#12lettersofhandmadefashion | j wie jogginghose

Manchmal findet alles wie von selbst zusammen. Zuerst war da dieser Schnitt, Hose Mira aus der La Maison Victor (Heft 4/2015). Dann das wunderbare, puderfarbene Wildlederimitat, auf dem Stoffmarkt mit Sandra entdeckt. Elkes wunderbare Bikerhose aus eben diesem Stoff, gesehen bei instagram. Und zu guter Letzt der Buchstabe, den die wunderbare Laura aka tagträumerin für die #12lettersofhandmadefashion gezogen hat: das J. J wie Jogginghose.

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Genäht war die Hose schnell am Nähwochenende mit der besten Freundin. Die Passform ist gut, lediglich oben Richtung Bund musste ich etwas Weite wegnehmen. Das ist allerdings der Birnenfigur geschuldet und eine Änderung, die ich immer machen muss. Die Anleitung ist verständlich, der Stoff ließ sich hervorragend vernähen und in Ermangelung von braunem Wildlederimitat als Kontrast für die Paspeltaschen habe ich einfach den altrosanen Stoff auf links verwendet.

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Alles in allem mal wieder ein toller Schnitt aus der La Maison Victor, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Und weil diese Woche kids clothes week ist und ich noch eine Stunde an die Nähmaschine muss will, halte ich den Text für meine Verhältnisse ungewohnt kurz und lasse dafür die Bilder sprechen…

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Bleibt die Frage nach der Tragbarkeit der Hose. Bislang habe ich Sie lediglich daheim getragen, vor allem, weil ich für das aktuelle Wetter keine passenden Schuhe dazu weiß. Die Freundin und der Mann halten sie für tragbar, der Mann der Freundin hingegen meint, dass man damit nicht mal zum Bäcker gehen könne. Was meinst du?

Beste Grüße, Lena

PS: Das Shirt ist übrigens das just another tee von schneidernmeistern. Das ich tatsächlich noch nicht gezeigt habe hier. Vom Schnitt ist allerdings auch nicht mehr wahnsinnig viel übrig…

Schnittmuster hose mira | la maison victor | just another tee | schneidernmeistern

Stoff Wildlederimitat vom Stoffmarkt

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#myfallessentials | alles easy

Es gibt bei mir Projekte, da ist einfach der Wurm drin. Da will nichts klappen, ich trenne jede Naht, breche zwei Nadeln ab, die Nähmaschinen zicken und das Ergebnis ist meilenweit entfernt von der Wunschvorstellung.

Und dann, ganz selten, gibt es diese Projekte, wo einfach alles passt. So wie dieser Mantel.

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Ein puderfarbener Wollmantel stand auf meiner Wunschliste für die #myfallessentials. Dann, beim Stoffmarktbesuch mit meiner Schwiegermutter fiel er mir in die Hände: DER Stoff. 20 € für zwei Meter, reine Wolle. An einem Coupon-Stand. Wo ich diese doch sonst komplett links liegen lasse. Außer eben diesen einen…

Den passenden Futterstoff fand ich mit der lieben Sandra auf dem Bloggertreffen in Köln. Und den wunderbaren Reißverschluss gleich mit. Passt.

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Der Schnitt sollte so sein wie meine gesamten #myfallessentials: Klar. Modern. Notwendig schlicht (um es mit den Worten der wunderbaren Frau Gold zu sagen).

Grundlage ist der Mantelschnitt aus der burda easy Herbst/Winter 2015. Die Taschen habe ich verändert. Weil es mir moderner erschien. Und weil ich nicht anders kann. Außerdem ein Futter ergänzt, indem ich die Belege von den äußeren Schnittteilen subtrahierte.

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Weitere Adjektive, die ich für meine #myfallessentials notierte, waren warm und geborgen. Daher hat der Mantel am Rumpf eine Lage Thinsulate als Zwischenfutter erhalten, die ich in breiten Streifen auf den Futterstoff gesteppt habe und die zuverlässig vor Wind und Kälte schützt. So ist die Weite des Mantels in der von mir gewählten Größe 36 an einigen Stellen nicht mehr wahnsinnig großzügig, aber ich trage ihn sehr sehr gern.

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Mit der Verarbeitung bin ich mehr als zufrieden. Sogar das Kürzen des Reißverschlusses ist zu meiner Zufriedenheit gelaufen. Manchmal passt einfach alles. Und wäre das nicht schon genug des Guten, hat der Lieblingsmann auch noch wunderbare Bilder gezaubert. Fantantisch!

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Der Mantel ist ein echtes Lieblingsteil geworden, ohne Wenn und Aber. Er fügt sich in die vorhandene Garderobe ein und ist einmal mehr Beweis dafür, wie viel es bringt, sich einmal intensiv mit seinen Vorlieben, seinen Tragegewohnheiten, seinem ganz persönlichen Stil auseinanderzusetzen. Das Projekt #myessentials, das ich vor nunmehr einem Jahr mit der lieben Sindy und der wunderbaren Elke gestartet habe, war und ist für mich ein voller Erfolg.

Und wann startest du deine persönlichen #myessentials? Jede Menge Inspiration findet sich dazu sicherlich wie jede Woche hier.

Liebe Grüße, Lena

Stoff  | Wollstoff vom Stoffmarkt | Futter von stoff & stil

Futter | Thinsulate

Schnitt | burda easy Herbst/Winter 2015

linked with | memademittwoch | afterworksewing

 

#myfallessentials | cézembre en décembre

Erinnerst du dich noch an meine Pläne für die #myfallessentials? Da war die Rede von Pudertönen und Marine. Von reduzierten Schnitten. Vom Spiel mit Texturen und Materialien. Von Blusenshirts als keypiece.

All dies vereint meine neue Bluse für mich ganz fantantisch! Und sie ist schon jetzt zu einem echten Lieblingsstück geworden. Dabei ist sie mir quasi über den Weg gelaufen, ohne große Planung und ohne krampfhaftes Überlegen. Weniger Kopf, mehr Spaß!

Bei wem genau mir der Schnitt für die blouse cézembre von anne ka couture auf instagram über den Weg lief, kann ich gar nicht mehr sagen. Aber ich war sofort angetan. Ubootausschnitt. Kein Kragen. Keine Manschetten. Notwendig schlicht. Und doch durch die Prinzessnähte und den gerundeten Saum etwas ganz besonderes. Mit meiner Begeisterung habe ich direkt die liebe Sandra angesteckt und ich freue mich wahnsinnig, dass du auch bei ihr auf dem Blog heute so eine wunderschöne blouse cézembre bewundern kannst!

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Der Stoff ist ein Seidensatin, der mir auf einer Dienstreise über den Weg gelaufen ist. Abends war ich eigentlich auf der Suche nach etwas zu essen und fand – einen Stoffladen. Der Seidensatin entspricht farblich genau meinem Beuteschema und das Muster erschien mir herrlich grafisch und abstrakt. Als ich den Stoff dann im Hotel aus der Tüte zog, war ich fast erschüttert: Leomuster! Leomuster? Warum ist mir das im Laden nicht aufgefallen? Am Ende habe ich dem Stoff (auch dank gutem Zureden von Sandra) aber doch eine Chance gegeben und bin mit dem Ergebnis nun sehr glücklich!

Drei Schnittteile, zwei Belege. Halsausschnitt mit Schrägband eingefasst. Der Schnitt und das Nähen der Bluse gestalten sich eigentlich recht einfach. Eigentlich, weil mich mein Stoff mehr als einmal fast in den Wahnsinn getrieben hat! Solltest du mich jemals in einem Stoffladen antreffen in der Absicht einen Seidensatin zu erwerben: NIMM IHN MIR WEG! Noch mal machen meine Nerven das sicher nicht mit und hätte der Lieblingsmann nicht immer mal zwischendurch Motivationstragefotos gemacht, so wäre das Teil sicher unfertig in irgendeiner Ecke versauert.

Das Fotografieren war dieses Mal fast härter als das Nähen. Was ist das denn bitte für ein Wetter da draußen? Wusstest du, dass Cézembre eigentlich eine Insel mitten im Ärmelkanal ist? Aktuelles Wetter: 21 Grad und wolkig. Ich hatte Sandra ja vorgeschlagen, dass wir dort gemeinsam die Fotos machen. Das ließ sich aber auf die Schnelle leider nicht realisieren. So sind wir beide in einer fünfminütigen Regenpause nach draußen gehechtet und haben jede für sich ein paar Bilder gemacht. Der Lieblingsmann hat dann netter Weise eine kleine Fotomontage daraus gebastelt. Und die gemeinsamen Fotos unter Palmen am Strand reichen wir dann einfach bei Gelegenheit nach, ok?

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Mal schauen, ob uns beim me made mittwoch noch mehr style-Doppelgängerinnen über den Weg laufen!? Auf alle Fälle präsentiert Ann-Sophie einen unfassbar genialen Frack!

Liebe Grüße, Lena

Schnitt blouse cézembre | anne ka couture

Stoff Seidensatin aus dem örtlichen Stoffladen

Änderungen tatsächlich nur die Ärmel verlängert!

linked with me made mittwoch

#myfallessentials | cool culottes

Culottes sind ja aktuell in aller Munde. Und auf allerlei Nähblogs, so zum Beispiel hier, hier oder hier zu finden. Den Vortrag des Lieblingsmannes zur Rolle der Culottes in der französischen Revolution erspare ich euch an dieser Stelle.

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Für mich haben Culottes rein praktische Vorteile. Einerseits liebe ich Kleider und Röcke. Andererseits kann ich sie in meinem Job nicht tragen. Da stellen Culottes einen guten Kompromiss für mich dar. Also war klar, dass ich diesen Look für mich testen muss.

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Den Stoff habe ich mit der lieben Sandra auf dem Dortmunder Stoffmarkt entdeckt. Ein Baumwolltwill mit Stretchanteil in geliebtem Puder. Der Schnitt stammt aus der burda style 04/2015, Modell 113. Mir gefallen der schlichte, unaufgeregte Schnitt, die einzelne Bundfalte und der lange Abnäher hinten. Die Nahttaschen sind wie Hüftpassentaschen geformt und bleiben dadurch an Ort und Stelle. Genial. Außerdem ist es denke ich ein Einsteigermodell, hat es doch eine recht dezente Weite im Vergleich zu manch anderer Culottes…

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Fast hätte ich jetzt vermerkt, dass ich diesen Schnitt komplett nach Anleitung genäht habe. Dem ist (natürlich) nicht so. Tatsächlich habe ich den geraden Bundstreifen durch einen Formbund ersetzt, den ich dem Shortschnitt Scarlet aus der La Maison Victor entliehen habe. Die Saumlänge habe ich an meine Vorstellung angepasst, die Seitennähte oben minimal verschmälert, aber das war es auch schon.

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Ich muss sagen, dass mich meine Culottes wirklich begeistern. Vorher hatte ich die Befürchtung, dass das fertige Stück zu sehr auftragen könnte für mich als Birnentyp. Das empfinde ich auf den Fotos aber nicht so. Außerdem sind sie einfach wahnsinnig bequem und dazu praktisch und sowohl baustellen- als auch spielplatztauglich. Und sie passen perfekt zu meinen neuen Schuhen. Ich glaube, dass da noch ein weiteres Modell aus Wolle folgen wird.

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Was meinst du? Sind Culottes auch ein Trend für dich? Oder eher nicht?

Ich werde jetzt mal schauen, ob ich beim Me Made Mittwoch noch weitere Culottes entdecken kann…

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Ich wünsche dir weiterhin einen fantantischen goldenen Herbst!

Lena

Schnitt burda style 04/2015, Modell 113

Stoff Baumwolltwill mit Stretchanteil vom Stoffmarkt

Linked with Afterwork Sewing, Me Made Mittwoch