Wardrobe bin und einen hohen Wert auf Kombinierbarkeit meiner Garderobe lege, kam ich nicht umhin, mir ein passendes Kombishirt aus dem Unijersey Maisgelb zu nähen. Die Unijerseys haben einen Elasthananteil von 5 % und sind ebenfalls so wunderbar weich, dass man sie gar nicht ausziehen möchte.

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Auch hier ist der Schnitt von grainlinestudio, es ist das  Hemlock Tee, dessen Schnitt man kostenlos herunterladen kann, wenn man den grainline-Newsletter abonniert. Das Shirt ist für mich von der Form her etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich mag die engen Ärmel in Kombination mit der sonstigen Oversize-Form und finde, dass es sich unter dem Cardigan sehr gut macht.

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Wahrscheinlich sind dir in den letzten Tagen schon einige andere Designbeispiele aus der neuen ::stoffbüro::Kollektion über den Weg gelaufen. So viele wunderbare Frauen und noch viel mehr inspirierende Projekte! Bei änni kannst du dir alle Strickpunkt-Projekte im Überblick ansehen. Catrin stellt ihre Probenäherinnen hier und hier vor. Und viele tolle Teile finden sich heute sicher beim RUMS und bei ich näh bio.

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Und auch hier wird es in den nächsten Tagen noch ein weiteres Projekt zu sehen geben. Denn die wundervollen Stoffe wären viel zu schade, um in einer Restekiste zu landen. Du darfst gespannt sein…

Auf einen fantantischen Herbst!
Lena

stoff Strickpunkt camel/maisgelb | Unijersey maisgelb | ::stoffbüro::Kollektion

schnitt driftless cardigan | hemlock tee | grainlinestudio

linked with rums | ich näh bio

 

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#myfallessentials | bluesand cardigan

Bis zu meinem Rib Wise Tank Top habe ich außer Accessoires für mich ausschließlich für den Mops gestrickt. Ich hatte schlichtweg erwartet, dass ein Kleidungsstück für mich viel zu zeitaufwendig sei.Das Sommerstrickshirt war ein softer Einstieg (weil ohne Ärmel) und tat auch eigentlich gar nicht weh. Nach diesem ersten Erfolgserlebnis war ich dann jedoch angefixtstrickt und mein nächstes Projekt sollte eine Jacke für mich werden. Nach langer und intensiver Recherche habe ich mich dann gleich für einen halben Strickmantel entschieden.

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Fast genau ein Jahr ist es her, da habe ich bei instagram (@fantantisch) nach dem richtigen Design für meinen BlueSand Cardigan von La Maison Rililie gesucht. Am Ende das Rennen gemacht hat Version 2, weil sie gleichermaßen bei den instamädels wie auch beim Lieblingsmann ankam.

 

Verstrickt habe ich die cotton merino von drops in natur (Farbe 1) und beige (Farbe 3). Ein wundebares Garn, das sich nicht nur gut verstricken sondern auch bei 40 Grad in der Waschmaschine waschen lässt. So ist es schon häufig für den Mops zum Einsatz gekommen und jetzt auch zum ersten Mal für mich. Trotz häufiger Wäschen neigt es weder zum Verfilzen noch zur Knötchenbildung und die Farben sind durch die Mischung von Baumwolle und Wolle leicht meliert, das mag ich sehr.

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Die (englische) Anleitung von La Maison Rililie ist grandios. Der Cardigan wird nahtlos von oben nach unten gestrickt und kommt in zwei Varianten daher. Als einfache Raglanversion und als „combination yoke“, der eher eine Sattelschulter ergibt und für den ich mich entschieden habe. Zusätzlich gibt es die relevanten Bereiche sowohl als Textanleitung als auch in Tabellenform. Ich habe bei einem Strickstück selten mehr gelernt: Icord-Anschlag, Attached Icord-Bindoff, german short rows, verschiedenste Zunahmen… Alles gut bebildert erklärt  und verständlich. Außerdem bietet der Cardigan einige Designelemente, die ihn wirklich zu etwas besonderem machen. Besonders mag ich die Taschen, die innen mit einem Ringelmuster gefüttert und so konstruiert sind, dass sie immer leicht aufstehen. Und den Vokuhila-Saum, der ja gerade ohnehin so gerngesehen ist.

 

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Fertig geworden ist mein bluesand cardigan dann pünktlich zu unserer Chinareise im April. (Ok, ich gebe zu, dass ich die gesamte Fahrt zum Frankfurter Flughafen mit Fäden vernähen verbracht habe.) Dort und seither ist mir der Cardigan ein treuer Begleiter, der sich perfekt in meine Garderobe einfügt und alle meine Wünsche erfüllt. Gute Planung zahlt sich eben doch aus, vor allem bei einem Strickprojekt, das eben nicht in einer Stunde mit der Overlock zusammengetackert ist.

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Um den Cardigan genau meinen Bedürfnissen anzupassen habe ich einige Änderungen vorgenommen. Da wäre zunächst die Farbwahl, bei der ich mich statt Streifen für ein Color Blocking entschieden habe. Wichtigste Passformänderung war, dass ich die Ärmel eine Größe weiter gestrickt habe. Ich hatte an mehreren Stellen von zu engen Ärmeln bei La Maison Rililie gelesen und war entsprechend sensibilisiert. Da man nahtlose Strickstücke ja hervorragend anprobieren kann, brachte eine kurze Anprobe die schnelle Gewissheit, der eine Ärmel wurde wieder aufgetrennt und mit der Maschenzahl für Größe M (statt S) gestrickt.

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Alle weiteren Änderungen waren rein gestalterischer Natur, die Passform ist ansonsten nämlich perfekt. Die Ärmelbündchen habe ich länger gemacht und direkt mit dem Farbwechsel von natur auf beige begonnen. Außerdem habe ich hier ein Halbpatent als Muster gestrickt. Die Zahl der verkürzten Reihen am Saum habe ich reduziert, sodass mein Saum etwas weniger schräg verläuft als im Original. Und beim Kragen habe ich komplett auf verkürzte Reihen verzichtet. Thats it.

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Die restlichen drei Monate bis zum ersten Auftritt des Cardigans hier im Blog sind verstrichen, weil es einfach keine Fotos gab, die diesem JahrhundertJahresprojekt würdig waren. Doch im Nordseeurlaub trafen der Cardigan, der Strand, ein wunderschöner Sonnenuntergang und ein fotowilliger Mann aufeinander und so bekommst du ihn heute doch endlich zu sehen, meinen ersten Cardigan. Genau das Richtige für den ersten Me Made Mittwoch nach der Sommerpause.

Und nun? Nun hat mich das #selfishknitfieber endgültig gepackt und der nächste Cardigan ist schon fast fertig. Ein Flaum von amirisu in wunderbar weicher Alpaka. Mehr dazu dann… in etwa einem Jahr!

Liebe Grüße, Lena

pattern BlueSand Cardigan | La Maison Rililie

yarn drops cotton merino | lanade (gerade im Sale!)

linked with memademittwoch | auf den nadeln

#myfallessentials | Herbstjacken-Sewalong – Teil 1

Eigentlich… Mal wieder. Eigentlich war mir sofort klar „Dafür hast du keine Zeit!“, als ich Elkes Jacken-Sewalong-Aufruf las. Eigentlich ist der Zeitplan für mich als Vollzeit berufstätige Mutter atemberaubend knapp. Und eigentlich bin ich auch gar nicht der Typ für Sew-Alongs.

Andererseits ist Elke so eine Liebe! Und es macht so viel Spaß mit ihr und den anderen tollen Mädels gemeinsam etwas zu erschaffen. Andererseits steht zufällig ein Nähwochenende mit der besten Freundin ins Haus. Vor allem aber BRAUCHE ich eine neue Herbstjacke. Dringend! Denn die 3-in-1-Outdoorjacke, die ich schon in meinem ersten #myspringessential-Post des Kleiderschranks verwiesen habe, hat sich im darauffolgenden Herbst klammheimlich dorthin zurück geschlichen. Einfach weil es im Herbst eine wasserfeste und wärmende Jacke braucht. Und sich bislang kein passender Ersatz gefunden hat, der meinen Ansprüchen hinsichtlich Qualität, Design und Ethik genügt hätte. Also muss ich doch einfach mit dabei sein, oder!?

JackensewalongTeil1

In der ersten Runde fragt Elke heute:

Welcher Schnitt, welcher Stoff, was inspiriert dich?

Beim Schnitt bin ich mir schon ganz ziemlich sicher. Ich möchte einen Parka, Länge bis zum Oberschenkel, hinten länger als vorn, mit Kapuze und Taschen zum Einmummeln.
Den Parka Polly aus der La Maison Victor 5/2015 hatte ich sofort auf meine imaginäre To-Sew-Liste gesetzt. Die Schnittführung ist ausgefallen, trotzdem ist die Jacke schlicht genug, um mich ins Büro oder in die Stadt zu begleiten. Mit den lmv-Schnitten habe ich ausschließlich gute Erfahrungen gemacht und das Internet bietet tolle Nähbeispiele (beispielsweise hier oder hier). Einige Änderungen werde ich trotzdem vornehmen. Erstens braucht der Parka definitiv ein Futter, zweitens muss ich einige Zentimeter Länge und etwas Weite zugeben, weil es doch eher eine Jacke ist und ich im Herbst definitiv in jeder Situation warme Nieren brauche. Aber das bin ich ja nicht anders von mir gewöhnt…

parka

Beim Stoff bin ich noch ziemlich planlos. Ich bin ein großer Naturfaserliebhaber, trotzdem soll so eine Herbstjacke natürlich wasser- und winddicht sein. Daher hat es mir der Oilskin in gold von Merchant and Mills angetan. Der Preis ist natürlich nicht ganz ohne, aber sicherlich für eine klassische Herbstjacke gerechtfertigt. Was allerdings ein echtes Problem werden könnte, ist die lange Lieferzeit von 5 bis 10 Tagen. Auf diese Weise wäre mein Stoff wohl erst nach dem Nähwochenende hier und ich müsste mich ordentlich ranhalten, um bis zum Finale fertig zu werden. Aber schau dir nur diesen tollen Parka aus dem Oilskin an! Ein Traum, oder?

Alternativ habe ich einige wetterfeste Stoffe bei Aktivstoffe entdeckt, die ganz aus Baumwolle sind (wie dieser hier in Koralle) oder zumindest einen hohen Baumwollanteil haben (wie dieser hier, erhältlich in koralle oder sand). Hier werde ich wohl mal Stoffproben ordern.

Überhaupt: Nähe ich eine Jacke in Knallfarbe, die mir die trüben Herbsttage etwas bunter macht? Oder lieber eine klassisch zeitlose in camel, die ich nicht im nächsten Jahr schon leid bin?

Dann stecke ich mir jetzt einfach das Ziel, mich bis zum nächsten Mal für irgendwas entschieden zu haben. Damit wäre die größte Schwierigkeit für mich geschafft. Für gutgemeinte Ratschläge, Ideen, Kritik bin ich dir wie immer sehr dankbar!

Auf einen fantantischen Herbst,

Lena

 

#12lettersofhandmadefashion | s wie sommerstrickshirt

Aus irgendeinem Grund schaffen es meine Strickwerke noch seltener auf den Blog als Genähtes. Was definitiv nicht fair ist. Denn in ihnen steckt nicht nur mindestens dasselbe Herzblut wie in den genähten Teilen, sondern auch ein Vielfaches an Zeit.

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Da aber die liebe Fee von Fairylikes für diesen Monat das S für die #12lettersofhandmadefashion zog, das Wetter uns heute endlich mal Sonne satt geschenkt hat und ich zufällig mein schönes Stricktop getragen habe, habe ich den Lieblingsmann genötigt gebeten,  auf unserem abendlichen Spaziergang einige Fotos zu machen. Ehre wem Ehre gebührt.

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Das Top ist nach dem kostenlosen Strickmuster „Rib-Wise Tank“ von purlsoho entstanden. (Ich LIEBE die Strick- und Nähprojekte von purlsoho. Kaum ein neues Projekt, das ich von ihnen auf instagram entdecke, das ich nicht am liebsten SOFORT beginnen würde.) Als Garn habe ich die Rico Essentials Cotton DK in taupe und beige eingesetzt. Ein tolles Garn, schön zu stricken und mit einem ganz dezenten Glanz. Entstanden ist so ein luftiges Sommertop für jeden Tag, das sich zu allen Farben meines Kleiderschranks kombinieren lässt.

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Das auf den ersten Blick schlichte Top bekommt seine Form nicht wie gewohnt durch Zu- und Abnahmen, sondern durch Partien, die im Rippenmuster gestrickt werden. Vorder- und Rückenteil werden separat gestrickt und anschließend zusammen genäht. Prinzipiell ist das ja so gar nicht meins, aber wenn man den zweifarbigen Look erzielen will, kommt man da wohl nicht drumherum. Und das Zusammennähen ist mir tatsächlich sogar ganz gut gelungen, wie ich finde.

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Verändert habe ich entgegen der Anleitung nur zwei Dinge: Zunächst habe ich den vorderen Ausschnitt etwas verkleinert, indem ich mit den Abnahmen in der vorderen Mitte einfach einige Reihen später angefangen habe. Zweitens habe ich einen anderen Kantenabschluss gewählt. Anstelle des Attached I-Cord habe ich mich dafür entschieden, die Hals- und Armausschnitte mit festen Maschen zu umhäkeln. Dazu habe ich das helle und dunkle Garn zweifädig verarbeitet. Das war es auch schon, ansonsten ist die Anleitung sehr übersichtlich und durch die Fotos auch super verständlich. Absolut anfängertauglich würde ich sagen.

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Was ich hier tatsächlich zum allerersten Mal gemacht habe, war das Strickshirt hinterher zu blocken. Dazu habe ich das Shirt zunächst mehrfach in alle Richtungen in Form gezogen, um die Maschen gleichmäßiger zu bekommen. Anschließend habe ich das Shirt entsprechend den Fertigmaßen aus der Anleitung mit Stecknadeln auf eine alte Styroporplatte gesteckt, mit einer Sprühflasche nassgesprüht und wieder trocknen lassen. Damit ist es dann auch schon getan! Zehn Minuten vielleicht, mehr nicht. Das Ergebnis war eine echte Offenbarung für mich. Gerade das Rippenmuster kommt so gut raus durch das Blocken, fantantisch! Warum habe ich das nicht schon viel früher gemacht?

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Den Rock, den ich zu meinem Top kombiniert habe, habe ich dir hier schon gezeigt. Ein echter wardrobe staple und nicht mehr wegzudenken aus meinen #mysummeressentials. Mehr Sommerteile sind allerdings tatsächlich nicht entstanden dieses Jahr, so richtig Sommer war ja auch nicht. Dafür freue ich mich aber umso mehr auf das Nähen (und stricken) für den Herbst. Ich bin schon fleißig! Dazu aber ein andernmal…

Liebe Grüße, Lena

Strickmuster Rib-Wise Tank | purl soho

Garn Essentials Cotton DK | rico

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#mysummeressentials | annalisa

Dass ich ein großer Fan des stoffbüros bin dürfte hinlänglich bekannt sein. Catrin ist einfach die beste Stoffdealerin der Welt, ihre Stoffe haben eine tolle Qualität und die Beratung ist einzigartig. Als dann vor einigen Monaten ein nosh-Jersey in MEINER Farbe Koralle in den Shop einzog, war klar, dass ich ihn haben muss. Sulka heißt das Feder-Design und ist für mich sommerlich frisch und (zumindest in der Freizeit) auch gut für Damen tragbar.

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Auch beim Schnitt ließ ich mich von Catrin inspirieren. Schon vor eineinhalb Jahren beim Probenähen für Monika stellten wir fest, dass wir 1:1 dieselben Anpassungen vorgenommen hatten. Seither weiß ich, dass jedes Oberteil, das Catrin passt, auch mir passen wird. Daher war ich mutig genug für mein Stoffschätzchen einen von Catrin erprobten, aber für mich gänzlich neuen  Schnitt zu testen: Annalisa von schnittchen. Eigentlich mein A für die #12lettersofhandmadefashion im März. Hmja, hat zeitlich nicht GANZ geklappt…

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Annalisa ist ein Kombi-Ebook, das einen Schnitt für ein Fledermausshirt und einen A-Linien-Rock mit Gummibund und Passentaschen enthält. Nun trage ich im Büro fast ausschließlich Hosen. Aber da das gemusterte Shirt ohnehin ein reines Freizeitteil werden sollte und mein Schrank tatsächlich keinen einzigen Sommerrock mehr enthält, habe ich den passenden Rock gleich dazu genäht. Könnte ja sein, dass der Sommer doch noch mal hier vorbei schaut…

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Das Shirt habe ich lediglich um einen Zentimeter verlängert, was aufgrund meines langen Oberkörpers aber eine Standardanpassung darstellt. Außerdem musste ich das Rückenteil teilen, da der Stoff sonst nicht gereicht hätte. Die Passform finde ich hervorragend: etwas kürzer und kastiger, perfekt zum Rock wie auch zu hoch geschnittenen Hosen. Die leichten angeschnittenen Fledermausärmel, die aber so eng sind, dass man problemlos eine Strickjacke darüber tragen kann. Und nicht zuletzt der Ubootausschnitt, der mit einem leichten Stehkragen daher kommt. Genau meins!

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Der Rock ist mit seinem Gummibund und den leicht aufspringenden Taschen (ja, das soll so!) zugegebener Maßen kein Figurschmeichler. Für mich als Birnentyp schon drei Mal nicht. Aber er ist SO BEQUEM! Und durch den leichten Baumwollchambray bekommt er einen schönen, fließenden Fall. In der Freizeit trage ich ihn daher wirklich gerne. Denn man muss ja auch nicht immer gut aussehen, oder? Ach ja, den Rock habe ich um einige Zentimeter gekürzt, sonst auch hier alles nach Vorgabe.

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Dies war nun also mein erstes Nähprojekt nach einem schnittchen-Schnitt. Und was soll ich sagen!? Ich bin begeistert. Einfache Schnitte mit dem gewissen Etwas und einer guten Passform. Nahtzugaben sind bereits enthalten. Was will man mehr!? Zur Anleitung kann ich leider nichts sagen, weil ich doch tatsächlich mein Ebook in den Tiefen meines Rechners nicht wiedergefunden habe… Aber dieses „easy“-Projekt bekommt man mit etwas Näherfahrung auch so genäht.

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So, und jetzt bitte: SOMMER!

Fantantische Grüße, Lena

stoff sulja-jersey  | nosh  | über stoffbüro

schnitt annalisa  | schnittchen

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