Mix und Moritz- der zweite Streich (und ein kleines Tutorial)

Zunächst einmal wünsche ich dir ein fantantisches neues Jahr! Möge es uns Gesundheit, Zufriedenheit, Glück, Kreativität und die nötige Zeit, um diese zu nutzen bringen.

Mit den guten Vorsätzen ist das ja so eine Sache. Eigentlich bin ich nicht der Typ dafür. Aber einmal die Woche bloggen sollte schon drin sein. Einfach weil ich selbst so gern all die wunderbaren Blogs da draußen lese und ein kleines bisschen was zurückgeben mag.

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Heute gibt es endlich mal wieder ein bisschen Mopscontent. Die Fotos sind tatsächlich schon ein halbes Jahr alt (und das wunderschöne Shirt mittlerweile zu klein) und schlummerten seitdem vergessen auf der Festplatte. Aber da ich sie echt schön finde, mag ich sie dir trotzdem zeigen. Außerdem habe ich anhand dieser Hose ein kleines Tutorial zu meiner Version des Fake-Hosenschlitzes gemacht, das quasi mein Neujahrsgeschenk an dich ist.

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Das Shirt ist aus den wunderbaren Biojerseys von stoff und stil und tatsächlich nach dem gleichen Schnitt wie dieses hier genäht. Das Schnittmuster Beagle Boy (Nummer 23) aus der ottobre 4/2013 enthält nämlich sowohl eine Kapuzen- als auch eine Knopfleistenversion. Sowas lobe ich mir doch bei meiner Schnittmusterabzeichnungsphobie! Der Stoff hat eine gute  Qualität, das kann ich nach unzähligen Wäschen sagen. Die Oberfläche zeigt minimales pilling, aber alle Prints und auch die Farbe des Bündchens sind unverändert schön.

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Bei der Hose habe ich auf unseren absoluten Lieblingsschnitt zurückgegriffen, den ich gerade tatsächlich zum sechsten Mal nähe, aber hier erst ein Mal gezeigt habe: Mix und Moritz von der wunderbaren Steffi aka herzekleid. Das Material ist ein Leinen-Baumwoll-Chambray, perfekt für kühlere Sommertage und in Kombination mit den Dutch Love Stoffen von Hamburger Liebe wunderschön. Außerdem habe ich durch die Wahl anderer Taschen, einer anderen Bundlösung (inspiriert von Catrin vom stoffbüro) und durch Riegel zum Aufkrempeln der Hose einen komplett anderen Look erzielt als bei meiner ersten Version. Einfach fantantisch, wie wandelbar dieser Schnitt doch ist!

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Mit allen verfügbaren Optionen und insgesamt 26 Schnittteilen war die Hose definitiv nicht mal eben genäht. Aber der Aufwand hat sich definitiv gelohnt! Sie war schon letzten Sommer ein absolutes Lieblingsstück und wird sicher auch im nächsten Jahr durch die Krempelmöglichkeit und die bequeme Weite noch häufig zum Einsatz kommen.

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Während des Probenähens für Mix & Moritz schrieb ich mit der lieben Steffi über die Verarbeitung des Fake-Hosenschlitzes und erzählte ihr, dass ich diese etwas anders arbeite als sie. Steffi schlug vor, dass ich dazu doch mal ein kleines Tutorial schreiben könnte. Bitteschön, liebe Steffi, hier kommt das Tutorial. Für dich und für alle, die es sonst noch brauchen können und besser spät als nie.

 

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  1. Steppe die Schrittnaht von der hinteren Mitte bis zum Beginn des Hosenschlitzes. Dann vernähen und mit großer Stichlänge bis zur vorderen Mitte heften.
  2. Alle Kanten mit der Overlock oder mit einem Zickzackstich versäubern.
  3. Den Untertritt unter die linke (für Jungs) oder die rechte (für Mädchen) Vorderseite bügeln und an der Oberkante festheften.
  4. Von außen den Untertritt absteppen.
  5. So sollte die Hose jetzt ausschauen.
  6. Zum Schluss noch die Heftnaht in der vorderen Mitte wieder auftrennen, um einen möglichst authentischen Look zu erzielen.

Auf diese Weise erhälst du einen Hosenschlitz der offen steht wie ein herkömmlicher und andererseits erhält man genau die gewünschte Bundweite, damit du keine Probleme beim Annähen des Bundstreifen hast. Solltest du noch Fragen zu dieser Anleitung haben, kannst du mir gern eine Mail schreiben oder diesen Beitrag kommentieren.

Ich wünsche dir ein fantantisches Jahr und viel Freude beim Hosen nähen!

Liebe Grüße, Lena

Schnitt Hose | Mix & Moritz von herzekleid

Stoff Hose | Baumwoll-Leinen-Chambray aus dem örtlichen Stoffgeschäft

Schnitt Shirt  | Nr. 23 aus ottobre 4/2013

Stoff Shirt | Jersey und Bündchen von stoff & stil organic

Linked with | after work sewing | made4boys | ich näh bio

Ausgehfein! in klein

Als letztes Jahr ein paar Tage vor Ostern das ottobre-Sommerheft herauskam, musste ich es SOFORT haben. War auf der Titelseite doch eine waschechte Latzhose mit allem drum und dran. Ich LIEBE Latzhosen! Und ich hatte den weltallerschönsten kokka-Hasenstoff gekauft. Dann musste ich allerdings feststellen, dass der Schnitt erst in Größe 98 anfängt. Und dass dem Mops das noch viel VIEL zu groß war. Also gab es damals eine klimperkleine Babyhose und die Vorfreude auf dieses Jahr.

Zwischenzeitlich ist der Mops ein ganzes Stück länger geworden und es konnten endlich die ersten beiden Modelle der Mitchell Latzhose (Nr. 26, ottobre 3/2014) entstehen. Die erste Hose ist seine geliebte Monsterhose aus grünem Cord und gehört zu den Teilen, die es noch nicht auf den Blog geschafft haben. Tatsächlich hat der Mops eine ganze Reihe von Kleidungsstücken, die jedes mal SOFORT nach dem Waschen eingesaut werden. Von denen es kein einziges brauchbares Foto gibt. Und die sich damit bis heute erfolgreich vorm Blog drücken.

Umso schneller ging es mit diesem zweiten Modell: Mitchell in blau-orangefarbenem Karo, passend zu unserem Konrad, den ich euch hier gezeigt habe. Und genau das Richtige für all die Hochzeiten und Familienfeiern, die in den kommenden Wochen so anstehen.

Der Stoff ist ein Rest Karowebstoff vom wundervollen Herrn Mommertz aus Aachen. In dem Moment, in dem ich ihn entdeckt habe, wusste ich, dass daraus eine Latzhose werden würde. Weil es sich bei dem Stoff eigentlich um einen Hemdenstoff handelt, habe ich die Hose komplett mit orangefarbenem Jersey gefüttert.

Ich finde die Hose einfach nur toll und finde der Mops schaut damit zum Anbeißen aus! Deshalb schicke ich sie jetzt mal zu made4boys und zu mykidwears!

Ich wünsche euch eine fantantische Woche. Wenn alles gut läuft, gibt es diese Woche auch noch den passenden Ausgehlook für Mama. Und den Gewinner des Konrad-Ebooks bin ich euch auch noch schuldig…

Liebe Grüße

Lena

my kid wears – Frühlingshafte Vögel auf Fleece

Während ich seit Wochen mühevoll an meiner Frühlingsgarderobe feile (meine aktuellen Bemühungen sind hier nachzulesen) entsteht die Garderobe für den Mops ganz intuitiv und aus dem Bauch heraus. Vieles nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen und ohne große Hintergedanken. Und was soll ich sagen!? Alles vernetzt sich, greift mühelos ineinander, passt perfekt zusammen! So geschehen beim heutigen Outfit, das den Mops durch den heutigen zarten Frühlingstag begleitet hat. Grün, türkis, blau, petrol. Gerade Schnitte, klare Muster und Formen. Was braucht man mehr!?

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Die Jacke ist nach dem Schnitt 15 | Block Stripes aus der ottobre 1/2015 entstanden. Aus wunderbarem Baumwollfleece von Michas Stoffecke in kiwigrün. Die lillestoff blomma birds passen perfekt dazu und gemeinsam mit etwas grünem Vichykaro und petrolfarbenem Sommersweat aus meinem Fundus ergibt sich eine perfekte Kuscheljacke für Frühlingstage.

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Der Schnitt ist für meinen Geschmack leider etwas disproportioniert. Ich habe die Jacke mit Größe 104 extra noch etwas reichlich genäht. Allerdings finde ich sie an den Schultern schon extrem breit, weshalb die Ärmel auch gefühlt einen Meter zu lang sind. Außerdem finde ich die Kapuze schon seeeehr groß, dabei hat der Mops schon einen riesigen Kopf! Nichtsdestotrotz mag ich die Jacke sehr und auch der Mops liebt sie.

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Die Mütze ist schon im letzten Jahr für den Frühling entstanden und passt mit ihrem türkis-grünen Farbverlauf ganz zufällig perfekt. Gestrickt ist sie ohne Muster von oben nach unten, einfach so lange, bis das Knäuel aufgebraucht war. Der letzte Minirest reichte noch gerade für eine kleine Quaste. Leider habe ich vergessen mit einzuplanen, dass Baumwolle doch mehr leiert als Wolle. Aber auch so schlumpfig gefällt mir die Mütze ganz gut!

IMG_8918Die Hose ist aus Jeansjersey und nach dem Schnitt 26 | chillax aus der ottobre 1/2013 entstanden. Ich mag den Schnitt sehr, er hat einen leicht vertieften Schritt, was ihn super bequem und windeltauglich macht und ist unten schön eng. Die Taschen und Details habe ich einer echten Jeans nachempfunden und den Bund habe ich doppelt genäht. Außen aus Jeansjersey für den echten Jeanslook, darunter ein Bund aus Rippenbündchen mit Gummizug, der für den nötigen Halt sorgt. So hat der Mops die Bequemlichkeit einer Jogginghose mit dem coolen Look einer Jeans. So mag ich das, gerade wenn längere Autofahrten oder ähnliches auf dem Programm stehen. Leider neigt der Jeansjersey zum Fäden ziehen, er hat aber auch schon unzählige Wäschen und Abenteuer mitgemacht! Die Hose begleitet uns jetzt tatsächlich schon ein Jahr!

IMG_8951Nun sollte ich mich aber dringend mal wieder um meine #myspringessentials kümmern. Bis zum 01. April sind es gerade mal noch zwei Wochen!

Bis dahin – liebe Grüße

Lena

linked with made4boys | mykidwears

My kid wears – Mädchenfarben!?

Der Mops hat mit seinen nicht mal drei Jahren schon einen sehr ausgeprägten eigenen Geschmack. Seine absolute Lieblingsfarbe ist dabei rosa. Die pinken Einhorn-Glitzer-Puschen im Schuhgeschäft – genau seins! Prinzessinen-Herzchen-Jersey im Stoffladen – jap! Da mir sowas aber nicht mal bei einem Mädchen ins Haus käme, brauchten wir da bislang nicht groß zu diskutieren. Als er aber neulich diese rosa-melierte Wolle anschleppte und genau daraus unbedingt etwas gestrickt haben wollte, dachte ich – warum eigentlich nicht? – und legte los.
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Entstanden ist ein Pullunder nach diesem japanischen Strickmuster, das ich bei ravelry entdeckt hatte. Ich wollte gern ein möglichst schlichtes Muster, um das fertige Teil nicht zu mädchenhaft aussehen zu lassen. Auf die aufgesetzten Taschen habe ich aufgrund des gemusterten Garns verzichtet. Generell finde ich die schlichte Schnittführung mit den gehäkelten Kanteneinfassungen und dem Verschluss mit Knopf und Öse aber wunderschön und ich könnte mir super eine Sommerversion aus einem leichten Leinengarn vorstellen! Das Strickmuster ist (mit ein bisschen Erfahrung) problemlos umzusetzen. Ich habe den Hauptteil in Runden gestrickt weil ich Vernäharbeiten hasse und aufgrund der fehlenden Ärmel ist das Teil super schnell fertig!

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Die passende Hose für den Mops ist aus meiner alten Lieblingsjeans entstanden, nachdem diese im Kampf mit einem herausstehenden Nagel den Kürzeren gezogen hatte. So hat sie ein fantantisches zweites Leben geschenkt bekommen, auch wenn ich beim Zuschneiden ganz schön puzzlen musste. Kaum zu glauben, dass es so schwierig ist, eine Hose Größe 98 aus einer Damenjeans zuzuschneiden! Der Schnitt ist ein Babyhosenschnitt aus der Knippie 5/2014, die ich mir aus dem letzten Kurzurlaub in den Niederlanden mitgebracht habe. Und er begeistert mich sehr! Schön schmal geschnitten, guter Sitz am Windelpo und durch den Gummizugbund einfach an- und auszuziehen und ohne groß einzuengen. So mag ich Kindermode!pullunder2

Auf dem Bild seht ihr übrigens meinen ersten Puschennähversuch nach eigenem Schnitt. Ein weiteres Paar für die Kita hatte ich euch bereits hier gezeigt.

Und jetzt bin ich auf eure Meinung gespannt: Rosa für Jungs – geht das oder geht das gar nicht?

Habt eine fantantische Woche! Wenn alles gut läuft, lesen wir uns schon bald wieder – dann mit einem neuen Teil für mich!

Liebe Grüße

Lena

Schnitt Pullunder von hier | Hose aus der Knippie 5 2014 | Puschen eigener Schnitt

Änderungen Pullunder ohne Taschen und in Runden gestrickt

Hose um klassische Taschen und Fake-Reißverschlussschlitz ergänzt

Material Wolle aus dem Ort | Lieblingsjeans von Mama | Leder von hier

Verlinkt  My kid wears | Upcycling Tuesday | made4boys

My kid wears – einen gemütlichen Fleeceoverall

Zwei Dinge vorweg: erstens tut es mir wahnsinnig Leid, dass ich mich hier so rar gemacht habe. Aber der Dezember bestand aus einer einzigen Krankheitswelle, die über unsere gesamte Familie rollte. Dazu kam ein neuer Job für mich und dann war da ja auch noch sowas mit Kind und Krippe und so…

Zweitens möchte ich noch einmal allen danken, die mir bei der Elsenparty von schneidernmeistern ihre Stimme geschenkt haben! Ich kann es immer noch nicht glauben, dass meine Else zusammen mit den wunderbaren Modellen von Tag für Ideen und Prülla zu einer der schönsten Elsen im ganzen Land gewählt wurde! Fantantisch!

Heute möchte ich euch ein Teil zeigen, das bereits im vorletzten Jahr für den Mops entstanden ist. Es handelt sich um einen Fleeceoverall nach einem Schnitt Jumpsuit (Nr. 17) aus der ottobre 4/2012. Den Overall habe ich komplett aus Microfleece genäht und mit dem wunderschönen Jersey Fräulein Märta aus der Feder von Blaubeerstern gefüttert. Alles in blau, weil zu dieser Zeit unser kleiner Mops noch von aller Welt für eine kleine Möpsin gehalten wurde. Seitdem klappt es tatsächlich irgendwie 😉

Da es momentan ja leider nicht wirklich winterlich kalt ist, sondern eher matschig und lau, ist der Overall aktuell die perfekte Oberbekleidung. Er passt nämlich – Dank Mamas vorausschauender Nähweise und weil sich die Bündchen anfangs nach innen umschlagen ließen – immer noch und wurde auch gestern ausgeführt.

collage2Zum Glück habe ich entgegen meiner sonstigen impulsiven Art eine Probeversion aus einer alten Ikeadecke genäht. Und siehe da – die Rumpflänge war in der gewählten Größe 92 viel zu kurz, die Ärmel und Beine dagegen super lang. (Das habe ich jetzt im Zusammenhang mit diesem Schnitt schon häufiger gelesen!) Also habe ich den Schnitt für die Vorderteile und das Rückenteil jeweils auf Bauchnabelhöhe geteilt und satte vier Zentimeter dazwischen gesetzt. Außerdem habe ich um die asymmetrische Schnittführung zu betonen noch eine Tasche ergänzt. Das Futter habe ich so eingenäht, dass man den Overall theoretisch auch wenden könnte. Dafür ist mir das Muster allerdings doch irgendwie zu mädchenhaft…

Zum Abschluss möchte ich euch noch ein paar Bilder aus dem letzten Winter zeigen. Damit ihr mir glaubt, dass der Overall da schon passte. Weil man dort auch die passende Beanie und den Loopschal bewundern kann. Weil ich die Fotos so liebe. Und weil sie einfach viel zu schnell groß werden…

Ich wünsche euch ein fantantisches neues Jahr! Ich habe den guten Vorsatz gefasst, ab jetzt wieder fleißiger hier zu sein. Und dazu gehe ich mit unserem Overall jetzt mal Inspirationen sammeln bei mykidwears und made4boys.

Eure Lena

Schnitt jumpsuit | Nummer 17 | ottobre 4 /2012

Änderungen Rumpfteil mittig um etwa 4 cm verlängert, gefüttert, Tasche ergänzt

Material Microfleece, Bündchen und Blaubeerstern-Jersey vom örtlichen Stoffhändler

Aufwand Dank Probeversion und Wendefutter extrem hoch – aber es hat sich gelohnt!

Shirtwoche – Olaf, der Nördbör

Heute möchte ich euch das zweite Shirt, das hier für die kommende Saison entstanden ist, zeigen. Der Schnitt ist die Nummer 20 | Buttoned Up aus der ottobre 1/2012. Allerdings ohne Knopfleiste, weil diese sich nicht mit der Applikation vertragen hätte. Stattdessen habe ich eine Knopfleiste auf der Schulter nach dem Tutorial von Catrin vom Stoffbüro, das sie mal als Gastbeitrag fürs herzekleid geschrieben hat, ergänzt.

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Das fast fertige Shirt lag bereits seit einigen Monaten in meiner Ufo-Kiste. Die Applikationsvorlage hatte mein Mann nach meiner Vorstellung gezeichnet. Nur die Umsetzung der Applikation habe ich mal wieder ewig vor mir her geschoben, weil ich wie so oft den Aufwand gescheut habe. Die Rettung des Shirts war dann (wie auch schon bei den Kita-Puschen) der Totalausfall meiner Overlock. So habe ich dann an einem overlockfreien Abend in nur zwei Stunden Olaf, den „Nördbör“ zum Leben erweckt. Appliziert aus weißem Biobaumwollteddy mit Brille, Augen und Nase aus braunem Jersey. Ohren und Mund sind mit einem Knopflochstich aufgenäht, die Augen und die Nase habe ich ebenfalls mit einem engen Zick-Zack-Stich ausgefüllt. Was mich zu den orangefarbenen kam snaps bewogen hat, kann ich im Nachhinein gar nicht sagen. Und vielleicht werde ich es auch irgendwann bereuen. Aber als ich das Shirt fertig gestellt habe, war mir sonnenklar, dass die Knöpfe orange sein müssen. Damit es nicht ganz zusammenhangslos ist, habe ich ein kleines Label am Saum ergänzt, das den Farbton wieder aufnimmt.

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Der Mops liebt sein neues Bären-Shirt sehr. Und auch ich bin mit der Passform des Schnittes wie auch mit der Qualität des Stoffes sehr glücklich. Die erste Wäsche hat der Bär ebenfalls anstandslos über sich ergehen lassen – also alles fantantisch!

details_noerdboerDann schicke ich unser neues Shirt jetzt mal wieder zur Shirtwoche und zu made4boys.

Einen fantantischen Abend euch allen,

Lena

PS: Ähnlichkeiten mit existierenden Bären sind selbstverständlich rein zufällig 😉

Schnitt buttoned up | Nummer 20 | ottobre 1/2012

Änderungen Halsausschnitt um 0,5 cm enger, Knopfleiste auf der Schulter

Material Ringeljersey und türkisfarbenes Bündchen vom Stoffmarkt

Aufwand Shirt eine Stunde, Applikation keine zwei Stunden

Shirtwoche – Racing Cars

Die liebe Frau Rohmilch hat diese Woche mal wieder zur Shirtwoche ausgerufen. Das möchte ich zum Anlass nehmen, euch zu zeigen, was hier in den letzten Wochen so für den Mops entstanden ist. Den Anfang macht ein Kapuzenshirt nach dem Schnittmuster Beagle Boy (Nummer 26) aus der ottobre 4/2013. Für mich eine der besten ottobres überhaupt. Der Hosenschnitt Nummer 7 ist beispielsweise seit drei Größen mein absoluter Standardschnitt. Aber dazu ein andernmal, schließlich sind wir hier in der SHIRTwoche!

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Für seine nicht mal drei Jahre hat der Mops schon einen sehr ausgeprägten eigenen Willen in Bezug auf seine Kleidung (naja, eigentlich besitzt er in jeder Hinsicht einen ausgeprägten eigenen Willen…). Ich vermute, dass dies auch daraus resultiert, dass nahezu alle seine Kleidungsstücke von mir genäht sind und er wann immer möglich auch Mitspracherecht in Hinsicht auf Design und Ausführung bekommt. Als wir vor einigen Wochen auf dem Stoffmarkt waren, hat er sich direkt einen Coupon vom Little Darling-Jersey Racing Cars geschnappt und nicht mehr losgelassen. Nicht einmal zum bezahlen. Da war klar, dass daraus ganz schnell ein Shirt für ihn werden muss. Auch wenn der Stoff sonst so gar nicht meinem Geschmack entspricht. Den passenden Ringeljersey gab es auf dem Stoffmarkt zum Glück gleich dazu, gelbes Bündchen war noch im Haus und so stand dem neuen Kapuzenshirt nichts mehr im Wege.

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Den Schnitt finde ich sehr gelungen. Durch die überlappende Kapuze sitzt das Shirt schön halsnah, was ich im Winter besonders wichtig finde. Auch die Länge ist (anders als bei manch anderen ottobre-Schnitten) schön reichlich bemessen, so dass ihm das Shirt hoffentlich den ganzen Winter über passen wird. Und der Stoff hat wirklich eine tolle Qualität, das Hemd wandert von der Wäscheleine immer direkt ans Kind und es zeigt sich noch kein einziges Knötchen. Das einzige, was ich gewöhnungsbedürftig finde, ist, dass die Bündchen gesäumt werden. Das würde ich in Zukunft anders machen. Von der Verarbeitung her habe ich noch einen kontrastfarbenen Einfassstreifen für den Halsausschnitt ergänzt, einfach, weil ich das so hübsch professionell finde.

details_autoshirtUnd weil es ein richtiges Jungs-Hemd ist, schicke ich das Hemd jetzt nicht nur zur Shirtwoche, sondern auch zu made4boys.

Ich wünsche euch einen fantantischen Tag,

eure Lena

Schnitt ottobre design 4/2013, Schnitt 26 | Beagle Boy, Größe 98

Änderungen keine

Material Racing Cars Jersey von Little Darling, Ringeljersey und Rippbündchen vom Stoffmarkt

Aufwand keine zwei Stunden

 

Kitapuschen für den Mops

Bislang konnte man als Besucher dieses Blogs wohl den Eindruck bekommen, dass ich in erster Linie für mich nähe. Tatsächlich sind mindestens 90 Prozent der Dinge, die hier entstehen, für den Mops. Seit seinem ersten Geburtstag nähe ich (bis auf Bodys und Socken) fast alle Kleidungsstücke für ihn selbst. Das dauert zwar meist wesentlich länger als die Sachen zu kaufen, aber es passt ihm einfach besser und alles ist genau so, wie ich (oder mittlerweile eher er) das wollen.

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Nun ist endlich das zweite Paar Puschen für ihn fertig geworden. Pünktlich zum Start in der neuen Kita. Naja, fast. Es sind erst drei Monate. Ich hatte tatsächlich schon eine Woche vor Kitastart angefangen, aber wie das immer so ist, war dann die Ledernadel kaputt und meine Maschine hat sich geweigert, das Leder mit einer anderen Nadel zu nähen. Dazu kam meine allgemeine Applikations-Panik. Ich mag Applikationen sehr und plane und konzipiere sie auch gerne euphorisch. Wenn es an die Umsetzung geht, habe ich aber meist einen Heidenrespekt vorm (zeitlichen) Aufwand. Also wanderte das Ganze irgendwannd frustriert in meine Ufo-Box. Wo die Teile meist auch ewig liegen bleiben, weil mir tausend neue Ideen in den Kopf kommen, die selbstverständlich alle sofort umgesetzt werden wollen.

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Da jetzt aber meine Overlock kaputt ist und neue Ledernadeln mittlerweile bereit lagen, war nun die Gelegenheit gekommen, die Puschen endlich fertig zu nähen. Den Schnitt habe ich nach diesem fantantischen Tutorial von mommade selbst konstruiert. Es ist bereits das zweite Paar nach diesem Schnitt und nachdem ich das Vorderteil nun noch etwas schmaler gemacht habe, passen die Puschen jetzt perfekt! Für den Blumenstiel habe ich einfach mit hellgrünem Garn zwei gerade Nähte übereinander aufgesteppt. Die Blüte ist ein Oval aus weißem Leder, das ich ganz oft mit einer Nagelschere eingeschnitten und hochgebogen habe. Die Blütenmitte ist ein gelber Knopf. Um den annähen zu können, habe ich vorher zwei Löcher mit der Ahle vorgebort. Und die Wiese ist freihand gezeichnet und aus grünem Leder ausgeschnitten. Dies habe ich dann mit der linken Seite nach oben aufgenäht, um einen Rasenlook zu erzielen. Was soll ich sagen – ich mag die Puschen sehr und es ging tatsächlich mal wieder viel schneller, als ich befürchtet hatte!

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Seit gestern trägt der Mops seine neuen Puschen nun und ist mächtig stolz darauf. Ihr könnt ja mal raten, in welche Gruppe er in der neuen Kita geht 😉

Und weil ich mich dort auch immer gerne inspirieren lasse, schicke ich unsere Puschen nun zu made4boys.

Habt einen fantantischen Tag

Eure Lena

Schnitt Selbstgemacht nach diesem Tutorial

Leder von hier

Aufwand keine zwei Stunden