#myspringessentials | streifenliebe kielo wrap dress

Nach dem Federkleid-Jacquard, den ich dir hier als lässigen Blouson-Cardigan gezeigt habe, durfte ich einen zweiten Stoff aus der neuen stoffbüro-Frühlingskollektion vernähen: die Streifenliebe in mandarine/offwhite. Hiebei handelt es sich um einen Singlejersey mit Elasthananteil, ebenfalls aus dem Hause Albstoffe und natürlich in Bio-Qualität. Wenn du mehr über die stoffbüro-Frühlingskollektion erfahren willst, klickst du dich am besten rüber zu Catrin. Dort siehst du auch jede Menge fantantischer Designbeispiele.

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Bezüglich des Schnittes musste ich dieses Mal nicht lange überlegen. Denn dass ich mir das kielo wrap dress von named patterns als Umstandskleid nähen will, stand schon lange fest, bevor ich überhaupt schwanger war. Spätestens seit der kostenlosen Ärmel-Erweiterung von named und der Umstandsversion von Tina Wheeze hatte dieser Schnitt einen festen Platz auf meiner To-Sew-Liste.

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Das Kleid habe ich zunächst ohne Änderungen in meiner Vor-Schwangerschaftsgröße genäht. Und der Schnitt ist super! Lediglich die Gesamtlänge habe ich nach der ersten Anprobe um ca. 15-20 cm gekürzt. Ansonsten ist alles genau wie im Schnitt vorgesehen. Ich finde die Abnäher sitzen perfekt und auch sonst ist das Kleid wirklich durchdacht und dabei super einfach zu nähen. (Wenn man denn erstmal den Zuschnitt aus dem Streifenstoff hinter sich gebracht hat.) kielo7

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Für den Halsausschnitt habe ich einen kontrastfarbenen Jerseystreifen zur Versäuberung verwendet. Ok, der Kontrast ist nicht wahnsinnig groß. Aber für mich geht es als Kontrast durch! Und ich bin mit der Optik und der Verarbeitung wirklich zufrieden.

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Das Kleid trägt sich wirklich total bequem und lässt sich auf zwei Arten binden – wahlweise mit vorn oder hinten überlappenden Seitenteilen. Während mir vorn besser gefällt, präferiert mein Mann die hinten-Variante. Ansonsten sind die Reaktionen auf das Kleid sehr gemischt. Während ich aufgrund der Masse an Streifen zwischendurch die Befürchtung hatte, im fertigen Kleid wie ein wandelnder Strandkorb auszusehen, bin ich nun vom Ergebnis sehr angetan. Aus meinem Umfeld kamen hingegen Reaktionen von „Nachthemd“ bis „Tonne“. Was meinst du? Tragbar oder besser nur was für die Couch oder den Strand?

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Ich wünsche dir ein frühlingshaftes Wochenende und verabschiede mich für heute mit DEM kielo-Foto.

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Liebe Grüße, Lena

Schnitt kielo wrap dress | named patterns | kostenlose Ärmelerweiterung

Stoff Streifenliebe mandarine/offwhite | stoffbuero

Blazer hier gebloggt

linked with rums

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#myfallessentials – alles bleibt anders

Drei Monate ist es her, dass Elke, Sindy, Steffi, Marina, Eveline und ich dir unsere Pläne für unsere Herbstgarderobe vorgestellt haben. Sechs ganz unterschiedliche Interpretationen der #myfallessentials. Heute ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme. Was ist in den letzten drei Monaten passiert? Wie sind unsere Pläne aufgegangen? Was werden wir den Rest des Winters tragen?

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Bei mir ist das schnell erzählt: nichts. Weder der Blog noch die Nähmaschine haben mich in den letzten drei Monaten gesehen. Ich habe nicht ein einziges Kleidungsstück für mich genäht. Viel lieber habe ich meine Zeit in den vergangenen Monaten mit spucken und schlafen verbracht, denn ich werde im Mai wieder Mama!

Die körperlichen Veränderungen, die solch eine Schwangerschaft mit sich bringt (bislang 5 Kilo und fast 30 cm Bauchumfang mehr) haben natürlich einen großen Einfluss auf den Kleiderschrank.

Byebye #myfallessentials, hello #mymaternityessentials!

Also war es Zeit für eine erneute Bestandsaufnahme. Jede Menge Teile mussten den Schrank verlassen, meine Umstandssachen aus der Mopsschwangerschaft (eine Jeans, ein Jeansrock, zwei Blusen) durften einziehen. Und weil Nähen in den letzten Monaten tatsächlich keine Option war, habe ich mein selbstauferlegtes Klamottenkaufverbot für 2016 nur zwei Tage vor Ablauf des Jahres gebrochen und einige Oberteile gekauft, damit ich überhaupt noch was fürs Büro anzuziehen habe.

#mylooks

Das mit Abstand am häufigsten getragene Kleidungsstück ist meine Umstandsjeans. Dunkelblau und mit geradem engem Schnitt ist sie ein echtes Everyday-Basic und lässt sich mit Oversize-Pullover genauso kombinieren wie mit Bluse und Strickjacke fürs Büro. Ich habe sie in der ersten Schwangerschaft in einer extra Umstandsboutique gekauft und sie war sauteuer, aber Qualität zahlt sich hier definitiv aus!

In der Freizeit gern getragen ist meine rosa Wildlederjogginghose. Sie kombiniere ich gern mit Jeanshemd, wahlweise offen oder halb geschlossen, was gerade noch geht.

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Was immer geht ist meine Wollwalkbikerjacke. Die trage ich als Blazerersatz im Büro und am allerliebsten in der Kombi mit creme-blauem Ringelshirt.

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#myplans

Da die Übelkeit mich nun endlich nicht mehr Vollzeit im Griff hat, hoffe ich noch einige Nähpläne umsetzen zu können. Der Markt an Umstandsschnitten ist zwar sehr begrenzt. Aber die derzeitige Mode mit ihren Oversizepullis und Jogginghosenschnitten ist ohnehin äußerst schwangerenfreundlich. Ich habe mir fürs erste die folgenden Schnitte ausgesucht:

Burdastyle bietet einige spezielle Umstandsschnittmuster an. Diese Hose wollte ich schon in der letzten Schwangerschaft nähen, vielleicht gelingt es mir dieses Mal ja. Schlicht und gerade geschnitten und die Kritiken sind allesamt gut. Ich würde allerdings sowohl vorn als auch hinten Taschen ergänzen.

Für den Blusensewalong bei ellepuls habe ich mir dieses Hemdblusenkleid ausgesucht. Ein modernes, lässiges Teil mit dem gewissen Etwas. Blauer Chambray liegt schon bereit. Bist du  beim Blusensewalong auch dabei?

Ebenfalls gefällt mir dieser Umstandsblazer, der sicher auch nicht schwanger eine gute Figur macht, weil man ihn dann wohl geschlossen tragen kann. So ein Blazer ist eine tolle Alternative zur lockeren Strickjacke und wertet jedes Outfit gleich auf.

Aber auch viele herkömmliche Schnitte lassen sich in der Schwangerschaft nähen, teils ganz ohne und teils mit kleineren Änderungen. Named bietet mit den alexandria peg trousers und dem kielo wrap dress gleich zwei Schnitte, die mir schwangerschaftstauglich erscheinen. Eine Umstandsversion des kielo dress hat beispielsweise Tina Wheeze genäht. Beide Schnitte liegen schon gedruckt bereit, Stoff ist vorhanden.

Strickjacken gehen ja bekanntlich immer und als ich Ulrike von moritzwerk in ihrer Schwangerschaftsversion des Lisbon Cardigan gesehen habe, war klar, dass ich diesen Schnitt auch für meine #mymaternityessentials brauche.

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Ein Schnitt der mich außerdem total reizt, ist der Sirius Sweater von I AM patterns. Ich kann mir gut vorstellen, dass mit einer leichten Änderung des Vorderteils dieser Schnitt schwangerschaftstauglich wird. Ich hoffe, dass ich dir bald darüber berichten kann…

Und was ist aus meinem Vorsatz geworden, Accessoires und Statementschmuck für mich zu entwerfen? Nun, wie du dir vorstellen kannst nicht viel. Zum Glück gibt es da aber den Lieblingsmann, der mir zum Hochzeitstag die schönste aller Ketten entworfen und 3D-drucken hat lassen. Für mich das schönste Statement, das ich tragen kann!

Mehr gibt es hier heute leider nicht zu sehen. Für Fotos war im Leben 1.0 diesmal leider kein Platz. Aber das macht nichts, denn die anderen fünf wunderbaren Mädels haben allesamt inspirierende, kreative, motivierende Beiträge verfasst, die Lust machen, sich auch mal näher mit dem Thema capsule wardrobe zu beschäftigen. Wenn du magst, kannst du deine Gedanken zum Thema auch bei Elke auf dem Blog verlinken. Ich bin gespannt!

Elke von ellepuls

Sindy von mein gewisses etwas

Steffi von herzekleid

Marina von metterlink

Eveline von froelein tilia

Ich wünsche dir ein kreatives, gesundes und rundum glückliches 2017!
Lena

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bye bye #myspringessentials

Es war so schön mit euch! Denn heute ist es tatsächlich so weit – unsere gemeinsame Reise endet hier. Vor fast einem halben Jahr durch einen Facebook-Post von Elke angestoßen und dann mit Sindy gemeinsam in die Tat umgesetzt.

Viele Gedanken. Eine capsule wardrobe. 33 Teile. 3 Monate lang.

Was bleibt?

Zunächst einmal acht wunderschöne Stücke, allesamt selbstgenäht und allesamt zu echten Lieblingsteilen geworden. MEINE springessentials.

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| 1 | Ringel-Else | 2 | Schwalbensweatshirt | 3 | #myspringessentials-Mechelen und Lieblingsbeanie | 4 | Kimono-Tee | 5 | Blauer Burda Blazer | 6 | Goldenes Burdakleid | 7 | Jessie-Kleid in Lieblingsfarbe

Dazu jede Menge Erkenntnisse. Über mich. Und meinen Stil. Ich denke, ich würde meine #myspringessentials heute tatsächlich genauso wieder wählen. Ich mag den Look, das Klare, Geradlinige. Die Farben. In den letzten drei Monaten habe ich nur ein einziges Mal vorm Kleiderschrank gestanden ohne sofort zu wissen, was ich anziehen soll. Sonst hat sich alles perfekt zusammengefügt, ich habe die beschränkte Auswahl nie als Mangel, sondern immer als große Bereicherung erlebt.

Wobei… So ganz stimmt das nicht. Ich habe doch einiges gelernt, was ich beim nächsten Mal besser oder zumindest anders machen möchte. So zum Beispiel, dass ich zwar sehr gerne Röcke und Kleider trage, sie aber einfach nicht in mein aktuelles Leben passen. Daher fürs nächste Mal mehr Hosen, um noch mehr Kombinationsmöglichkeiten zu haben. Aber ich betrachte das Ganze ohnehin als einen Prozess, der wohl nie abgeschlossen sein wird, weil auch ich mich immer verändere.

Dann bleibt da noch, die Bekanntschaft mit zwei wundervollen und inspirierenden Frauen gemacht zu haben. Danke, Elke, danke, Sindy! Es war wirklich schön mit euch.

Und zu guter Letzt: der Wunsch weiter zu machen. Deshalb stehen sie schon in den Startlöchern: meine #mysummeressentials. Wer mir bei instagram (@fantantisch) folgt, konnte schon einen ersten Blick auf sie werfen. Sicherlich weniger durchdacht und geplant als die Frühlingscapsule. Aber auch das sehe ich als Experiment: Wie viel Planung braucht es wirklich? Oder ist es am Ende viel schöner, den Kopf einmal über Bord zu werfen und einfach drauf los zu leben? Wann, wenn nicht im Sommer, der jetzt endlich Einzug gehalten zu haben scheint!?

In diesem Sinne – habt einen fantantischen Sommer!

Lena

PS: Wer noch etwas über die Entstehung meiner #myspringessentials nachlesen möchte, kann das gerne hier tun.

PPS: Ich werde mit meinen gesammelten Frühlingswerken nun mal bei den Damen von HOT vorbeischauen und mich dort für den Sommer inspirieren lassen!

#myspringessentials | Sonntagskleid

Hier hatte ich euch ja bereits mein erstes Kleid für die aktuelle Hochzeitssaison gezeigt und vor allem den Entstehungsprozess beschrieben. Bei Kleid Nummer 2 ging es leider nicht so glatt und ich musste für die zweite Hochzeit noch mal auf das Burdakleid zurückgreifen. Eine Woche später ist das Kleid nun aber fertig und ich kann euch mein erstes Werk nach einem Schnitt aus der La Maison Victor präsentieren: Das Kleid Jessy.

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Der Stoff ist vom letzten Stoffmarkt in Dortmund, der tatsächlich eine tolle Auswahl an Damenstoffen bereit hielt! Es handelt sich um eine Baumwolle-Viskose-Mischung in geliebtem Korallenrot und so gewollt krinkelig, dass das Kleid auch nach mehreren Stunden noch ansehnlich ist.

 

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Den Schnitt habe ich in Größe 34 ohne jegliche Änderung genäht. In der Hüfte hätte ich zwar eine 38 gebraucht, aber da der Rock ja weit ausgestellt ist, habe ich es mal riskiert. Lediglich am Saum habe ich zunächst großzügig um zehn Zentimeter verlängert, mich dann aber doch getraut, das Kleid so kurz wie vorgesehen zu nähen. Die Mehrlänge wäre aber noch vorhanden. Was meint ihr? Kann ich das so tragen?

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Ich mag das Kleid sehr: Es ist bequem, schlicht und durch die Details trotzdem nicht langweilig. Ich mag besonders die Biesen im Vorderteil. In der Taille wird es einfach mit einem Gummiband auf der Nahtzugabe gerafft und ist dadurch herrlich bequem. Und den tollen Knopf, den ich (zusammen mit vielen anderen) von der Oma vom Lieblingsmann geerbt habe. Passt er nicht perfekt!?

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Das Nähen ging (nach stundenlangem Zuschnitt) wirklich schnell und gut von der Hand. Die Anleitung ist super übersichtlich und enthielt tatsächlich einige Kniffe, die ich noch nicht kannte. Also von mir ein ganz klares Ja! zu den La Maison Victor Schnitten und die Sicherheit, dass da noch einige Teile folgen werden. Jetzt gehe ich aber erst Mal beim Me Made Mittwoch schauen, ob sich dort vielleicht noch andere LMV-Kreationen tummeln!?

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Habt einen fantantischen Tag!

Beste Grüße

Lena

Schnitt La Maison Victor Jessy

Stoff Baumwoll-Viskose-Webware

Änderungen keine

Linked with Me Made Mittwoch

Mix & Moritz – Der erste Streich

Es gibt Blogs, für die habe ich nur eins übrig: Bewunderung. Da freue ich mich über jeden einzelnen Post, lasse mich inspirieren und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Herzekleid ist so ein Blog. Jedes einzelne Teil, das Steffi näht, ist wirklich wundervoll. Egal ob für Damen oder für Kinder. Schlicht. Unaufgeregt. Und doch etwas ganz besonderes. Dazu ihre wunderbaren Schnitte wie das Michel-Hemd und tolle Aktionen wie die T-Shirt-Bausteine. Einfach – fantantisch!

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Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich für Steffi ihren neuen Hosenschnitt „mix & Moritz“ probenähen durfte. Ein wahnsinnig vielseitiger Hosenschnitt für alle Fälle, für Mädels und Jungs, für Groß und Klein. Unsere erste Version ist aus sandfarbenem Twill mit Kniepatches, roten Kontrastnähten und maritimem Webband. Der Mops liebt sie sehr (er hat ja auch alles selbst ausgesucht) und den ersten Praxistest hat sie schon hervorragend bestanden.

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Das passende Shirt ist schon letztes Jahr entstanden. Nach dem Schnitt star snap aus der ottobre 3/2014 und aus den letzten Resten des wunderbaren swafing Flugzeug-Jerseys (deshalb auch die zwei verschiedenen Ärmel). Den Papierflieger habe ich aus weißem Jersey appliziert, der „Schweif“ ist ein Streifen des Ringeljerseys, den ich mit Geradstich aufgesteppt habe und der sich nach Lust und Laune einrollen darf.

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Falls euer Kind genauso schnell wächst wie meins und ihr dementsprechend auch einen ganzen Schwung neuer Hosen braucht, kann ich euch Steffis Schnitt nur ans Herz legen. Und wenn ihr Schnitte kleben und zeichnen hasst umso mehr! Denn das Schnittmuster enthält so viele Variationen, dass es garantiert nicht langweilig wird, auch wenn man eine komplette Kollektion näht. Der Schnitt hat eine gemütliche Weite, die jede Bewegung zulässt, bietet Platz für eine Windel (die tragen wir nämlich immer noch) und ist durch den Gummibund einfach selbst an- und auszuziehen. Dazu wächst sie mit den Saumbündchen oder mit dem Krempelsaum gut mit und ist schön kindgerecht gestaltet.

Und wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, darf sich freuen: denn ich darf ein Ebook „mix und moritz“ verlosen, dass Steffi für euch zur Verfügung gestellt hat. Hinterlasst einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag bis Sonntag (07.06.2015, 20 Uhr). Alle anderen können den Schnitt hier kaufen. Und jede Menge grandiose Designbeispiele gibt es hier.

Zum Schluss bin ich euch noch den Gewinner des Konrad-Ebooks von hier schuldig: Gewonnen hat Andrea Danner.

verlosung

Herzlichen Glückwunsch!

hose1Liebe Grüße, eure Lena

Schnitt Hose mix & Moritz von herzekleid | Shirt star snap ottobre 3/2014

Stoffe Flugzeugjersey von swafing | alle weiteren aus dem örtlichen Stoffgeschäft

linked with my kid wears | made4boys | out now

Ausgehfein! – The Making of

Am Samstag waren wir auf einer Hochzeit eingeladen. Das wusste ich natürlich schon seit Monaten. Deshalb hatte ich mir bereits hier im Rahmen der  #myspringessentials Gedanken darüber gemacht, welches Kleid ich zu einem solchen Tag tragen könnte. Meine Wahl fiel auf den burda-Schnitt 126 aus dem Heft 8/2011. Der Stoff lag auch schon seit Wochen parat: cremefarbener Viskosejersey für das Oberteil und goldenes, durchbrochenes Kunstleder für den Rock. Und dann passierte erstmal – NICHTS. Bis Freitag Abend… (ja, DER Freitag. Am Tag vor der Hochzeit.)

20.42 Der Mops ist endlich eingeschlafen. Und ich habe Nähzeit. Los geht’s!

22.13 Der Zuschnitt ist fertig. Oberteil in 34, Unterteil in 38. Birnenfigur halt. Ist bei dem Kleid aber kein Problem, da das Oberteil auf die Weite des Rockes eingehalten wird.

01.30 Oberteil und Unterteil sind fertig. Und die erste Anprobe vielversprechend. Jetzt aber erstmal ins Bett.

07.28 Schlafen kann ich nicht mehr, Lieblingsmann und Mops schlummern friedlich. Also nutze ich meine Chance und der nahtverdeckte Reißverschluss wird eingenäht. Beim dritten Stich wird das Kind wach: „Mama, was machst du? Ich will AUCH ein Kleid zur Hochzeit anziehen! Näh mir AUCH ein Kleid!!!“

07.33 Ok, dann erstmal Frühstück.

09.57 So, weiter geht’s. Langsam wird es Zeit, um 15 Uhr ist Abfahrt. Und ich bin noch im Schlafanzug. Ungeduscht. Glücklicher Weise braucht das Kleid keine größeren Anpassungen, lediglich die hinteren Abnäher muss ich etwas tiefer und länger machen.

13.01 Fertig! Es war sogar genug Zeit, um den Saum unsichtbar von Hand zu nähen. Ich muss auf der Autofahrt nichts mehr machen und kann unterwegs sogar noch meine Fingernägel lackieren. Strike!

So oder so ähnlich laufen bei mir ehrlich gesagt die meisten Nähprojekte ab. Dieses Mal war sogar vergleichsweise entspannt! Jetzt habe ich aber wirklich genug Worte verloren und lasse stattdessen mal ein paar Bilder sprechen.

Die wunderschöne Statementkette habe ich letzte Woche zum Geburtstag bekommen. Sie ist von stella&dot und passt einfach perfekt zu meinen #myspringessentials-Farben! Auch zu diesem Kleid lässt sich hervorragend mein neuer Blazer kombinieren, den ich euch hier gezeigt habe.

Jetzt schicke ich mein Kleid erstmal zu den Damen vom Me Made Mittwoch.  Am Samstag sind wir wieder auf einer Hochzeit. Und ratet mal, wie weit ich mit meinem Kleid schon bin… Aber ich hab ja noch jede Menge Zeit!

Habt eine fantantische Woche

Eure Lena

Ausgehfein! in klein

Als letztes Jahr ein paar Tage vor Ostern das ottobre-Sommerheft herauskam, musste ich es SOFORT haben. War auf der Titelseite doch eine waschechte Latzhose mit allem drum und dran. Ich LIEBE Latzhosen! Und ich hatte den weltallerschönsten kokka-Hasenstoff gekauft. Dann musste ich allerdings feststellen, dass der Schnitt erst in Größe 98 anfängt. Und dass dem Mops das noch viel VIEL zu groß war. Also gab es damals eine klimperkleine Babyhose und die Vorfreude auf dieses Jahr.

Zwischenzeitlich ist der Mops ein ganzes Stück länger geworden und es konnten endlich die ersten beiden Modelle der Mitchell Latzhose (Nr. 26, ottobre 3/2014) entstehen. Die erste Hose ist seine geliebte Monsterhose aus grünem Cord und gehört zu den Teilen, die es noch nicht auf den Blog geschafft haben. Tatsächlich hat der Mops eine ganze Reihe von Kleidungsstücken, die jedes mal SOFORT nach dem Waschen eingesaut werden. Von denen es kein einziges brauchbares Foto gibt. Und die sich damit bis heute erfolgreich vorm Blog drücken.

Umso schneller ging es mit diesem zweiten Modell: Mitchell in blau-orangefarbenem Karo, passend zu unserem Konrad, den ich euch hier gezeigt habe. Und genau das Richtige für all die Hochzeiten und Familienfeiern, die in den kommenden Wochen so anstehen.

Der Stoff ist ein Rest Karowebstoff vom wundervollen Herrn Mommertz aus Aachen. In dem Moment, in dem ich ihn entdeckt habe, wusste ich, dass daraus eine Latzhose werden würde. Weil es sich bei dem Stoff eigentlich um einen Hemdenstoff handelt, habe ich die Hose komplett mit orangefarbenem Jersey gefüttert.

Ich finde die Hose einfach nur toll und finde der Mops schaut damit zum Anbeißen aus! Deshalb schicke ich sie jetzt mal zu made4boys und zu mykidwears!

Ich wünsche euch eine fantantische Woche. Wenn alles gut läuft, gibt es diese Woche auch noch den passenden Ausgehlook für Mama. Und den Gewinner des Konrad-Ebooks bin ich euch auch noch schuldig…

Liebe Grüße

Lena

#myspringessentials – blauer burda blazer

Erinnert ihr euch noch an all die Nähpläne, die ich hier bei der Planung meiner capsule wardrobe geschmiedet habe? Was soll ich sagen: die #myspringessentials feiern diese Woche tatsächlich schon Bergfest – und ich habe endlich das erste Teil fertig gestellt! Aber auch so LIEBE ich meine capsule wardrobe. Das Projekt ist für mich eine echte Bereicherung und ich fühle mich seit langem endlich wieder in jeder Situation wirklich wohl in meiner Kleidung und meiner Haut. Ich kann jeden nur ermutigen, den Gedanken weiter zu verfolgen und es selbst einmal zu probieren! Alle meine Überlegungen zum Thema könnt ihr oben im Menü unter #myspringessentials nachlesen.

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Aber dazu an anderer Stelle mehr. Ich bin euch ja auch noch meine Accessoireauswahl schuldig, vielleicht komme ich am langen Wochenende dazu, etwas ausführlicher über die #myspringessentials zu schreiben. Heute möchte ich euch erstmal meinen neuen Blazer präsentieren.

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Bei der Planung meiner capsule wardrobe war mir aufgefallen, dass ich viele Kleider und Röcke nur sehr selten trage, weil ich nichts passendes Wärmendes dazu besitze. Da ich aber gerne mal friere, ist das für mich ein absolutes K.O.-Kriterium. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Begleiter für all die Kleider und Röcke, die bis zur Taille eng und darunter weit geschnitten sind. Ein Blazer sollte es sein, taillenlang und nicht zu chic. Klar in der Linienführung, modern, eben all das, was meine #myspringessentials so ausmacht. Fündig wurde ich in der burda 3/2010, Modell 121. Im örtlichen Stoffladen fand sich ein wunderschöner, royalblauer Stretchtwill und als ich dann noch den wunderschönen Futterstoff mit goldenem Pünktchendruck fand, konnte es eigentlich losgehen.

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Nach dem Maßnehmen war ich laut burda-Tabelle eine glatte 36. Kurz kamen mir Zweifel, ob ich burda-Oberteile früher nicht immer in 34 genäht hatte… Da der Schnitt aber erst bei 36 anfing, warf ich meine Zweifel über Bord und Schnitt in 36 zu. Nach dem ersten Zusammenheften kam dann die Ernüchterung: das Teil war viel VIEL zu groß! Daraufhin wanderte der Blazer erstmal in die Ecke. Nach einer Frustrationspause nutzte ich meinen freien Nähtag am 01. Mai, um mich noch mal dem Projekt Blazer anzunehmen. Ich habe die Weite an der Taille um ganze zehn (!) Zentimeter enger gemacht, an den Schultern jeweils einen Zentimeter rausgenommen und an den Ärmeln sogar zwei. Bitte warum konstruiert man einen Schnitt, der einem trotz exakten Maßnehmens nicht ansatzweise passt!?

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Mit dem Endergebnis bin ich nun eigentlich ziemlich zufrieden. Der Blazer wirkt durch den Kragen, der unter der Schulterpasse eingesetzt wird, besonders und hat einen leicht rockigen Bikerjacken-Touch. Die kleinen Schulterpolster gleichen optisch meine Birnenfigur aus. Außerdem hat er wirklich genau die richtige Länge für viele meiner Kleider und Röcke und die Farbe fügt sich gut in meine Garderobe ein.

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Das Einzige, was mich echt stört, ist, dass der Stoff sich am Bund irgendwie leicht zusammenzieht. Das gibt dem Blazer irgendwie einen zu sportlichen Blouson-Look. Ob ich den ganzen Bund noch mal abtrennen und neu machen sollte? Ich schicke das gute Stück einfach mal zum RUMS und schaue, was die vielen tollen Näherinnen dort sagen.

Ich wünsche euch einen fantantischen Vatertag!

Eure Lena

PS: Das Kleid ist übrigens mein Brautkleid vom Standesamt. In der Kombi doch wirklich alltagstauglich, oder?

Konrad ist da! – Probenähen und Verlosung

Als die liebe Sindy alias Ms. Fisher vor zwei Wochen ihren ersten Schnitt – die Schiebermütze Konrad – präsentiert hat, war ich sofort Feuer und Flamme! Die Schiebermütze hat den typisch unaufgeregten ms. fisher-Look, den ich so liebe und trotzdem das gewisse Etwas – eben das „certain something“, das alle Stücke von Sindy ausmacht.konrad1

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich für Sindy den Konrad probenähen durfte. (Auch wenn mein Vorsatz eigentlich war, endlich mehr für mich zu nähen!).

Für meine erste (und zweite!) Version habe ich mich für dunkelblauen Karostoff entschieden, aus dem ich auch schon eine Latzhose zugeschnitten habe. Das Futter dazu bildet eine passende Baumwolle mit orange-weißen Streifen. In der Kombination mit einem weißen Hemd stelle ich mir das Ganze als ideales Outfit für alle bevorstehenden Feierlichkeiten vor. Rabaukentauglich und niedlich zugleich und hoffentlich bequem genug zum Toben!

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Der Zuschnitt ging aufgrund von nur vier A4-Seiten und drei Schnittteilen erfreulich schnell und auch das Nähen war Dank des ausführlich bebilderten Ebooks in nicht mal zwei Stunden erledigt. Am nächsten Tag kam allerdings die Ernüchterung: die Mütze war zu klein! Das hat nichts mit dem Schnitt zu tun, sondern ausschließlich damit, dass ich nicht noch mal den Kopfumfang nachgemessen habe. Denn der Mops ist mit seinen knapp drei Jahren jetzt tatsächlich schon bei 53 cm angekommen! Also alles noch mal von vorn und in Größe 54 passt die Mütze nun perfekt und bleibt auch dort, wo sie hingehört.

konrad4Für mich ist die Schiebermütze Konrad die perfekte Alternative zum Sonnenhut für alle großen und kleinen Rabauken (denn der Schnitt umfasst alle Größen von 42 – 62!). Viele tolle Probenähbeispiele gibt es heute bei Sindy im Blog zu sehen (sind die Fotos von pedilu nicht der Hammer!?). Hier werden sicher noch einige Varianten entstehen, passend zu allen Sommerhosen, die wir so haben. Der Mops liebt seinen Konrad sehr und hat die Schiebermütze freiwillig auf- und danach nicht mehr abgesetzt. Das ist ein riesiges Kompliment!

konrad2 Vielen Dank, liebe Sindy, dass ich für dich probenähen durfte! Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Und für alle, die bis hierhin gelesen haben, gibt es noch ein ganz besonderes Highlight: Sindy hat ein Konrad-Ebook zur Verfügung gestellt, dass ich unter allen Lesern verlosen darf. Hinterlasst dazu einfach bis Sonntag Abend (10.05.), 24 Uhr einen Kommentar unter diesem Post. Und für alle anderen gibt es das Ebook ab heute hier zu kaufen.

Liebe Grüße und ein fantantisches langes Wochenende wünscht euch

Lena

PS: Sollte jemand an einem Karo-Konrad in Größe 52 interessiert sein, meldet euch. Wir haben hier eine zu viel…

Schnitt Schiebermütze Konrad von ms. fisher

Stoff Reststücke Baumwollkaro & -streifen vom wunderbaren Herrn Mommertz

Zeitaufwand zwei Stunden

Änderungen keine (wenn man denn die richtige Größe näht…)

Linked with made4boys | outnow | kiddikram

my kid wears: stars and tigers

Endlich können wir sie zeigen: unsere neue Übergangsjacke! Den Stoff hatten wir schon im letzten Herbst gekauft. Es handelt sich außen um den fantastischen Sternenstepper shiny von swafing in neonorange und innen um die Dinopunks von jolijou in petrol. Nachdem der Winter allerdings völlig schnee- und kältefrei daher kam, haben wir uns gegen einen Overall entschieden und den Stoff nun lieber zu einer Übergangsjacke vernäht. Der Jackenschnitt stammt aus der ottobre 5/2014, ich habe ihn allerdings (wer hätte das anders erwartet!?) ziemlich verändert.

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Ich habe am Vorder- und Rückenteil außen jeweils einen fünf Zentimeter breiten Streifen abgeschnitten und beide Schnittteile zusammengeklebt. Außerdem habe ich den Ärmel ebenfalls geteilt. So konnte ich vorne eine Nahttasche mit den coolen Dinopunks einarbeiten. In die Naht, die über das Hinterteil und den Ärmel verläuft, habe ich eine Reflektorpaspel eingenäht. Als wenn das neonorange nicht schön auffällig genug wäre… Sogar an einen Aufhänger habe ich dieses Mal gedacht!

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Für die Kanten habe ich zum ersten Mal elastisches Einfassband beziehungsweise Falzgummi benutzt. Und was soll ich sagen – ich bin begeistert! Warum hat mir nicht schon früher jemand erzählt, wie toll das Zeug ist? Auch was die Farbwahl angeht bin ich wirklich angetan. Während das graublau anfangs nur eine echte Notlösung für Reißverschluss und Gummi war, gefällt mir der Kontrast jetzt richtig gut!

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Außerdem ist hier noch ein neues Shirt entstanden, das ebenfalls fleißig getragen wird. Der Schnitt ist aus einer älteren ottobre und den Stoff hat der Mops sich vor einiger Zeit selbst im Stoffladen ausgesucht. Er hat eine wirklich tolle Qualität und ich hatte genau das passende orangefarbene Bündchen sowie mintfarbene kamsnaps dazu. So mag ich das!

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Weil der Mops so einen wahnsinnigen Dickkopf hat, braucht tatsächlich jedes Shirt eine Knopfleiste. Und damit mir das Nähen nicht langweilig wird, versuche ich mir jedes Mal etwas Neues einfallen zu lassen. Dieses Mal habe ich drei Raglannähte geschlossen und dann die offene Kante inklusive Halsausschnitt ringsherum mit einem laaaaangen Bündchenstreifen eingefasst. Das Ergebnis gefällt mir recht gut, auch wenn es vorne eine kleine Beule wirft. Da hab ich wohl etwas zu fest am Bündchen gezogen…

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Der Mops liebt seine neuen Frühlingsteile. Jetzt fehlt nur noch die passende Hose, diese hier ist doch tatsächlich gekauft! Irgendwas schwarz-weiß gemustertes wird es wohl, ich hab da einen tollen swafing-Stoff im Auge…

Jetzt drehe ich aber erst einmal eine Runde bei my kid wears und bei made 4 boys und lasse mich von den fantantischen Projekten dort inspirieren!

Ich wünsche euch eine tolle Woche!

Eure Lena