Eine Else allein macht noch keinen Frühling…

Nachdem das Wetter draußen gefühlt seit Wochen mit Regen und fiesestem grauingrau um die Ecke kommt, war es höchste Zeit, mir etwas frühlingsfrisches zu nähen. Inspiriert dazu hat mich die liebe Sindy alias ms. fisher: als ich dieses Shirt sah, war klar, dass ich unbedingt auch so eins brauche! Denn ich liebe Streifenshirts. Aber ich hatte tatsächlich kein einziges im Schrank!

streifenelse5collage1Der passende Stoff lag schon seit einiger Zeit in meinem Stoffregal: Ein Ringeljersey von sanetta. Koralle ist genau meine Farbe und zusammen mit dem blau passt es hervorragend zu jeder Art von Jeans. Also durfte der Stoff bei einer Großbestellung für den Mops auch noch mit. Leider musste ich nach der Lieferung feststellen, dass der blaugestreifte Teil genau in der Mitte meines Meters lag. Merke: nächstes Mal lieber zwei Stücke normalen Ringelstoff kaufen! Deshalb musste der Plan, daraus eine Bethioua zu nähen, auf Eis gelegt werden.

Der Schnitt ist meine geliebte Else von schneidernmeistern. Aufgrund der begrenzten Stoffmenge bin ich ganz pragmatisch vorgegangen, habe alle Teile so auf den Stoff aufgelegt, dass am Ärmelansatz der Musterwechsel lag und dann so lang wie möglich zugeschnitten. An einem Ärmel musste ich trotzdem minimal stückeln, aber ich glaube, dass das kaum auffällt. Die Gesamtlänge passte so zufällig sehr gut, an den Ärmeln habe ich extrabreite Bündchen ergänzt, um sie auf meine Wunschlänge zu bringen.

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collage2Als Ausschnittform habe ich wie schon bei meinem gelben Elsenkleid den fantantischen U-Boot-Ausschnitt gewählt. Diesen habe ich mit Bündchenstreifen eingefasst, die ich nach dem Tutorial für den Deluxe-U-Boot-Ausschnitt von pattydoo angenäht habe. Weil mir das Nähen sonst wahrscheinlich zu langweilig geworden wäre. Und weil ich solche besonderen Details, die man erst auf den zweiten Blick sieht, liebe!

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streifenelse9Insgesamt kann ich sagen, dass meine Streifenelse ein echtes Wohlfühlteil ist, das ich nur noch für die Wäsche ausziehe. Weil sie zu mir und meinem Leben passt. Weil sie mir steht. Und weil sie mich glücklich macht. Und genau darum wird es hier in den nächsten Wochen gehen, denn…

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Ich bin wahnsinnig glücklich und stolz, euch heute eine Aktion vorstellen zu dürfen, die ich mit den beiden wunderbaren Bloggerinnen Elke von elle puls und Sindy von ms. fisher erdacht habe. Vor einiger Zeit las ich auf Elkes Facebook-Seite einen Post zum #project333. Ihr Ziel war es, bis zum 1. April eine sogenannte #capsulewardrobe zusammenzustellen. Eine Frühlingsgarderobe, die aus lediglich 33 Teilen besteht und alles von Shirts über Röcke, Kleider und Hosen, von Jacken über Schuhe bis hin zu den Accessoires umfasst. Ich war sofort Feuer und Flamme, ist mein Kleiderschrank doch seit Jahren kaum mehr als eine Anhäufung von Einzelstücken und spätestens seit der Geburt vom Mops aufs sträflichste vernachlässigt. Also sagte ich Elke spontan zu und mit Sindy waren wir dann komplett: gemeinsam stürzen wir uns ins Projekt #myspringessentials.

In den nächsten zehn Wochen könnt ihr uns auf unseren Blogs auf unserem Weg zu unserer persönlichen Frühlingsgarderobe begleiten. Das heute gezeigte Shirt stellt bei mir dabei einen Ausgangspunkt dar, ein erstes Mosaiksteinchen dieses unendlich vielseitigen und vielschichtigen Themas. Wer sich inspiriert fühlt, ist herzlich eingeladen, sich mit Kommentaren und eigenen Posts an unserem Projekt zu beteiligen. Dazu könnt ihr den #myspringessentials nutzen, außerdem wird Elke eine entsprechende Linkparty einrichten, wo ihr eure Posts mit uns teilen könnt. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf einen regen Austausch!

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Ich würde mich sehr freuen, ganz viele von euch nächste Woche hier wieder zu treffen. Und ich gehe jetzt zum RUMS, mal sehen, ob ich dort die ein oder andere Inspiration für meine Frühlingsgarderobe finde…

Bis dahin wünsche ich euch eine fantantische Zeit!

Eure Lena

PS: Die Fotos sind übrigens im Kinderzimmer vom Mops entstanden. Gut, dass wenigstens dort immer blauer Himmel ist!

Schnitt Else von schneidernmeistern, Größe 36, Ubootausschnitt

Applikation Halsausschnittversäuberung nach einem Tutorial von hier

Änderungen auf Shirtlänge gekürzt, lange Ärmelbündchen ergänzt

Stoff Ringeljersey in koralle-weiß-blau und Bündchen in koralle von sanetta

Aufwand 2 Stunden, davon eine für den Ausschnitt…

Verlinkt  RUMS & Sew and Show

Flowers for my Else

Nachdem ich für die liebe Monika von schneidernmeistern ihren neuen Blusenschnitt twist (it) probenähen durfte und restlos begeistert war (meine Ergebnisse findet ihr hier und hier), war klar, dass ich auch unbedingt ihren Kleiderschnitt Else testen muss. Und was soll ich sagen – dieser Weg war kein leichter. Aber es hat sich gelohnt. Else ist einfach fantantisch!

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Else und ich, wir hatten es wirklich nicht leicht. Bei mir ist das immer so, dass Nähprojekte entweder wie am Schnürchen laufen oder von vorne bis hinten den Bach runter gehen. Und meine senfgelbe Blumenelse fällt leider definitiv in die zweite Kategorie. Zunächst verabschiedete sich meine Overlock. Stichplatte kaputt. Und die neue ist auch heute, zwei Wochen später, noch nicht angekommen. Also habe ich meine Else erstmal grob mit meiner normalen Maschine zusammengeheftet. Das mache ich sowieso meist, um die Passform zu testen. Hätte ich mir in diesem Fall aber wirklich sparen können, denn Else sitzt quasi perfekt! Ich habe die Größe 36 genäht und musste lediglich in der Taille jeweils einen halben Zentimeter rausnehmen. Ärmellänge, Rocklänge, Halsausschnitt – alles wunderbar.

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Weil meine Else doch unbedingt zur großen Elsensause von Monika fertig werden sollte, bin ich dann extra zu meiner Mutter gefahren, um mir ihre Overlock zu leihen. Ab da nahm das Drama seinen Lauf. Ich hatte wirklich in JEDER Naht eine Falte. Beim Halsausschnitt musste ich ordentlich tricksen, weil dieser auch nach dem zweiten Annähen in seiner Breite um fast einen Zentimeter schwankte. Gut, dass ich mir eh die Rollsaumoptik erhalten wollte. Deshalb habe ich das fertige Bündchen, nachdem ich es mit Zwillingsnaht flachgesteppt hatte, einfach auf eine Breite von einheitlich einem Zentimeter zurückgeschnitten. Bei den Ärmeln bin ich genauso vorgegangen. Und die Nahttaschen, deren Konstruktion und Einsetzen mich bestimmt zwei Stunden gekostet haben, haben den Schnitt derart versaut, dass ich sie kurzerhand mit der Overlock abgesäbelt habe. Muss der Mops sich sein Taschentuch halt selbst in die Tasche stecken!

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Insgesamt habe ich an meiner Else glaube ich mehr getrennt als genäht. Nun bin ich mit dem Ergebnis aber wirklich glücklich und kann mir vorstellen, dass ich in den nächsten Wochen wahrscheinlich in meiner Else wohnen werde. Das Senfgelb ist eine tolle Herbstfarbe (wie beispielsweise auch jüngst bei Catrin und Miri zu sehen). Der Einfassstreifen aus Jeansjersey setzt einen tollen Akzent (auch wenn den niemand sieht. Aber ICH weiß es ja!) und die Blumen geben dem Kleid den festlich-eleganten Look, den es für die kommende Adventszeit braucht. Und natürlich, um damit auf der Elsenparty mitzufeiern! Denn da schicke ich meine Else auf den letzten Drücker jetzt noch hin. Geschafft!

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So, und nun seid ihr an der Reihe! So viele tolle Frauen haben fantantische Elsen genäht. Von Morgen bis Freitag könnt ihr eure drei liebsten Elsen bei Monika im Blog wählen. Klickt einfach auf das Herz im jeweiligen Bild, um eure Stimme zu vergeben. Und ich würde mich natürlich wahnsinnig darüber freuen, wenn meine Else dabei ist!

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Ich wünsche euch einen fantantischen ersten Advent,

eure Lena

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Schnitt Else von schneidernmeistern, Größe 36, Ubootausschnitt, schmaler Rock, überlange Ärmel

Applikation Idee von hier

Änderungen leicht verschmälert in der Taille

Stoff senfgelber Baumwolljersey vom lana werksverkauf

Aufwand 2 Stunden (ohne trennen und Schnitt kleben) + 1 Stunde für die Applikation

RUMS – Let’s twist again!

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Dass ich von Monikas alias schneidernmeisterns neuem Schnitt twist (it) völlig begeistert bin, konntet ihr ja schon letzte Woche hier nachlesen. Heute möchte ich euch nun meine erste Probeversion zeigen.

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Da das Probenähen mein allererstes war und ich dementsprechend keine Vorstellung davon hatte, wie ausgereift der Schnitt zu diesem Zeitpunkt wohl sein könnte, wollte ich auf keinen Fall extra Stoff für meine erste Probeversion kaufen. In meinem Regal fand sich allerdings nur ein einziger Baumwollstoff, der in Frage kam: ein weißes, leichtes Fahnentuch, das noch von irgendeinem Vorhangprojekt übrig war. Weil mir das dann aber doch zu langweilig war und weil ich schon seit längerer Zeit ein Päckchen Batikfarbe im Schrank hatte (das ich eigentlich mal irgendwann gekauft hatte, um ein bei pinterest entdecktes Paar Leinenschuhe im ombre-look nachzuarbeiten), entschied ich mich, mich an einer ombre-Version von twist (it) zu versuchen. Und das Ergebnis ist so fantantisch, dass ich für euch ein kleines Tutorial zusammengestellt hab, mit dem ihr euch euer eigenes dipdyeblüschen kreieren könnt.

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Das besondere am Schnitt von Monika ist der schräge Fadenlauf, der sich aus der Schnittführung mit nur einem Schnittteil ergibt und wahlweise in der vorderen oder hinteren Mitte liegen kann. Um diesen zu betonen, habe ich meinen Stoff erst gefärbt und dann erst fertig zugeschnitten. So ist der Farbverlauf im Rücken ebenfalls diagonal und trifft sich mittig genau, ergibt aber auch unterm Arm einen fließenden Übergang zwischen Vorder- und Rückenteil. Natürlich funktioniert das Tutorial auch für jedes beliebige andere dip-dye Projekt. In diesem Fall könnt ihr die ersten 5 Schritte einfach überspringen und dann direkt beim Färben einsteigen.

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 Ombre-Dip-Dye-Tutorial

Zunächst einmal möchte ich betonen, dass ich absolut kein Experte in Sachen Stoffe Färben bin. Im Gegenteil: das war mein allererster Versuch, der mir allerdings super gefällt. Deshalb möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen, sage aber gleich dazu, dass das sicher nicht die einzig richtige und vielleicht auch nicht die eleganteste Lösung ist.

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1 Zunächst übertragt ihr euch den Schnitt zuzüglich Nahtzugabe auf euren Stoff. Entlang der beiden Seitenkanten und dem Ärmel wird die Bluse schon fertig zugeschnitten. Achtung! Die (in meinem Fall) rückwärtige Mitte sowie den Halsausschnitt bitte noch nicht zuschneiden, das macht das Färben einfacher.

 

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2 Ich habe hier alles mit einem roten Heftfaden markiert, damit ich nach dem Färben nicht alles erneut anzeichnen muss, sondern an diesem zuschneiden kann.

 

 

 

3 Als nächstes markiert ihr euch beide Passmarken IMG_6724unterhalb des Armes mit jeweils einer Stecknadel. Anschließend nehmt ihr den Papierschnitt ab.

 

 

 

 

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4 Dann faltet ihr den Stoff so, dass die beiden Stoffbruchkanten aufeinander liegen. Die beiden Stecknadeln sollten dabei genau auf einer senkrechten Linie zum Stoffbruch liegen. Auf diese Weise erreichen wir, dass die Farbverläufe unterm Arm möglichst exakt aufeinander treffen.

Außerdem fixiert ihr den Teil des Ärmels, der über die Stecknadelmarkierungen hinausragt, mit ein bis zwei Stecknadeln nach oben, denn dieser Teil soll nicht mitgefärbt werden.

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5 Abschließend markiert ihr euch mit einem andersfarbigen Heftfaden durch mehrere Linien senkrecht zum Fadenlauf die Eintauchlinien für den Färbevorgang. Wichtig hierbei ist, den Heftfaden durch alle Stofflagen zu ziehen, da diese so auch in ihrer Lage fixiert werden. Ich habe mich für drei Farbabstufungen gleicher Breite entschieden, hier könnt ihr aber auch variieren, ganz wie es euch gefällt. Diesen Schritt würde ich euch auch für andere größere Dip-dye-Projekte empfehlen, weil man beim Färben doch leicht den Überblick verliert und man möchte am Ende ja keine schiefen Farbverläufe haben.

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Nun geht es ans Färben. Hier seht ihr alles, was ihr dafür braucht:

  • Eimer
  • Wasserkocher
  • Speisesalz
  • Gummihandschuhe
  • Farbe (ich habe mich für Marabu Easy Color in Mandarine entschieden)
  • Esslöffel

6 Zunächst den Eimer mit sieben Liter kochendem Wasser füllen. Jetzt die Gummihandschuhe an- und bis zum Ende des Färbevorgangs nicht mehr ausziehen! Anschließend die Farbe zusammen mit sieben Esslöffeln Salz ins Wasser geben und vollständig auflösen. Jetzt kann es endlich losgehen!

Tipp Stellt euch einen zweiten Eimer mit Seifenlauge zum Händewaschen bereit. Eigentlich hätte meine Bluse oben weiß bleiben sollen. Leider hatte ich mit meinen Fingern so viele Flecken auf den oberen Teil gemacht, dass ich die Bluse zum Schluss noch einmal komplett in die Farbe tauchen musste, um diese zu verschleiern.

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7 Nun wird der gesamte Stoff  einmal komplett mit kaltem Wasser nass gemacht. Das ist wichtig, um später sanfte Farbverläufe zu erzielen. Dann den Stoff kurz (etwa 10-20 Sekunden) bis zur obersten Markierung in das Farbbad tauchen. Anschließend muss der Stoff von oben nach unten so lange ausgespült werden, bis das Wasser klar bleibt. Ich habe ihn dazu auf den Badewannenrand gehängt.

In diesem Schritt habe ich auch gleich den Stoff fürs Paspelband mit in das Färbebad geschmissen und bis zum Ende des Färbeexperiments auch dort belassen.

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8 Der zweite Färbevorgang läuft genauso ab, allerdings habe ich den Stoff hier etwa drei Minuten im Farbbad belassen.  Ich empfehle euch, den oberen Teil des Stoffes höher zu hängen (beispielsweise auf den Badewannenrand), um Tropfflecken weitgehend zu vermeiden.

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9 So sollte der Stoff nach diesem Färbevorgang etwa aussehen. Sobald euch die Farbe intensiv genug erscheint, nehmt ihr den Stoff aus dem Farbbad. Anschließend wieder gründlich von oben nach unten ausspülen.

10 Nun folgt der letzte Färbeschritt. Hier habe ich mich nach den Herstellerangaben gerichtet und den Stoff 20 Minuten im Farbbad belassen. Anschließend auch hier wieder gründlich ausspülen.

Und jetzt: fertig und freuen!IMG_6753

Puh, das war aber ein langer Text. Wer von euch tatsächlich bis hierhin gelesen hat, bekommt von mir ein Fleißsternchen! Und falls tatsächlich mal jemand dieses Tutorial nutzt, würde ich mich sehr über Bilder oder einen Kommentar freuen.

Ich schicke meine neue Bluse jetzt noch schnell zu RUMS und werde mich jetzt mit einem Tee und einer ausgiebigen RUMS-Runde belohnen. Mal sehen, was die anderen Damen so alles tolles gezaubert haben.

Ich wünsche euch eine fantantische Zeit!

Eure Lena

Schnitt twist (it) von schneidernmeistern

Stoff weißes Fahnentuch aus meinem Stoffregal, easy color von marabu in Mandarine

Änderungen Gesamtlänge um 1,5 cm verlängert

Aufwand inklusive Färben 4-5 Stunden

RUMS – Twist and shout!

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Nähen mache ich gefühlt schon immer. Schon mit vier saß ich mit meiner Mutter an der Nähmaschine und habe Ballettkostüme genäht. Damals kannte man noch keinen Jersey und keine Overlockmaschine, es gab ausschließlich Webware. Mein erstes Shirt ist tatsächlich erst vor gut einem Jahr entstanden, als Geburtstagsshirt zum ersten Geburtstag vom Mops. Deshalb habe ich begeistert das Webstoffe-Spezial vom Stoffbüro verfolgt. Und habe mich wahnsinnig darüber gefreut, dass mich die liebe Monika von schneidernmeistern gefragt hat, ob ich ihren neuen Webware-Blusenschnitt twist (it) probenähen möchte!

Twist (it) ist ein Schnittmuster für eine Bluse, die aus nur einem einzigen Schnittteil besteht. Genäht wird aus Webware (wobei es beim Probenähen auch eine wunderschöne Jerseyversion zu bestaunen gab!) und nach Belieben etwas Paspelband. Mehr nicht. Das klingt zunächst einmal sehr unspektaktulär, auf den zweiten Blick ist es jedoch alles andere als das. Für mich ist twist (it) einfach fantantisch!

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Beim Zuschnitt der Bluse hat man die Wahl, ob man die vordere oder hintere Mitte im Stoffbruch zuschneidet. Auf der anderen Seite ergibt sich durch den diagonalen Fadenlauf eine spannende Optik, die durch eine Paspel noch betont werden kann. Besonders gut wirkt dies bei gestreiften Stoffen beziehungsweise solchen mit eindeutiger Richtung.

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Ein weiterer Clou ist der sogenannte twist (it)-Ausschnitt, der es möglich macht, die Bluse einfach umzudrehen. So hat man quasi zwei Blusen in einer. Diesen Ausschnitt habe ich auch für meine dritte Probebluse gewählt, die ich euch heute zeigen möchte. (Die erste zeige ich euch nächste Woche an dieser Stelle und die zweite wollen wir mal ganz schnell vergessen…)

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Für meine Bluse habe ich einen Viskosestoff aus der Stoffabteilung des örtlichen k*stadt verwendet und mit neonorangefarbenem Paspelband kombiniert. Das Leomuster ist normal überhaupt nicht meins, aber in diesem Fall hat es mich im Laden quasi „angesprungen“ und mit seinem subtilen Streifendesign betont es meiner Meinung nach auch perfekt die Schnittführung von twist (it).

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Genäht habe ich die Bluse in Größe 36/38 mit minimalen Änderungen. Da ich von den Maßen genau der Größe 36 entspreche, war mir die erste Version einen Tick zu weit. Deshalb habe ich bei dieser Bluse in der vorderen und hinteren Mitte jeweils einen Zentimeter weggenommen und dafür die Ärmel um einen Zentimeter verlängert. Außerdem habe ich in der Gesamtlänge eineinhalb Zentimeter zugegeben, weil ich einen recht langen Oberkörper habe. So finde ich sie perfekt!

Meine ursprüngliche Idee war, ein Partykleid zu kreieren und an die Bluse direkt einen breiten Jerseystreifen als Rock anzusetzen. Dann gefiel mir die fertige Bluse aber als Alltagslook mit Skinny Jeans so gut, dass ich mich doch für einen klassischen Saum in Neonorange entschieden habe. Stattdessen habe ich mir einen dunkelbraunen Pencilskirt aus Romanitjersey nach dem wirklich guten Tutorial von crafterhours dazu genäht.

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Welcher Look gefällt euch besser? Partylook mit Rock? Oder Alltagslook mit Jeans? Oder beide?

Den Schnitt und das zugehörige Ebook kann ich euch wirklich wärmstens ans Herz legen. Es gibt ihn ab heute hier in Doppelgrößen von 36 bis 46. Die Passform ist wirklich hervorragend und die Möglichkeiten sind unendlich. Mir schweben aktuell noch mindestens drei weitere Versionen vor und auch meine Mutter und Schwiegermutter haben den Wunsch nach einer twist (it) zu Weihnachten geäußert.

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Vielen Dank noch mal, liebe Monika, dass ich beim Probenähen dabei sein durfte! Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und mich vor allem dazu gebracht, mal wieder etwas für mich zu nähen (und, wie hier erwähnt, endlich meinem Blog Leben einzuhauchen!). Und weil die Bluse für mich ist, schicke ich sie ab zu rums!

Habt einen fantantischen Tag!

Eure Lena

PS: Habt ihr schon die tollen Elsen bei der elsenparty von schneidernmeistern gesehen? Ich weiß jedenfalls schon, was ich als nächstes nähe…