#12lettersofhandmadefashion | w wie walk

Die Vorstellung eine Bikerjacke aus Walk zu nähen hatte ich schon im vorletzten Jahr. Und auch in meiner Planung für die #myfallessentials hatte ich die Walkbikerjacke als keypiece geplant. Der Stoff lag ohnehin seit Jahren im Regal, noch kinderlos in den Niederlanden auf einem Stoffmarkt gekauft. Eigentlich für einen Wollmantel. Tolle Nähbeispiele gab es in letzter Zeit auch jede Menge, beispielsweise hier. Was noch fehlte, war der letzte Motivationsschub, das Projekt endlich in die Tat umzusetzen.

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Dann kam die geniale Aktion #12lettersofhandmadefashion von der wunderbaren Selmin von tweed and greet. Jeden Monat zieht eine von zwölf tollen Bloggerinnen einen Buchstaben aus dem Alphabet, zu dem man dann ein Stück für den eigenen Kleiderschrank näht. Der Januarbuchstabe ist das W, das Selmin am liebsten unterschlagen hätte. Ich habe mich hingegen wahnsinnig gefreut, denn genau das war der buchstäbliche Tritt in den Hintern, den ich brauchte, um endlich meinen Plan einer Woll-Walk-Bikerjacke umzusetzen.

 

Den ursprünglich geplanten Schnitt aus der LMV habe ich doch wieder verworfen, nachdem ich Fotos von der offen getragenen Jacke gesehen hatte, die mir so gar nicht gefielen. Wieder mal war es die weltbeste Sandra, die den perfekten Schnitt aufgetrieben hat: perfecto mona von wear lemonade. Ein Bikerjackenschnitt, der offen, halb und sogar hochgeschlossen toll aussieht. Den du kostenlos herunterladen kannst. Der bereits einen Zentimeter Naht- sowie alle Saumzugaben enthält. Zu dem es sogar eine Videoanleitung gibt (ok, wenn auch nur auf Französisch). Und der mir tatsächlich fast perfekt passt. Ich habe die Jacke lediglich um fünf Zentimeter verlängert, weil das der Länge meines Reißverschlusses entsprach. (Der ist übrigens kupferfarben und von stoff und stil.) Unten habe ich dann noch einen 12 cm Bundstreifen (fertige Breite 5 cm) angesetzt. So hat die Jacke die perfekte Länge, um sie mit Jeans zu kombinieren. Beim nächsten Mal werde ich den Brustabnäher noch einen bis zwei Zentimeter tiefer setzen, dann ist sie tatsächlich perfekt. Und ein nächstes Mal wird es definitiv geben!

 

Das letzte „Problem“, das es noch gab, waren die Druckknöpfe. Denn zu meinem kupferfarbenen Reißverschluss mussten es UNBEDINGT auch passende Knöpfe sein. Logisch, oder? Bestellt habe ich sie dann letztendlich hier in England. Das waren tatsächlich die einzigen kupferfarbenen, matten Knöpfe die ich auftreiben konnte. (Falls also jemand von euch eine Marktlücke in Deutschland sucht: kupferfarbene Drücker! Ich wäre euer bester Kunde!) Und falls ihr die Knöpfe auch bestellen wollt: sie passen nicht 100%ig in die prym-Vario-Zange, aber ich konnte sie hinreichend gut damit einsetzen.

  

Die Jacke hat es tatsächlich schon zum absoluten Lieblingsteil in meinem Kleiderschrank geschafft. Und zwar als legerer Blazerersatz fürs Büro. Perfekt mit Jeans, Stiefeletten und Blusenshirt. Sowohl offen als auch geschlossen getragen. Wenn es dann wieder wärmer wird, wird sie aber sicher auch als Übergangsjacke zum Einsatz kommen. Außerdem habe ich noch bestimmt einen Meter Walk übrig. Aktuell spiele ich mit dem Gedanken, daraus einen passenden Pencilskirt zu nähen. Was meinst du?

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Also, liebe Selmin: W is checked! Ich freue mich schon auf den nächsten Buchstaben! Reichlich Inspiration für alles von A wie Abendkleid bis Z wie Zwiebellook gibt es wie immer beim Me Made Mittwoch.

Liebe Grüße, Lena

Schnitt perfecto mona von wear lemonade | verlängert und mit Bund ergänzt

Stoff Wollwalk in robbenbraun vom Stoffmarkt

Linked with Me made Mittwoch | Afterwork Sewing