my kid wears: stars and tigers

Endlich können wir sie zeigen: unsere neue Übergangsjacke! Den Stoff hatten wir schon im letzten Herbst gekauft. Es handelt sich außen um den fantastischen Sternenstepper shiny von swafing in neonorange und innen um die Dinopunks von jolijou in petrol. Nachdem der Winter allerdings völlig schnee- und kältefrei daher kam, haben wir uns gegen einen Overall entschieden und den Stoff nun lieber zu einer Übergangsjacke vernäht. Der Jackenschnitt stammt aus der ottobre 5/2014, ich habe ihn allerdings (wer hätte das anders erwartet!?) ziemlich verändert.

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Ich habe am Vorder- und Rückenteil außen jeweils einen fünf Zentimeter breiten Streifen abgeschnitten und beide Schnittteile zusammengeklebt. Außerdem habe ich den Ärmel ebenfalls geteilt. So konnte ich vorne eine Nahttasche mit den coolen Dinopunks einarbeiten. In die Naht, die über das Hinterteil und den Ärmel verläuft, habe ich eine Reflektorpaspel eingenäht. Als wenn das neonorange nicht schön auffällig genug wäre… Sogar an einen Aufhänger habe ich dieses Mal gedacht!

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Für die Kanten habe ich zum ersten Mal elastisches Einfassband beziehungsweise Falzgummi benutzt. Und was soll ich sagen – ich bin begeistert! Warum hat mir nicht schon früher jemand erzählt, wie toll das Zeug ist? Auch was die Farbwahl angeht bin ich wirklich angetan. Während das graublau anfangs nur eine echte Notlösung für Reißverschluss und Gummi war, gefällt mir der Kontrast jetzt richtig gut!

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Außerdem ist hier noch ein neues Shirt entstanden, das ebenfalls fleißig getragen wird. Der Schnitt ist aus einer älteren ottobre und den Stoff hat der Mops sich vor einiger Zeit selbst im Stoffladen ausgesucht. Er hat eine wirklich tolle Qualität und ich hatte genau das passende orangefarbene Bündchen sowie mintfarbene kamsnaps dazu. So mag ich das!

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Weil der Mops so einen wahnsinnigen Dickkopf hat, braucht tatsächlich jedes Shirt eine Knopfleiste. Und damit mir das Nähen nicht langweilig wird, versuche ich mir jedes Mal etwas Neues einfallen zu lassen. Dieses Mal habe ich drei Raglannähte geschlossen und dann die offene Kante inklusive Halsausschnitt ringsherum mit einem laaaaangen Bündchenstreifen eingefasst. Das Ergebnis gefällt mir recht gut, auch wenn es vorne eine kleine Beule wirft. Da hab ich wohl etwas zu fest am Bündchen gezogen…

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Der Mops liebt seine neuen Frühlingsteile. Jetzt fehlt nur noch die passende Hose, diese hier ist doch tatsächlich gekauft! Irgendwas schwarz-weiß gemustertes wird es wohl, ich hab da einen tollen swafing-Stoff im Auge…

Jetzt drehe ich aber erst einmal eine Runde bei my kid wears und bei made 4 boys und lasse mich von den fantantischen Projekten dort inspirieren!

Ich wünsche euch eine tolle Woche!

Eure Lena

RUMS – Twist and shout!

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Nähen mache ich gefühlt schon immer. Schon mit vier saß ich mit meiner Mutter an der Nähmaschine und habe Ballettkostüme genäht. Damals kannte man noch keinen Jersey und keine Overlockmaschine, es gab ausschließlich Webware. Mein erstes Shirt ist tatsächlich erst vor gut einem Jahr entstanden, als Geburtstagsshirt zum ersten Geburtstag vom Mops. Deshalb habe ich begeistert das Webstoffe-Spezial vom Stoffbüro verfolgt. Und habe mich wahnsinnig darüber gefreut, dass mich die liebe Monika von schneidernmeistern gefragt hat, ob ich ihren neuen Webware-Blusenschnitt twist (it) probenähen möchte!

Twist (it) ist ein Schnittmuster für eine Bluse, die aus nur einem einzigen Schnittteil besteht. Genäht wird aus Webware (wobei es beim Probenähen auch eine wunderschöne Jerseyversion zu bestaunen gab!) und nach Belieben etwas Paspelband. Mehr nicht. Das klingt zunächst einmal sehr unspektaktulär, auf den zweiten Blick ist es jedoch alles andere als das. Für mich ist twist (it) einfach fantantisch!

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Beim Zuschnitt der Bluse hat man die Wahl, ob man die vordere oder hintere Mitte im Stoffbruch zuschneidet. Auf der anderen Seite ergibt sich durch den diagonalen Fadenlauf eine spannende Optik, die durch eine Paspel noch betont werden kann. Besonders gut wirkt dies bei gestreiften Stoffen beziehungsweise solchen mit eindeutiger Richtung.

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Ein weiterer Clou ist der sogenannte twist (it)-Ausschnitt, der es möglich macht, die Bluse einfach umzudrehen. So hat man quasi zwei Blusen in einer. Diesen Ausschnitt habe ich auch für meine dritte Probebluse gewählt, die ich euch heute zeigen möchte. (Die erste zeige ich euch nächste Woche an dieser Stelle und die zweite wollen wir mal ganz schnell vergessen…)

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Für meine Bluse habe ich einen Viskosestoff aus der Stoffabteilung des örtlichen k*stadt verwendet und mit neonorangefarbenem Paspelband kombiniert. Das Leomuster ist normal überhaupt nicht meins, aber in diesem Fall hat es mich im Laden quasi „angesprungen“ und mit seinem subtilen Streifendesign betont es meiner Meinung nach auch perfekt die Schnittführung von twist (it).

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Genäht habe ich die Bluse in Größe 36/38 mit minimalen Änderungen. Da ich von den Maßen genau der Größe 36 entspreche, war mir die erste Version einen Tick zu weit. Deshalb habe ich bei dieser Bluse in der vorderen und hinteren Mitte jeweils einen Zentimeter weggenommen und dafür die Ärmel um einen Zentimeter verlängert. Außerdem habe ich in der Gesamtlänge eineinhalb Zentimeter zugegeben, weil ich einen recht langen Oberkörper habe. So finde ich sie perfekt!

Meine ursprüngliche Idee war, ein Partykleid zu kreieren und an die Bluse direkt einen breiten Jerseystreifen als Rock anzusetzen. Dann gefiel mir die fertige Bluse aber als Alltagslook mit Skinny Jeans so gut, dass ich mich doch für einen klassischen Saum in Neonorange entschieden habe. Stattdessen habe ich mir einen dunkelbraunen Pencilskirt aus Romanitjersey nach dem wirklich guten Tutorial von crafterhours dazu genäht.

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Welcher Look gefällt euch besser? Partylook mit Rock? Oder Alltagslook mit Jeans? Oder beide?

Den Schnitt und das zugehörige Ebook kann ich euch wirklich wärmstens ans Herz legen. Es gibt ihn ab heute hier in Doppelgrößen von 36 bis 46. Die Passform ist wirklich hervorragend und die Möglichkeiten sind unendlich. Mir schweben aktuell noch mindestens drei weitere Versionen vor und auch meine Mutter und Schwiegermutter haben den Wunsch nach einer twist (it) zu Weihnachten geäußert.

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Vielen Dank noch mal, liebe Monika, dass ich beim Probenähen dabei sein durfte! Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und mich vor allem dazu gebracht, mal wieder etwas für mich zu nähen (und, wie hier erwähnt, endlich meinem Blog Leben einzuhauchen!). Und weil die Bluse für mich ist, schicke ich sie ab zu rums!

Habt einen fantantischen Tag!

Eure Lena

PS: Habt ihr schon die tollen Elsen bei der elsenparty von schneidernmeistern gesehen? Ich weiß jedenfalls schon, was ich als nächstes nähe…