MamaMontag: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Ich bin nicht nur Mutter eines zweieinhalbjährigen Mopses, sondern vor allem auch Liebhaberin von Testberichten, Vergleichsportalen und Entscheidungsmatrizen. Vielleicht liegt es an meinem Job, vielleicht bin ich auch ein kleiner Kontrollfreak. So oder so habe ich in den letzten Jahreneinen großen Haufen Wissen zu allen Fragen der Baby- und Kinderausstattung gesammelt, von dem ihr vielleicht profitieren könnt. Daher möchte ich euch in einer Art kleinen Serie an jedem MamaMontag ein key piece der Erstausstattung vorstellen und in loser Form alles dazu notieren, was mir so einfällt.
Mein eigentlicher Plan war, mit dem Kinderwagen zu beginnen, denn immerhin handelt es sich hierbei meist um das teuerste Stück der Erstausstattung und auch ich habe mir um dieses Teil vor der Anschaffung die meisten Gedanken gemacht. Rückblickend war jedoch etwas ganz anderes für uns wichtig. Und das kam so…

 

Wenn mir vor drei Jahren jemand erzählt hätte, dass ich mal mit Funktions-Outdoorjacke und Kind im Tragetuch in einem Biomarkt stehen würde, hätte ich denjenigen wohl ausgelacht oder für verrückt erklärt. Während der Schwangerschaft brachte mir eine gute Freundin eine Kiste mit allerlei Babysachen vorbei, darunter auch ein Tragetuch. Ich bedankte mich artig, räumte es fein säuberlich zu all den anderen niedlichen Babysachen in die Kommode – und vergaß es.

Tragetuch_Museum

Dann wurde unser Sohn geboren und tat seinen ersten Schrei. Was – wie alle Eltern bestätigen können – ein überwältigendes und wunderschönes Gefühl ist. Allerdings hörte er die nächsten Monate außer zum Essen und selten zum Schlafen quasi nicht mehr mit dem Schreien auf. Was dann mindestens genauso überwältigend, allerdings überhaupt nicht mehr wunderschön ist. Auf der Suche nach etwas, das uns endlich helfen würde, las ich eine Studie übers Tragen. Dort stand, dass Kinder, die mehrere Stunden am Tag getragen werden, weniger schreien. Da erinnerte ich mich an das Tragetuch, kramte es aus der Kommode, band mir den kleinen Mann vor den Bauch und lief los. Und tatsächlich – er schlief! Einfach so, mitten am Tag und ganz ohne Gebrüll. Von da an wurde das Tragetuch zu unserem ständigen Begleiter. Und weil der kleine Mann nur schlief, wenn Mama lief, machten wir kilometerlange Wanderungen durch unsere schöne Heimat und entdeckten Fleckchen, die ich vorher in vielen Jahren nicht gesehen hatte.

Tragetuecher

So wurde das Tragetuch, dem ich vor der Geburt quasi keine Beachtung geschenkt hatte, am Ende das wichtigste Teil unserer Babyausstattung. Ich bestieg mit dem Mops im Tuch die Alpen, ich erledigte die Hausarbeit, sogar einen Tanzkurs haben der Lieblingsmann und ich mit Kind im Tragetuch absolviert! Und bis heute möchten wir unsere Tagetücher nicht missen. Egal ob im Zug, auf dem Weihnachtsmarkt, im Museum oder Kaufhaus: man kommt überall durch und hat sein Kind immer direkt bei sich.

Tragetuch_Einsatz
 Was ich mit diesem Post aber eigentlich sagen will ist: Macht euch nicht zu viele Gedanken. Plant nicht zu viel. Kinder schmeißen das ohnehin gerne über den Haufen. Und am allerwichtigsten: Hört nicht auf andere. Findet heraus, was für euch das Richtige ist. Dabei will ich euch mit dieser Reihe unterstützen. Ich will euch nicht sagen, wleches der richtige Kinderwagen ist, das richtige Kinderzimmer oder was auch immer. Ich will vielmehr versuchen, euch einen Weg aufzuzeigen, wie ihr für euch und eure spezielle Situation genau das richtige Teil findet. Damit ihr gemeinsam eine fantantische Zeit haben könnt.
Wenn ihr das auch wollt – bis zum nächsten MamaMontag! Ich freu mich darauf!
Eure Lena