#myspringessentials – Rückblick. Ausblick. Und ein Kleid.

Kannst du dich noch erinnern? Vor einem Jahr habe ich gemeinsam mit Elke und Sindy das Projekt #myspringessentials gestartet. Und dir meine Nähpläne für den Frühling 2015 gezeigt. Eines der geplanten Stücke war das Kleid Rianne, das ich bei Elke auf dem Blog entdeckt hatte und das meine erste Begegnung mit der Zeitschrift la maison victor war. Die ich heute so liebe und aus der ein Großteil meiner Projekte, meiner capsule wardrobe stammt. Heute, fast genau ein Jahr später, kann ich dir endlich das fertige Kleid zeigen. Gut Ding will eben Weile haben.

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Das Kleid Rianne ist aus der la maison victor, Heft 2 2015. Ein unkompliziertes Sweatkleid mit überschnittenen Ärmeln und Tunnelzug in der Taille. Dass ich Streifen wollte, unregelmäßig, in marine und ecru, das wusste ich schon vor einem Jahr. Der passende Stoff fand sich dann im September, bei einem Besuch in der alten Heimat. Ein Viskosesweat mit Elasthan, herrlich weich, fließend und mit einem dezenten Glanz, der ihn wertig erscheinen lässt. Sandra und ich haben ihn zufällig auf dem Stoffmarkt wiederentdeckt und Sandra hat letzte Woche ein bezauberndes Shirt daraus gezaubert.

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Das Nähen zog sich dann noch einmal in die Länge, der Winter kam und mit ihm das Bedürfnis nach Wärmendem. Aber nun, nachdem der nächste Frühling sich ankündigt mit den ersten Krokussen und zartem Grün war die Zeit reif für Rianne. Und was soll ich sagen: Sie wird schon jetzt geliebt. Wie eigentlich alle Teile, die im Laufe des letzten Jahres für meine drei capsule wardrobes entstanden sind. Denn – und das ist für mich wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis des ganzen Projekts für mich – ich weiß wer ich bin. Was ich brauche. Und dass es eben eine gewisse Zeit braucht, DAS Teil für mich zu erdenken, zu entwerfen, zu nähen.

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Nach knapp einem Jahr capsule wardrobe kann ich sagen, dass sich meine anfänglichen Zweifel allesamt in Luft aufgelöst haben. Während des ganzen Jahres gab es nicht eine Situation, in der ich nicht gewusst hätte was ich anziehen soll. Hat mich nicht einer darauf angesprochen, wieso ich immer dasselbe trage. Und musste ich nicht einmal nackt aus dem Haus, weil sämtliche Kleidungsstücke in der Wäsche waren. Was aber geblieben ist, ist eine tiefere, innere Zufriedenheit. Ein Gefühl des Im-Reinen-Seins mit mir und meinen Kleidern.

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Deshalb wird es hier weiter gehen. Quasi #myspringessentials2.0. Mit der Hose der letzten Woche und mit Rianne ist ein Anfang gemacht zu einer Frühlingsgarderobe mit noch mehr Lieblingsstücken, mit noch mehr selbst genähtem. In den kommenden Wochen will ich noch einmal eine Bestandsaufnahme machen im Kleiderschrank, erneut aussortieren, was nicht geliebt wird oder was aus anderen Gründen ersetzt werden muss. Und ich werde Pläne schmieden für meine neue capsule wardrobe. Du kannst hier darüber lesen. Oder mach gleich mit, denn ich verspreche dir: es lohnt sich! Jede Menge Inspiration findet sich sicherlich hier.

Liebe Grüße, Lena

Schnittmuster robe rianne | la maison victor

Stoff Viskosesweat Allegra | beispielsweise von hier

linked with me made mittwoch | after work sewing

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#simpleplainsweatshirt!?

Ich liebe die ottobre-Schnitte sehr. Für den Mops. Die Damenhefte gefallen mir hingegen meist gar nicht. Die wunderbare Steffi von herzekleid hat allerdings schon so manches großartiges Kleidungsstück nach Schnitten aus den ottobre kids-Heften genäht – für sich! Grund genug, dass ich mir meine ottobre-Hefte unter ganz neuen Gesichtspunkten vorgenommen habe. Denn größentechnisch ist der Mops erst bei einer 110 angelangt, weshalb ich den Schnitten für „Teenies“ bislang wenig Beachtung geschenkt habe.

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Auf Anhieb hat es mir das simple plain sweatshirt (Nummer 24) aus der ottobre 6/2014 angetan. Ein Sweatshirt mit leicht überschnittener Schulter und Vokuhila-Saum. Größe 170 genäht und – viel zu weit. Nun liegen meine Brust- und Taillenweite auch deutlich unter den angegebenen Maßen für Größe 170. Also beherzt die Overlock angesetzt und an den Ärmeln und Seiten jeweils rund 1 cm weggenommen. Das Ergebnis mag ich nun sehr!

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Der Stoff ist der Glamoursweat von swafing in schlamm/gold. Es gibt wohl kaum eine Nähbloggerin, die diesen noch nicht vernäht hat.  Ja, ich jetzt auch. Dabei bin ich ja eigentlich gar kein Glitzertyp… Aber in der Kombination mit dem sportlichen Schnitt gefällt er mir wirklich gut. Und ich mag die Rückseite dieses Sommersweats. So sehr, dass ich den Halsausschnittstreifen auf links angenäht habe und die Ärmel einfach nur aufgekrempelt und festgesteppt.

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Als kleines Augenzwinkern hat mein nicht ganz so simpler simple sweater einen goldenen Plot erhalten. „simple plain sweater“ steht dort, entworfen vom Lieblingsmann. Und von ebendiesem per Hand mit dem Cutter ausgeschnitten. Ganz große Liebe.

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Die Bilder heute hat übrigens der Mops gemacht. Nachdem der Fernauslöser nicht so recht wollte, wie dieses Bild beweist….

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Jetzt schicke ich euch aber rüber zum RUMS, an dem ich tatsächlich erst das erste Mal in diesem Jahr teilnehme und bei dem es sicherlich jede Menge Inspiration für neue Nähprojekte gibt.

Beste Grüße, Lena

schnitt ottobre 06/2014 | Sweatshirt simple plain | Nr. 24

stoff glamoursweat schlamm/gold | swafing

plot Flexfolie in gold von plottermarie | eigener Entwurf

linked with rums

 

 

 

 

non-hooded oversize hoodie

Freude. Ich darf das neue DIY-Kit von DaWanda und myfabrics testen! Ein kuscheliges Herbstteil für Drüber brauchen meine #myfallessentials ohnehin noch. Und blau passt bestens in mein Konzept.

Euphorie. Die liebe Eva von DaWanda schreibt: Seid kreativ. Drückt eurem Hoodie euren Stempel auf. Ob sie das auch noch so unterschreiben würde, nachdem sie gesehen hat, was ich aus ihrem Schnitt gemacht habe!? Der Plan steht schnell: bürotauglich soll es werden. Also muss der Reißverschluss weg, Vorderkante und Ärmel werden um 10 cm verlängert. Kupferfarbene Paspel aus dem Bestand wird ergänzt, ebenso puderfarbener, dünner Sweat für Kontrastbelege.

Skepsis. Die Schnittteile sind schon verdammt oversize. Nahezu gigantisch könnte man sagen… Ob das was wird!?

Zweifel. Der Umstand, dass mein Mann bei jeder Anprobe das Theme aus „Phantom der Oper“ singt, lässt meine anfängliche Skepsis zu echten Zweifeln heranwachsen. Und ein paar schnelle Fotos beweisen: Die Kapuze muss weg. Einfach zu groß für mich. Zu viel. Zu dunkel. Und sie liegt überhaupt nicht. Mit dieser Entscheidung geht es mir zwar schon erheblich besser, aber die Zweifel bleiben.
Bademantel. Stewardessenuniform. Zaubererumhang.
Nur einige der Assoziationen, die mir beim Nähen durch den Kopf schossen.

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Versöhnung. Getreu dem Motto: Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch nicht das Ende. Nun sind wir doch noch Freunde geworden, mein non-hooded Hoodie und ich. Nicht zuletzt Dank der schönen Fotos, die der Lieblingsmann gemacht hat. Und weil er einfach so herrlich groß und kuschelig ist, jetzt, wo das Wetter im Oktober schon Winter spielt.

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Neugier. Nun willst du sicher noch wissen, ob ich das Näh-Kit empfehlen kann!? Ich will ehrlich sein. Daher bekommst du hier das Feedback, das ich so auch DaWanda gegeben habe:

Die Qualität der Materialien finde ich sehr überzeugend. Der Sweat ist schön kuschelig, das Bündchen schön fest. (Passt allerdings nicht 100%ig zur Stofffarbe, da bin ich pingelig…) Das gesamte Zubehör (Garn, Reißverschlüsse) ist hochwertig, was mir persönlich sehr wichtig ist, wenn ich schon die Nähzeit investiere. Allerdings muss ich sagen: Wenn das Paket alles enthält, was es zum Nähen braucht und das Nähen per Overlock empfohlen wird, müssten konsequenter Weise auch vier Rollen (Overlock)Garn dabei sein für mich.
Den Schnittbogen finde ich schön übersichtlich und hochwertig. Allerdings ist der Schnitt schon sehr rudimentär für meinen Geschmack. Zumindest am Halsausschnitt hätte ich ehrlich gesagt eine Rundung an den Schnittteilen erwartet. Das Kapuzenschnittteil finde ich gigantisch und für mich saß die Kapuze auch überhaupt nicht. Aber das ist ja Geschmackssache.
Die Anleitung gefällt mir vom Layout und von den Bildern her, hat für mich inhaltlich jedoch einige kleine Schwächen bzw. Ungereimtheiten. Maches ist extrem detailliert beschrieben, andere Informationen fehlen für mich. Als erfahrene Näherin wirst du aber sicher keine Schwierigkeiten haben, den Hoodie zu nähen.
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Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen. Bilde dir doch dein eigenes Urteil! Und wenn du das DIY-Kit haben magst, dann hier entlang. Hast du (so wie ich) ganz eigene Pläne, was man noch aus dem Schnitt machen kann, so bekommst du das Schnittmuster auch einzeln hier.
Am Ende bleibt mir Danke zu sagen. Danke an DaWanda und myfab für das tolle Näh-Paket. Und Danke an die liebe Eva für den netten Kontakt! Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht! Und jetzt ab zu RUMS. Und zur lieben Sandra, die uns heute ihre Gedanken zu den #myfallessentials notiert.
Liebste Grüße, Lena
Dieser Post enthält Werbung. Das Näh-Kit wurde mir von DaWanda und myfab kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt trotzdem allein meine eigene.

#myspringessentials | Sweater & Beanie in Koralle

Endlich konnte ich die ersten beiden Teile meiner #myspringessentials-Liste abarbeiten, die ich euch hier vorgestellt habe. Punkt eins war ein gemütlicher Sweater für die Freizeit in meiner Akzentfarbe Korallenrot. Als Schnittmuster habe ich mich für Elkes Mechelen-Shirt entschieden (das Schnittmuster könnt ihr hier kostenlos herunterladen!), weil ich mit den Überschnittenen Schultern ein Gegengewicht zu meiner Birnenfigur schaffen wollte. Allerdings habe ich die Weite an Armausschnitt und Ärmel doch ein gutes Stück reduziert, weil mein Sweatstoff  recht fest und dick war und ich Angst hatte, dass das Ganze am Ende dann zu sehr aufträgt und Falten wirft.

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Der Stoff (mal wieder ein Bio-Sweat aus dem Lana Werksverkauf) lag schon eine ganze Weile bereit. Passendes Bündchen war auch vorhanden. Fehlte nur noch die passende Applikation, denn so ganz ohne ist ein Sweatshirt für mich nicht vollständig. Aber was sollte es sein?  Mein Geburtsjahr? Initialen? Sterne? Etwas maritimes? Nein, irgendwas mit Frühling sollte es sein. Hin und her überlegt und dann – warum nicht!? habe ich mich für unser Motto entschieden. Den myspringessentials-Schriftzug habe ich aus cremefarbener Flockfolie ausgeschnitten, der Hashtag ist aus einem hellen Lederrest. Was das Ergebnis angeht, bin ich mir nun nicht ganz sicher. Sieht es zu selbstgebastelt aus? Ich bin normalerweise kein Freund davon, wenn man sofort sieht, dass meine Teile selbstgenäht sind. Was meint ihr!?

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Mit der Schnittwahl bin ich indes sehr glücklich. Ich finde die überschnittenen Schultern super für mich und meine Figur, die Länge schmeichelt mir und passt perfekt zu engen geraden Hosen. Ich habe wirklich das Gefühl, dass unser Projekt mir extrem dabei geholfen hat, meinen Stil zu finden und in Form von Nähprojekten umzusetzen. Und ich freue mich schon wahnsinnig darauf, nächste Woche endlich auch noch den übrigen Ballast aus meinem Kleiderschrank zu verbannen und mit MEINEN #myspringessentials in drei wundervolle Frühlingsmonate zu starten!

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Die Beanie ist aus einem wunderbar weichen Biobaumwollgarn entstanden und ebenfalls in meiner Lieblingsfarbe Korallenrot. Mütze und Sweater passen tatsächlich perfekt zusammen! Gestrickt habe ich nach stundenlanger Musterrecherche einfach glatt rechts mit 2×2 Rippenbündchen. Klar und modern – so gefällt es mir einfach momentan am besten. Und durch die Farbe und das wunderschöne Garn finde ich sie trotzdem nicht langweilig.

collage1Jetzt werde ich mal beim RUMS vorbei schauen, welche tollen Frühlingsteile noch entstanden sind. Und selbstverständlich empfehle ich euch auch, Elkes Gedanken zum Thema #myspringessentials zu lesen und vor allem eure Posts dort zu verlinken!

Nächste Woche lesen wir uns dann zum großen #myspringessentials-Finale hier wieder. Wenn alles gut geht sogar schon vorher mit einem kleinen Accessoire-Spezial und eventuell sogar mit weiteren neuen Lieblingsstücken. Ich arbeite fleißig an MEINEM Hosenschnitt…

Bis dahin

eure Lena