#myspringessentials | Blouson-Cardigan auf meine Art

Eine Woche obstruktive Bronchitis. Eine Woche Virusinfekt der Lymphknoten. Ein Wintermantel, in den die Babyplauze schon seit Wochen nicht mehr reinpasst. Und beim allmorgendlichen Kratzen komme ich nicht mehr an die Mitte der Windschutzscheibe dran. Hand hoch wer auch dringend endlich Frühling braucht!

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Die liebe Catrin vom Stoffbüro sorgt nun zumindest an der Nähmaschine schon mal für Frühlingsgefühle mit ihrer zweiten großen ::stoffbüro::-Kollektion. Wie schon die erste Kollektion, die ich dir hier vorstellen durfte, handelt es sich um Jerseys und Jacquard-Strickstoffe in Bio-Qualität aus der Herstellung von Albstoffe. Alle Stoffe sind farblich perfekt aufeinander abgestimmt und kommen in vier Farbstellungen für die vier verschiedenen Farbtypen daher. Die Designs stammen dieses Mal aus der Feder von Petra aka pedilu.

Für uns Frühlingsfrauen hat Catrin dieses Mal drei spezielle Stoffe im Angebot:

  • Den Jacquard-Reliefstrick Tangram in camel und offwhite
  • Den Ringeljersey Streifenliebe in mandarine und offwhite
  • Den Jacquard-Strick Federkleid in camel und offwhite

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Wenn du die gesamte Kollektion und jede Menge wahnsinnig tolle Designbeispiele sehen möchtest, dann klick dich rüber zu Catrins stoffbuero-Blog.

Als ich den Federkleid-Strick das erste Mal gesehen hatte, war mir sofort klar, dass daraus eine neue Strickjacke für mich werden soll. Elkes neuen Cardison-Schnitt finde ich zwar großartig, aber für mich scheidet er aus zwei Gründen aus. Ich brauche meine Ärmel (über)lang, weil ich sonst immer kalte Hände habe. Und ich würde mich mit den weitgeschnittenen Ärmeln schwer tun. Solltest du aber auf der Suche nach einem Schnitt mit dem gewissen Etwas für einen Blouson-Cardigan-Mix sein, dann schau dir unbedingt mal Elkes Schnitt und die tollen Designbeispiele dazu an!

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Meine zweite Inspiration war der wahnsinnig coole Lisbon-Cardigan von Ulrike von moritzwerk. Da ich aber immer für Nachhaltigkeit (und ein kleiner Sparfuchs) bin, habe ich mich in meiner Schnittmustersammlung umgesehen, ob es dort nicht einen vergleichbaren Schnitt gibt. Und ich bin tatsächlich fündig geworden mit dem naomi cardigan aus der la maison victor November/Dezember 2015. Schnitte aus der lmv haben sich bei mir hinsichtlich Passform und Stil schon oft bewährt. Also habe ich mir den Cardigan-Grundschnitt abgezeichnet und einige Änderungen vorgenommen, um ein bisschen was vom coolen Stil von Elke und Ulrike mitzunehmen. Meine Änderungen waren im Einzelnen:

  • Vorne habe ich eine angeschnittene Knopfleiste ergänzt. Dazu habe ich das Vorderteil ausgehend von der vorderen Mitte um die 1,5 fache Knopfleistenbreite plus Nahtzugabe verbreitert.
  • Die Ärmel habe ich um 5 cm gekürzt und dafür 5 cm breite Bündchen angesetzt.
  • Am Saum habe ich ein 4 cm breites Bündchen angesetzt. Um einen möglichst echten Collegejacken-Blouson-Stil zu erhalten, habe ich die vorderen 8 cm des Bündchens aus dem Hauptstoff gearbeitet.
  • Für den Kragen habe ich einen Bündchenstreifen in der Länge Halsausschnitt * 0,8 und Breite 5 cm + 2* Nahtzugabe zugeschnitten, zur Hälfte gefaltet und an den Enden bis auf eine Nahtzugabenbreite schräg zugeschnitten.

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Herausgekommen ist ein absolutes Lieblingsstück. Die Jacke ist durch den kuschelig weichen Jacquardstoff herrlich bequem und passt von den Farben perfekt in meine capsule wardrobe. Der edle Stoff und die Perlmuttknöpfe machen die Jacke chic genug fürs Büro und gleichzeitig wirkt sie durch die Blouson-Elemente lässig und modern. Ein echtes Lieblingsstück!

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Wenn du nun trotzdem mal einen Cardison aus dem tollen Federkleid-Jacqurad sehen magst, dann solltest du unbedingt mal hier bei Tamara von sprungfaden vorbei schauen. Und Catrin hat persönlich einen Lisbon Cardigan aus Federkleid genäht. Zwei von unzähligen tollen Designbeispielen, die Catrin hier auf ihrem Blog gesammelt hat. Und am Donnerstag gibt es auch hier noch ein weiteres Lieblingsprojekt…

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Ich wünsche dir eine fantantische Woche!

Liebste Grüße, Lena

Schnitt naomi cardigan | la maison victor | November/Dezember 2015

Stoff Federkleid | stoffbüro

Shirt Else | schneidernmeistern | hier gebloggt

 

 

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Neue Pullis braucht das Kind

Nachdem der Mops fast ein Jahr lang überhaupt nicht gewachsen war, hat er seit dem Sommer den Turbo eingelegt und ist mal eben vier Zentimeter größer geworden. Wenn das Kind sich dann noch spontan dazu entschließt, ab jetzt keinerlei Kleidung mehr mit Kapuze zu tragen, führt das zu einer spontanen Kleiderknappheit im Herbst. Daher haben wir nicht lange gezögert, als Catrin vom stoffbuero uns anbot, einen der neuen Stoffbüro-Weihnachtsstoffe zu testen.

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Denn es gibt schon wieder tolle Neuigkeiten aus dem Stoffbüro: Nach den wunderschönen Strickpunkt- und Streifenliebe-Stoffen vom Herbst (die ich hier zu einem Designbeispiel vernähen durfte) gibt es ab heute eine kleine feine Weihnachtskollektion im Stoffbüro. Neben zwei neuen Farbvarianten des Strickpunkt-Jacquards gibt es vier tolle neue Streifenliebe-Varianten. Die kommen ganz kuschelig-winterlich nicht in Jerseyqualität daher, sondern als angerauhter Feinripp. Dieser eignet sich super für kuschelig warme Sweatshirts und bietet dabei viel mehr Weichheit und Bewegungsfreiheit als ein klassischer Wintersweat. Genau richtig also für quirlige Jungs. Passende Unis und Bündchen sowie Bio-Qualität aus deutscher Produktion von Albstoffe machen das Gesamtpaket in meinen Augen perfekt.

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Der Schnitt ist der leather sweater aus der la maison victor (Heft 1/2014). Allerdings habe ich bei dieser Version auf die Schultereinsätze verzichtet, weil die Vorgabe des Kindes „schlicht“ lautete. Kann ich! Der Zuschnitt des Sweatshirts hat dann auch länger gedauert als das Nähen selbst. Bei Streifen bin ich einfach extra-pingelig. Der Stoff hat eine tolle Qualität, neigt aufgrund des Feinripps aber dazu, sich unter der Maschine zu dehnen. Daher empfehle ich nach Möglichkeit mit etwas erhöhtem Differential zu nähen, ich habe 1,5 gewählt. Auch auf exzessive Absteppungen (mit der normalen Nähmaschine) würde ich wohl verzichten. Mit diesen kleinen Tipps lässt sich der Stoff wunderbar verarbeiten.

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Die passende Hose ist aus nosh-Denim-Sweat genäht und nach meinem Lieblingsschnitt für schlanke Jungshosen entstanden: Den Summer Pull-ons (Modell 22) aus ottobre-Heft 3/2013. Die Summer Pull-Ons haben einen modernen, engen Schnitt, sind aber am Rücken so schön hochgeschnitten, dass auch beim Spielen keine Unterhose oder kein Hintern rausguckt. Das finde ich nämlich ganz grauslig. Und sie kommen ganz ohne Verschluss aus, was das Anziehen für einen Vierjährigen doch erheblich erleichtert. Zusammen mit dem Denim-Sweat ergibt das eine bequeme und robuste Lieblingshose, die es hier sicher noch in ein oder zwei weiteren Varianten geben wird. Denn mal ehrlich: hättest du beim Betrachten der Bilder gedacht, dass es sich hier um eine Sweathose handelt?

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Was aus den Resten des kuscheligen Streifenstoffs geworden ist, zeige ich dir ein andernmal. So viel sei schon verraten: es ist ziemlich klein…

Erstmal wünsche ich dir aber einen fantantischen Start in die Adventszeit!

Ganz liebe Grüße, Lena

PS: Schau dich unbedingt auch mal nach den anderen Designbeispielen um! Es sind so viele tolle Teile und so wunderschöne Fotos entstanden.

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#myfallessentials | Herbstjacken-Sewalong – Teil 1

Eigentlich… Mal wieder. Eigentlich war mir sofort klar „Dafür hast du keine Zeit!“, als ich Elkes Jacken-Sewalong-Aufruf las. Eigentlich ist der Zeitplan für mich als Vollzeit berufstätige Mutter atemberaubend knapp. Und eigentlich bin ich auch gar nicht der Typ für Sew-Alongs.

Andererseits ist Elke so eine Liebe! Und es macht so viel Spaß mit ihr und den anderen tollen Mädels gemeinsam etwas zu erschaffen. Andererseits steht zufällig ein Nähwochenende mit der besten Freundin ins Haus. Vor allem aber BRAUCHE ich eine neue Herbstjacke. Dringend! Denn die 3-in-1-Outdoorjacke, die ich schon in meinem ersten #myspringessential-Post des Kleiderschranks verwiesen habe, hat sich im darauffolgenden Herbst klammheimlich dorthin zurück geschlichen. Einfach weil es im Herbst eine wasserfeste und wärmende Jacke braucht. Und sich bislang kein passender Ersatz gefunden hat, der meinen Ansprüchen hinsichtlich Qualität, Design und Ethik genügt hätte. Also muss ich doch einfach mit dabei sein, oder!?

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In der ersten Runde fragt Elke heute:

Welcher Schnitt, welcher Stoff, was inspiriert dich?

Beim Schnitt bin ich mir schon ganz ziemlich sicher. Ich möchte einen Parka, Länge bis zum Oberschenkel, hinten länger als vorn, mit Kapuze und Taschen zum Einmummeln.
Den Parka Polly aus der La Maison Victor 5/2015 hatte ich sofort auf meine imaginäre To-Sew-Liste gesetzt. Die Schnittführung ist ausgefallen, trotzdem ist die Jacke schlicht genug, um mich ins Büro oder in die Stadt zu begleiten. Mit den lmv-Schnitten habe ich ausschließlich gute Erfahrungen gemacht und das Internet bietet tolle Nähbeispiele (beispielsweise hier oder hier). Einige Änderungen werde ich trotzdem vornehmen. Erstens braucht der Parka definitiv ein Futter, zweitens muss ich einige Zentimeter Länge und etwas Weite zugeben, weil es doch eher eine Jacke ist und ich im Herbst definitiv in jeder Situation warme Nieren brauche. Aber das bin ich ja nicht anders von mir gewöhnt…

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Beim Stoff bin ich noch ziemlich planlos. Ich bin ein großer Naturfaserliebhaber, trotzdem soll so eine Herbstjacke natürlich wasser- und winddicht sein. Daher hat es mir der Oilskin in gold von Merchant and Mills angetan. Der Preis ist natürlich nicht ganz ohne, aber sicherlich für eine klassische Herbstjacke gerechtfertigt. Was allerdings ein echtes Problem werden könnte, ist die lange Lieferzeit von 5 bis 10 Tagen. Auf diese Weise wäre mein Stoff wohl erst nach dem Nähwochenende hier und ich müsste mich ordentlich ranhalten, um bis zum Finale fertig zu werden. Aber schau dir nur diesen tollen Parka aus dem Oilskin an! Ein Traum, oder?

Alternativ habe ich einige wetterfeste Stoffe bei Aktivstoffe entdeckt, die ganz aus Baumwolle sind (wie dieser hier in Koralle) oder zumindest einen hohen Baumwollanteil haben (wie dieser hier, erhältlich in koralle oder sand). Hier werde ich wohl mal Stoffproben ordern.

Überhaupt: Nähe ich eine Jacke in Knallfarbe, die mir die trüben Herbsttage etwas bunter macht? Oder lieber eine klassisch zeitlose in camel, die ich nicht im nächsten Jahr schon leid bin?

Dann stecke ich mir jetzt einfach das Ziel, mich bis zum nächsten Mal für irgendwas entschieden zu haben. Damit wäre die größte Schwierigkeit für mich geschafft. Für gutgemeinte Ratschläge, Ideen, Kritik bin ich dir wie immer sehr dankbar!

Auf einen fantantischen Herbst,

Lena

 

#myspringessentials – Rückblick. Ausblick. Und ein Kleid.

Kannst du dich noch erinnern? Vor einem Jahr habe ich gemeinsam mit Elke und Sindy das Projekt #myspringessentials gestartet. Und dir meine Nähpläne für den Frühling 2015 gezeigt. Eines der geplanten Stücke war das Kleid Rianne, das ich bei Elke auf dem Blog entdeckt hatte und das meine erste Begegnung mit der Zeitschrift la maison victor war. Die ich heute so liebe und aus der ein Großteil meiner Projekte, meiner capsule wardrobe stammt. Heute, fast genau ein Jahr später, kann ich dir endlich das fertige Kleid zeigen. Gut Ding will eben Weile haben.

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Das Kleid Rianne ist aus der la maison victor, Heft 2 2015. Ein unkompliziertes Sweatkleid mit überschnittenen Ärmeln und Tunnelzug in der Taille. Dass ich Streifen wollte, unregelmäßig, in marine und ecru, das wusste ich schon vor einem Jahr. Der passende Stoff fand sich dann im September, bei einem Besuch in der alten Heimat. Ein Viskosesweat mit Elasthan, herrlich weich, fließend und mit einem dezenten Glanz, der ihn wertig erscheinen lässt. Sandra und ich haben ihn zufällig auf dem Stoffmarkt wiederentdeckt und Sandra hat letzte Woche ein bezauberndes Shirt daraus gezaubert.

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Das Nähen zog sich dann noch einmal in die Länge, der Winter kam und mit ihm das Bedürfnis nach Wärmendem. Aber nun, nachdem der nächste Frühling sich ankündigt mit den ersten Krokussen und zartem Grün war die Zeit reif für Rianne. Und was soll ich sagen: Sie wird schon jetzt geliebt. Wie eigentlich alle Teile, die im Laufe des letzten Jahres für meine drei capsule wardrobes entstanden sind. Denn – und das ist für mich wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis des ganzen Projekts für mich – ich weiß wer ich bin. Was ich brauche. Und dass es eben eine gewisse Zeit braucht, DAS Teil für mich zu erdenken, zu entwerfen, zu nähen.

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Nach knapp einem Jahr capsule wardrobe kann ich sagen, dass sich meine anfänglichen Zweifel allesamt in Luft aufgelöst haben. Während des ganzen Jahres gab es nicht eine Situation, in der ich nicht gewusst hätte was ich anziehen soll. Hat mich nicht einer darauf angesprochen, wieso ich immer dasselbe trage. Und musste ich nicht einmal nackt aus dem Haus, weil sämtliche Kleidungsstücke in der Wäsche waren. Was aber geblieben ist, ist eine tiefere, innere Zufriedenheit. Ein Gefühl des Im-Reinen-Seins mit mir und meinen Kleidern.

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Deshalb wird es hier weiter gehen. Quasi #myspringessentials2.0. Mit der Hose der letzten Woche und mit Rianne ist ein Anfang gemacht zu einer Frühlingsgarderobe mit noch mehr Lieblingsstücken, mit noch mehr selbst genähtem. In den kommenden Wochen will ich noch einmal eine Bestandsaufnahme machen im Kleiderschrank, erneut aussortieren, was nicht geliebt wird oder was aus anderen Gründen ersetzt werden muss. Und ich werde Pläne schmieden für meine neue capsule wardrobe. Du kannst hier darüber lesen. Oder mach gleich mit, denn ich verspreche dir: es lohnt sich! Jede Menge Inspiration findet sich sicherlich hier.

Liebe Grüße, Lena

Schnittmuster robe rianne | la maison victor

Stoff Viskosesweat Allegra | beispielsweise von hier

linked with me made mittwoch | after work sewing

#12lettersofhandmadefashion | j wie jogginghose

Manchmal findet alles wie von selbst zusammen. Zuerst war da dieser Schnitt, Hose Mira aus der La Maison Victor (Heft 4/2015). Dann das wunderbare, puderfarbene Wildlederimitat, auf dem Stoffmarkt mit Sandra entdeckt. Elkes wunderbare Bikerhose aus eben diesem Stoff, gesehen bei instagram. Und zu guter Letzt der Buchstabe, den die wunderbare Laura aka tagträumerin für die #12lettersofhandmadefashion gezogen hat: das J. J wie Jogginghose.

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Genäht war die Hose schnell am Nähwochenende mit der besten Freundin. Die Passform ist gut, lediglich oben Richtung Bund musste ich etwas Weite wegnehmen. Das ist allerdings der Birnenfigur geschuldet und eine Änderung, die ich immer machen muss. Die Anleitung ist verständlich, der Stoff ließ sich hervorragend vernähen und in Ermangelung von braunem Wildlederimitat als Kontrast für die Paspeltaschen habe ich einfach den altrosanen Stoff auf links verwendet.

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Alles in allem mal wieder ein toller Schnitt aus der La Maison Victor, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Und weil diese Woche kids clothes week ist und ich noch eine Stunde an die Nähmaschine muss will, halte ich den Text für meine Verhältnisse ungewohnt kurz und lasse dafür die Bilder sprechen…

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Bleibt die Frage nach der Tragbarkeit der Hose. Bislang habe ich Sie lediglich daheim getragen, vor allem, weil ich für das aktuelle Wetter keine passenden Schuhe dazu weiß. Die Freundin und der Mann halten sie für tragbar, der Mann der Freundin hingegen meint, dass man damit nicht mal zum Bäcker gehen könne. Was meinst du?

Beste Grüße, Lena

PS: Das Shirt ist übrigens das just another tee von schneidernmeistern. Das ich tatsächlich noch nicht gezeigt habe hier. Vom Schnitt ist allerdings auch nicht mehr wahnsinnig viel übrig…

Schnittmuster hose mira | la maison victor | just another tee | schneidernmeistern

Stoff Wildlederimitat vom Stoffmarkt

linked with RUMS

#getshirty – Ich mach blau!

Vielleicht habt ihr es in Elke’s wunderbarer Serie „8 mal aufgefallen“ im Juli gelesen. Vielleicht seid ihr bei instagram darüber gestolpert. Oder ihr folgt (so wie ich) ohnehin der wunderbaren Portia: Der September stand bei ihr dieses Jahr jedenfalls ganz im Zeichen des Upcyclings. Aufgabe war es, ein Herrenhemd zu etwas Neuem zu machen. Und weil ich

1. diverse alte Hemden meines Vaters in meinem Stoffregal liegen hatte,

2. sowieso dringend neue Blusen brauchte und

3. ohnehin den Schnitt für die Bluse Alice aus der La Maison Victor testen wollte war klar:

Ich bin dabei! Let’s #getshirty!

Das Hemd meiner Wahl war ein weißes Kurzarmhemd in einer wunderbaren Baumwoll-Leinen-Mischung. Ja, ich habe ein Vorher-Bild gemacht. Aber fragt nicht, wo es gelandet ist… Beim Zuschnitt habe ich es mir so einfach wie möglich gemacht und den Kragen, die Knopfleiste sowie die hintere Passe erhalten und allesamt gemeinsam mit dem Vorderteil zugeschnitten. Dazu das Rückenteil als zweites Schnittteil. Drei Nähte. Nicht mehr. Auch die Säume sind allesamt original.

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Die Armausschnitte habe ich mit Chambray-Schrägstreifen versäubert. Und – weil ich mein ombre-dip-dye-Blüschen so liebe – meine Alice in kobaltblaue Batikfarbe gedipt. Zum Abschluss gab es neue Perlmuttknöpfe, die ich farblich gegenläufig mit Garn in verschiedenen Blautönen angenäht habe. Das Detailbild lässt es erahnen.

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Und weil ich tatsächlich dieses Mal restlos begeistert bin von den Bildern, die der Lieblingsmann von mir gemacht hat, sind der Worte nun genug und ich lasse lieber die Bilder sprechen. Tatsächlich ist auch schon alles gesagt zu diesem wirklich schnellen Projekt, das mir viel Spaß gemacht hat. Genau richtig für jemanden wie mich mit viel zu vielen Plänen und viel zu wenig Nähzeit!

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Ich werde nun eine Runde beim RUMS drehen, um meine to-sew-Liste dann sicher um weitere fünf bis acht Punkte zu verlängern. Und auf jeden Fall bei Elke vorbei schauen, die heute ihre Gedanken zu den #myfallessentials mit uns teilt. Das solltet ihr nicht verpassen! Und noch etwas solltet ihr euch nicht entgehen lassen: das Gewinnerstück der #therefashioners2015. Die Hose von Mirjam Liechti ist einfach nur der Hammer!

Lasst euch inspirieren!

Eure Lena

Schnitt Bluse Alice  | La Maison Victor 4/2015

Stoff Baumwoll-Leinen-Hemd, upgecycled

Farbe Marabu Easy Color in kobaltblau

Linked with RUMS

fall is coming – #myfallessentials

Als ich in den letzten Tagen die Wäsche aufgehängt habe und diverse kurze Hosen und Shirts in Händen hielt, die hier noch wenige Tage zuvor getragen wurden, kam mir der Sommer bereits unendlich weit weg vor. Fall is coming, da besteht wohl kein Zweifel. Dabei habe ich hier erst ein einziges Teil gezeigt, das für meine Sommergarderobe entstanden ist.

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Es gibt ja gemeinhin zwei Fraktionen von Menschen. Die einen, die sich auf den Herbst und alles, was er so mit sich bringt, freuen. Und die anderen, die dem Sommer bis nächstes Jahr April hinterhertrauern. Ich gehöre unumstritten zum zweiten Typ, weshalb ich heute noch ein letztes Mal wehmütig in Erinnerungen schwelgen und euch zumindest noch ein sommerliches Teil zeigen möchte.

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Das Shirt Indigo stammt aus der Sommerausgabe der La Maison Victor und wurde von Designerin Valerie Boone entworfen. Als einfacher Schnitt für Teenies gedacht, die erste Näherfahrung sammeln wollen, wartet er mit einer spannenden Schnittführung (angeschnittene Taschen, Ärmelnähte oben auf dem Arm), nur drei Teilen und angeblich non-existentem Nähaufwand auf. Ich muss allerdings ganz ehrlich sagen, dass mir selten ein Shirtschnitt mehr Nerven abverlangt hat als dieser hier.

Das Ergebnis indes überzeugt, obwohl es sich hier zunächst um ein Probeshirt aus einem letzten Rest melierten Jerseys vom Stoffmarkt handelt. Das Teil hat sich im Alltag bewährt und so wird sicher noch mindestens ein weiteres, optimiertes und ordentlicheres Shirt desselben Schnittes entstehen.

Nun aber stehen auch hier sowohl wetter- als auch nähtechnisch alle Zeichen auf Herbst. Und nachdem ich mit meinen #myspringessentials so glücklich war und die Sommergarderobe ohne die nötige Planung oft nicht zusammenpassen wollte, war ich der lieben Elke sehr dankbar, als sie vorgeschlagen hat, nun die #myfallessentials folgen zu lassen. Für mich der Schubser in die richtige Richtung, den ich brauche, um das Nähen für mich nicht zu vernachlässigen und mich wieder intensiver mit dem Thema capsule wardrobe zu beschäftigen. Und für euch die Möglichkeit, euch dieses Mal von insgesamt sechs tollen Frauen inspirieren zu lassen. Denn neben Elke und Sindy dürfen wir uns dieses Mal auch noch über Gedanken von Catrin, Sandra und  Steffi freuen.

#myfallessentials – ein Gefühl

Im Gegensatz zu den #myspringessentials, die ich sehr wissenschaftlich und theoretisch angegangen bin, habe ich für die #myfallessentials einen völlig anderen Ansatz gewählt. Denn dieses mal schwebte mir von vornherein ein ganz bestimmter Stil vor. Weniger ein konkretes Bild, als vielmehr ein Gefühl. Eine Garderobe in sanften, dezenten Farben. Pudertöne. Sand. Metall. Ein Spiel mit Texturen und Materialien. Unaufgeregt. Kaum Muster. Und doch etwas Besonderes, ganz Anderes als sonst.

#moodboard

Dieses Gefühl habe ich zunächst versucht zu verbildlichen. Und so toll und praktisch moderne Tools wie Pinterest sind – dieses Mal habe ich mich bewusst für ein Moodboard entschieden. Dieses ist in den letzten Wochen nach und nach gewachsen und gereift, es hängt direkt neben meinem Nähplatz und wer mir auf Instagram folgt, der hat schon einen Blick darauf werfen können. (klick aufs Bild macht’s groß!)

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Das Moodboard zeigt denke ich recht anschaulich, was ich mir vorstelle und wünsche. Da wären zunächst einmal die

#farben

Meine Wunschvorstellung sind #myfallessentials ausschließlich in Puder-, Gold- und Sandtönen. Da das nicht realistisch ist (jedenfalls wenn ich zumindest einen Teil meines bisherigen Kleiderschrankes weiternutzen möchte),  werde ich die Palette um Creme, ein warmes Robbenbraun und ein dunkles Marineblau ergänzen. Als Akzent dazu stelle ich mir ein warmes Tomaten- bis Burgunderrot vor.farben

Noch mehr als bisher möchte ich auf Muster verzichten. Allerhöchstens Streifen und dezente, klare, graphische Muster schweben mir vor. Im Wesentlichen möchte ich aber uni bleiben. Und – und das ist für mich eine völlig neue Erkenntnis – mir gefallen die monochromen Looks besonders gut. Denn als Elke bei ihren #myspringessentials die legendäre „Ein-Tag-In“-Serie startete, habe ich diese einfarbigen Looks noch kategorisch für mich ausgeschlossen. Heute strebe ich danach – ein Beispiel mehr dafür, welch starken Wandlungen unser eigener Stil doch immer wieder unterworfen ist.

 

#materialien

Im Herbst muss es für mich warm und kuschelig zugehen. Wolle ist da ein Muss und erste Wahl.  Am liebsten in Form von kuscheligem (Grob)Strick. Dazu Naturmaterialien wie Baumwolle oder Seide. Ein Spiel aus matt und glänzend, glatt und strukturiert. Gleiches gilt für die Accessoires – so stelle ich mir einerseits Schuhe in Lackleder vor, andererseits mattes Wildleder. Schmuck aus mattem Gold kombiniert mit glänzenden (nicht glitzernden!) Steinen.

Hier seht ihr eine Auswahl von Stoffen aus meinem Regal, die im Herbst zum Einsatz kommen sollen.

Stoffe

#schnitte

Was die Schnitte anbelangt, so habe ich denke ich mit den #myspringessentials meinen Stil gefunden und verfolge diesen nun konsequent weiter. Hochgeschlossene U-Boot-Ausschnitte. Turtleneck. Überschnittene, betonte Schultern. Schmale Taillierungen. Klare, geradlinige Schnitte. Kein Chichi. Reduced to the max.

Mit der La Maison Victor habe ich eine Zeitschrift gefunden, die genau diesen Stil widerspiegelt. In der mir in jeder Ausgabe gleich mehrere Modelle ins Auge springen, die ich unbedingt haben muss. Und die – und auch das ist nicht zu unterschätzen – wirklich gut passen. Aber auch die Burda bietet nach einigen stilistischen Entgleisungen im letzten Jahr wieder viele inspirierende, schlichte aber doch besondere Schnitte, die Lust aufs Nähen machen.

Nachdem ich mich selbst im Sommer (der bei mir gemeinhin DIE Kleiderzeit des Jahres ist) nur höchstselten zum Tragen eines Kleides hinreißen lassen konnte, möchte ich meinen Fokus verstärkt auf Hosen legen und die Röcke und Kleider in meiner capsule wardrobe auf ein Minimum reduzieren. Dafür möchte ich mit Hosenformen experimentieren, Neues probieren und endlich auch mal für mich die eine oder andere Hose nähen, nachdem meine beiden Männer schon mit unzähligen Exemplaren bedacht wurden.

#keypieces

Wie bei den #myspringessentials auch möchte ich den Herbst zunächst mit einer unperfekten, vielleicht sogar unvollständigen Garderobe aus dem Bestand beginnen, in der ich nach und nach Teile durch neue, selbstgenähte Stücke ersetze. Mit dieser Vorgehensweise bin ich gut gefahren, weil sie 1. ermöglicht, wirklich exakt an den Bedarf angepasst zu nähen, man 2. die notwendige Motivation zum Nähen hat und es einen 3. davor bewahrt, plan- und ziellos innerhalb kurzer Zeit eine komplette Garderobe zusammen zu kaufen oder zu nähen. Aus meiner Sicht ist der gesamte capsule wardrobe Gedanke ein einziger, großer Prozess. Ein ständiges Fließen und Werden, dem ich auf diese Weise am besten Rechnung tragen kann. Einige feste Projekte habe ich dennoch bereits jetzt im Kopf. Hier mal meine aktuellen 10 Favoriten. Mal sehen, wie viele tatsächlich umgesetzt werden.

Parka plus Futterjacke

Wie in meinem ersten Post zu den #myspringessentials beschrieben, habe ich einen nicht unerheblichen Teil der letzten drei Jahre in einer 3-in-1 Funktionsjacke verbracht. Dies soll nun definitiv der Vergangenheit angehören, weshalb ein Parka mit passender, aber auch separat zu tragender Futterjacke ganz oben auf meiner to-sew-Liste steht. Ausgangsidee war der Handmade-Kultur-Parka, den ihr beispielsweise hier bei froebelina bewundern könnt. Der Parka Polly aus der aktuellen LMV hat es mir mit seiner außergewöhnlichen Schnittführung allerdings noch mehr angetan, so dass es wohl auf dieses Modell in einer wie sollte es auch anders sein verlängerten und leicht abgewandelten Form hinauslaufen wird. Am liebsten in einer puderfarbenen Garbadine mit goldenem Reißverschluss und mit einer Futterjacke aus Strickfleece.

Culotte

Da ich eigentlich Röcke und Kleider liebe, sie aber jobtechnisch wirklich nicht tragen kann, möchte ich mich an einer Culotte versuchen. Den passenden Schnitt dazu habe ich bereits in der Burda 4/2015 gefunden und sogar schon abgezeichnet. Fehlt nur noch der passende Stoff. Hier schwebt mir eine puderfarbene Wollmischung mit Fischgrätstruktur vor. Gut, dass ich keine genauen Vorstellungen habe!

Jogginghose

Wie bereits gesagt möchte ich meinen Fokus vermehrt auf Hosen legen. Hier möchte ich mich auch an der momentan so angesagten „eleganten Jogginghose“ versuchen. Stoff der Wahl ist ein puderfarbenes Wildlederimitat vom Stoffmarkt (im Bild 2. von rechts) in Kombination mit Kupfer oder Gold. Als Schnittmuster möchte ich Hose Mira aus der LMV Ausgabe 4 testen. Ihr dürft gespannt sein, ich bin es auch.

Bikerjacke

Bereits im letzten Jahr wollte ich mir unbedingt eine Bikerjacke nähen. Allerdings nicht aus Leder, sondern aus Wollwalk! Kuschelig warm, bequem und als stylische Alternative zum Blazer im Büro. Der robbenbraune Walk liegt schon seit Jahren im Regal (im Bild 3. von links). Letztes Jahr scheiterte das Projekt am Schnittmuster, aber mit der Jacke „Liv“ aus der LMV Ausgabe 1 habe ich genau den Schnitt gefunden, der mir für dieses Projekt vorschwebt.

Strickkleid

Ganz ohne Kleider kann und will ich nicht leben. Schließlich erstreckt sich die Herbst-Capsule tatsächlich bis Weihnachten! Daher möchte ich ein Strickkleid, gern aus kuscheligem Wollstrick, das man sowohl gemütlich mit dicken Strumpfhosen als auch edel kombinieren kann. Als Schnittmuster kommt hier natürlich nur eines in Frage: else – what else!?

Kuscheljacke

Für den Herbst braucht es dringend eine kuschelige Sweatjacke. Der sandfarbene, melierte und wunderbar angeraute Sweat liegt schon bereit. Der Schnitt will noch gefunden werden. Ich stelle mir etwas ohne Kapuze und dafür mit großem Kuschelkragen vor, da die Kapuzen mich ohnehin immer stören.

Jeanshemd

Ich kann nicht sagen warum, aber ich BRAUCHE diesen Herbst ein Jeanshemd. Das ist sicher. Aus wunderbar weichem, stretchigem, dunklem Denim. Wenn ich mir die restliche to-sew-Liste so ansehe, sollte ich dieses wohl fertig im Laden suchen…

Printshirt

An der Shirtfront bin ich chronisch unterbesetzt. Daher müssen hier sicher mehrere neue Teile entstehen, auf jeden Fall aber ein Longsleeve mit überschnittenen Schultern, aus wollweißem Flammgarn und mit Metall-Print – inspiriert von diesen wunderbaren Shirts der lieben Sandra.

Blusenshirt

Ich liebe momentan Blusenshirts. Also Shirts aus Webware, allerdings ohne die klassischen Blusendetails wie Kragen, Knopfleiste oder Manschetten. Elegant genug fürs Büro, aber trotzdem jung und modern. Und hier könnte es tatsächlich passieren, dass ich mich zu einem Exemplar mit Schößchen hinreißen lasse. Warten wir es ab…

Jacken, Jacken, Jacken

Wenn ich wollte, könnte ich meine gesamte capsule wardrobe mit Jacken auffüllen, so viele Nähideen habe ich aktuell. Ein Sweat-Blazer aus Steppsweat? Eine Kimonojacke? Eine Wickeljacke wie hier in der aktuellen Burda? Ein Poncho?

Was sind eure Favoriten für den Herbst? Worauf möchtet ihr keinesfalls verzichten?

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig inspirieren und vor allem den Sommermenschen da draußen (und mir) zeigen, dass auch der Herbst eine tolle Jahreszeit ist, die nähtechnisch einiges zu bieten hat. Und weil meine to-sew-Liste noch nicht lang genug ist, werde ich jetzt noch eine Runde beim RUMS sehen und schauen, was die wunderbaren Frauen dort alles zu zeigen haben!

Seit auch nächste Woche dabei, wenn die wunderbare Catrin vom stoffbuero ihre Gedanken zum Thema #myfallessentials mit uns teilt!

Liebe Grüße

Lena

 

 

 

 

somewhere beyond the sea…

Wo genau ich zum ersten Mal von der Aktion #thisisnotokay von mami made gelesen habe, kann ich gar nicht mehr sagen. Wohl aber, dass ich sofort Feuer und Flamme war und wusste: da muss ich dabei sein! Denn wer in seinem Leben schon mal selbst ein Shirt genäht hat, dem muss doch zwangsläufig schlecht werden, wenn er beim Discounter das Doppelpack Kindershirts für 3,99 in der Hand hält. Schnitt und Stoff kaufen, zuschneiden, nähen, Transport, Handel für unter zwei Euro – wie soll das bitte funktionieren? Nur auf Kosten der Schwächsten – der Näherinnen.

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Als berufstätige Mutter ist meine Nähzeit naturgemäß mehr als begrenzt. Gleichzeitig versuche ich, für den Mops (und neuerdings auch für mich) möglichst alles selbst zu nähen. Hauptsächlich, weil es dann genau so wird, wie ich es mir vorstelle und wie wir es brauchen. Weil es mir Spaß macht. Aber auch, weil ich dadurch genau weiß, dass das Teil höchstens auf Kosten meines Nachtschlafes entstanden ist, nicht aber auf Kosten von Frauen oder Kindern, die für einen Hungerlohn in Textilfabriken arbeiten und ihr Leben riskieren.

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Allein dadurch komme ich nicht in die Situation, mehr zu nähen als wir brauchen und überlege im Vorfeld genau, was  aktuell die höchste Priorität hat. Alles andere kaufe ich nach Möglichkeit Second Hand. Ich kann qualitativ hochwertige Markenteile kaufen, die mir im Laden sicher viel zu teuer wären und habe zusätzlich die Gewissheit, dass alle Schadstoffe beim x-fachen Waschen entfernt wurden.

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Die Teile, die ich für den Mops neu im Laden gekauft habe, lassen sich wahrscheinlich an zwei Händen abzählen. Die #myspringessentials und die Überlegungen, die ich in dem Zusammenhang angestellt habe, haben mein Näh- und Kaufverhalten zusätzlich sensibilisiert. Ich will gar nicht sagen, dass jeder all seine Klamotten selbst nähen muss. Und ich habe volles Verständnis dafür, wenn man kein Geld hat, seine gesamten Sachen bei Biolabels zu kaufen. Aber ich denke, dass jeder sich zumindest fragen sollte, ob das eine oder andere Teil wirklich erforderlich ist. Und ob man nicht lieber ein hochwertiges Teil Second Hand kaufen sollte, als jede Menge Preiswertes beim Discounter. Viele kleine Momente machen da die große Veränderung aus denke ich.

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Dass ich also bei der Aktion dabei sein wollte, stand damit fest. Genauso schnell war klar, welches Projekt ich zeigen möchte: Eines meiner liebsten #mysummeressentials, den Jumpsuit Josie aus der La Maison Victor.  Einen Jumpsuit wollte ich schon lange mal nähen. Im Job kann ich keine Kleider und Röcke tragen, also musste eine Alternative für den Sommer her. Und mit den La Maison Victor Schnitten war ich bislang sehr glücklich (zu sehen beispielsweise hier).

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Ich wäre allerdings nicht ich, wenn ich den Schnitt einfach so genäht hätte. Erster Grund dafür war meine Stoffwahl: ein stretchiger Baumwollstoff mit Fischprint vom Stoffmarkt. Offenbar aus der Produktion eines namhaften Damenmodenherstellers, ich habe jedenfalls eine Kaufhose aus ebendiesem Stoff entdeckt. Der Stoff ist übrigens eigentlich so bedruckt, dass die Fische senkrecht nach oben und unten schwimmen. Ich fand das blöd und habe den Stoff um 90° gedreht. Der Stoff war außerdem wesentlich fester als der vorgesehene Viskosestoff. Deshalb (und wegen der nicht unbeträchtlichen Differenz von zwei Größen zwischen oben und unten) fiel die Hose furchtbar, so dass ich zwei Abnäher hinten ergänzt habe.

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Die gravierenderen Änderungen habe ich am Oberteil vorgenommen. Um das Fischmuster nicht unnötig zu unterbrechen, habe ich das Vorderteil im Stoffbruch zugeschnitten und den Reißverschluss nach hinten verlegt. Außerdem war mein Stoff für die Raffung im Rückenteil zu fest, so dass ich das Rückenteil komplett neu gezeichnet habe. Den Halsausschnitt habe ich ubootiger gemacht und – nachdem vom Originaloberteil ohnehin nichts mehr übrig war – hinten noch einen fischförmigen Ausschnitt ergänzt.

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Das einzige, was mich wirklich Nerven – und jede Menge Zeit – gekostet hat, war das Fotografieren. Schließlich sollte es perfekt werden und ich hatte so genaue Vorstellungen. Mal war das Wetter zu schlecht. Dann war alles perfekt und der Mops hat mir nach zwei Minuten so einen fetten Fleck auf den Jumpsuit gemacht, dass kaschieren unmöglich war. Jetzt am Sonntag hat aber endlich alles gepasst. Zu 100% zufrieden bin ich zwar nicht, aber man braucht immer noch Potential, um sich zu steigern. Oder?

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Jetzt aber genug der Worte und ab mit diesem Herzensprojekt zum RUMS und zu mami made, denn #thisisnotokay! Vielen lieben Dank, liebe Susanne für die Organisation dieser tollen Aktion!

Alles Liebe,

Eure Lena

PS: Auf einigen Bildern seht ihr übrigens meine wunderschöne neue Tasche von june. Hätte ich sicher auch selbst nähen können. Aber wie schon gesagt: meine Nähzeit ist sehr begrenzt. Taschen nähe ich nicht gern. Und andere Frauen können auch toll nähen, wie sicher auch hier heute wieder bewiesen wird.

Jumpsuit Schnittmuster Josie von La Maison Victor | Stoff vom Stoffmarkt

Tasche june shop | dawanda

Sandalen Birkenstock | made in germany

Schmuck Niessing | made in germany

Brille mykita | made in Germany

 

#myspringessentials | Sonntagskleid

Hier hatte ich euch ja bereits mein erstes Kleid für die aktuelle Hochzeitssaison gezeigt und vor allem den Entstehungsprozess beschrieben. Bei Kleid Nummer 2 ging es leider nicht so glatt und ich musste für die zweite Hochzeit noch mal auf das Burdakleid zurückgreifen. Eine Woche später ist das Kleid nun aber fertig und ich kann euch mein erstes Werk nach einem Schnitt aus der La Maison Victor präsentieren: Das Kleid Jessy.

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Der Stoff ist vom letzten Stoffmarkt in Dortmund, der tatsächlich eine tolle Auswahl an Damenstoffen bereit hielt! Es handelt sich um eine Baumwolle-Viskose-Mischung in geliebtem Korallenrot und so gewollt krinkelig, dass das Kleid auch nach mehreren Stunden noch ansehnlich ist.

 

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Den Schnitt habe ich in Größe 34 ohne jegliche Änderung genäht. In der Hüfte hätte ich zwar eine 38 gebraucht, aber da der Rock ja weit ausgestellt ist, habe ich es mal riskiert. Lediglich am Saum habe ich zunächst großzügig um zehn Zentimeter verlängert, mich dann aber doch getraut, das Kleid so kurz wie vorgesehen zu nähen. Die Mehrlänge wäre aber noch vorhanden. Was meint ihr? Kann ich das so tragen?

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Ich mag das Kleid sehr: Es ist bequem, schlicht und durch die Details trotzdem nicht langweilig. Ich mag besonders die Biesen im Vorderteil. In der Taille wird es einfach mit einem Gummiband auf der Nahtzugabe gerafft und ist dadurch herrlich bequem. Und den tollen Knopf, den ich (zusammen mit vielen anderen) von der Oma vom Lieblingsmann geerbt habe. Passt er nicht perfekt!?

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Das Nähen ging (nach stundenlangem Zuschnitt) wirklich schnell und gut von der Hand. Die Anleitung ist super übersichtlich und enthielt tatsächlich einige Kniffe, die ich noch nicht kannte. Also von mir ein ganz klares Ja! zu den La Maison Victor Schnitten und die Sicherheit, dass da noch einige Teile folgen werden. Jetzt gehe ich aber erst Mal beim Me Made Mittwoch schauen, ob sich dort vielleicht noch andere LMV-Kreationen tummeln!?

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Habt einen fantantischen Tag!

Beste Grüße

Lena

Schnitt La Maison Victor Jessy

Stoff Baumwoll-Viskose-Webware

Änderungen keine

Linked with Me Made Mittwoch