RUMS – Let’s twist again!

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Dass ich von Monikas alias schneidernmeisterns neuem Schnitt twist (it) völlig begeistert bin, konntet ihr ja schon letzte Woche hier nachlesen. Heute möchte ich euch nun meine erste Probeversion zeigen.

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Da das Probenähen mein allererstes war und ich dementsprechend keine Vorstellung davon hatte, wie ausgereift der Schnitt zu diesem Zeitpunkt wohl sein könnte, wollte ich auf keinen Fall extra Stoff für meine erste Probeversion kaufen. In meinem Regal fand sich allerdings nur ein einziger Baumwollstoff, der in Frage kam: ein weißes, leichtes Fahnentuch, das noch von irgendeinem Vorhangprojekt übrig war. Weil mir das dann aber doch zu langweilig war und weil ich schon seit längerer Zeit ein Päckchen Batikfarbe im Schrank hatte (das ich eigentlich mal irgendwann gekauft hatte, um ein bei pinterest entdecktes Paar Leinenschuhe im ombre-look nachzuarbeiten), entschied ich mich, mich an einer ombre-Version von twist (it) zu versuchen. Und das Ergebnis ist so fantantisch, dass ich für euch ein kleines Tutorial zusammengestellt hab, mit dem ihr euch euer eigenes dipdyeblüschen kreieren könnt.

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Das besondere am Schnitt von Monika ist der schräge Fadenlauf, der sich aus der Schnittführung mit nur einem Schnittteil ergibt und wahlweise in der vorderen oder hinteren Mitte liegen kann. Um diesen zu betonen, habe ich meinen Stoff erst gefärbt und dann erst fertig zugeschnitten. So ist der Farbverlauf im Rücken ebenfalls diagonal und trifft sich mittig genau, ergibt aber auch unterm Arm einen fließenden Übergang zwischen Vorder- und Rückenteil. Natürlich funktioniert das Tutorial auch für jedes beliebige andere dip-dye Projekt. In diesem Fall könnt ihr die ersten 5 Schritte einfach überspringen und dann direkt beim Färben einsteigen.

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 Ombre-Dip-Dye-Tutorial

Zunächst einmal möchte ich betonen, dass ich absolut kein Experte in Sachen Stoffe Färben bin. Im Gegenteil: das war mein allererster Versuch, der mir allerdings super gefällt. Deshalb möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen, sage aber gleich dazu, dass das sicher nicht die einzig richtige und vielleicht auch nicht die eleganteste Lösung ist.

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1 Zunächst übertragt ihr euch den Schnitt zuzüglich Nahtzugabe auf euren Stoff. Entlang der beiden Seitenkanten und dem Ärmel wird die Bluse schon fertig zugeschnitten. Achtung! Die (in meinem Fall) rückwärtige Mitte sowie den Halsausschnitt bitte noch nicht zuschneiden, das macht das Färben einfacher.

 

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2 Ich habe hier alles mit einem roten Heftfaden markiert, damit ich nach dem Färben nicht alles erneut anzeichnen muss, sondern an diesem zuschneiden kann.

 

 

 

3 Als nächstes markiert ihr euch beide Passmarken IMG_6724unterhalb des Armes mit jeweils einer Stecknadel. Anschließend nehmt ihr den Papierschnitt ab.

 

 

 

 

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4 Dann faltet ihr den Stoff so, dass die beiden Stoffbruchkanten aufeinander liegen. Die beiden Stecknadeln sollten dabei genau auf einer senkrechten Linie zum Stoffbruch liegen. Auf diese Weise erreichen wir, dass die Farbverläufe unterm Arm möglichst exakt aufeinander treffen.

Außerdem fixiert ihr den Teil des Ärmels, der über die Stecknadelmarkierungen hinausragt, mit ein bis zwei Stecknadeln nach oben, denn dieser Teil soll nicht mitgefärbt werden.

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5 Abschließend markiert ihr euch mit einem andersfarbigen Heftfaden durch mehrere Linien senkrecht zum Fadenlauf die Eintauchlinien für den Färbevorgang. Wichtig hierbei ist, den Heftfaden durch alle Stofflagen zu ziehen, da diese so auch in ihrer Lage fixiert werden. Ich habe mich für drei Farbabstufungen gleicher Breite entschieden, hier könnt ihr aber auch variieren, ganz wie es euch gefällt. Diesen Schritt würde ich euch auch für andere größere Dip-dye-Projekte empfehlen, weil man beim Färben doch leicht den Überblick verliert und man möchte am Ende ja keine schiefen Farbverläufe haben.

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Nun geht es ans Färben. Hier seht ihr alles, was ihr dafür braucht:

  • Eimer
  • Wasserkocher
  • Speisesalz
  • Gummihandschuhe
  • Farbe (ich habe mich für Marabu Easy Color in Mandarine entschieden)
  • Esslöffel

6 Zunächst den Eimer mit sieben Liter kochendem Wasser füllen. Jetzt die Gummihandschuhe an- und bis zum Ende des Färbevorgangs nicht mehr ausziehen! Anschließend die Farbe zusammen mit sieben Esslöffeln Salz ins Wasser geben und vollständig auflösen. Jetzt kann es endlich losgehen!

Tipp Stellt euch einen zweiten Eimer mit Seifenlauge zum Händewaschen bereit. Eigentlich hätte meine Bluse oben weiß bleiben sollen. Leider hatte ich mit meinen Fingern so viele Flecken auf den oberen Teil gemacht, dass ich die Bluse zum Schluss noch einmal komplett in die Farbe tauchen musste, um diese zu verschleiern.

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7 Nun wird der gesamte Stoff  einmal komplett mit kaltem Wasser nass gemacht. Das ist wichtig, um später sanfte Farbverläufe zu erzielen. Dann den Stoff kurz (etwa 10-20 Sekunden) bis zur obersten Markierung in das Farbbad tauchen. Anschließend muss der Stoff von oben nach unten so lange ausgespült werden, bis das Wasser klar bleibt. Ich habe ihn dazu auf den Badewannenrand gehängt.

In diesem Schritt habe ich auch gleich den Stoff fürs Paspelband mit in das Färbebad geschmissen und bis zum Ende des Färbeexperiments auch dort belassen.

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8 Der zweite Färbevorgang läuft genauso ab, allerdings habe ich den Stoff hier etwa drei Minuten im Farbbad belassen.  Ich empfehle euch, den oberen Teil des Stoffes höher zu hängen (beispielsweise auf den Badewannenrand), um Tropfflecken weitgehend zu vermeiden.

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9 So sollte der Stoff nach diesem Färbevorgang etwa aussehen. Sobald euch die Farbe intensiv genug erscheint, nehmt ihr den Stoff aus dem Farbbad. Anschließend wieder gründlich von oben nach unten ausspülen.

10 Nun folgt der letzte Färbeschritt. Hier habe ich mich nach den Herstellerangaben gerichtet und den Stoff 20 Minuten im Farbbad belassen. Anschließend auch hier wieder gründlich ausspülen.

Und jetzt: fertig und freuen!IMG_6753

Puh, das war aber ein langer Text. Wer von euch tatsächlich bis hierhin gelesen hat, bekommt von mir ein Fleißsternchen! Und falls tatsächlich mal jemand dieses Tutorial nutzt, würde ich mich sehr über Bilder oder einen Kommentar freuen.

Ich schicke meine neue Bluse jetzt noch schnell zu RUMS und werde mich jetzt mit einem Tee und einer ausgiebigen RUMS-Runde belohnen. Mal sehen, was die anderen Damen so alles tolles gezaubert haben.

Ich wünsche euch eine fantantische Zeit!

Eure Lena

Schnitt twist (it) von schneidernmeistern

Stoff weißes Fahnentuch aus meinem Stoffregal, easy color von marabu in Mandarine

Änderungen Gesamtlänge um 1,5 cm verlängert

Aufwand inklusive Färben 4-5 Stunden

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RUMS – Twist and shout!

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Nähen mache ich gefühlt schon immer. Schon mit vier saß ich mit meiner Mutter an der Nähmaschine und habe Ballettkostüme genäht. Damals kannte man noch keinen Jersey und keine Overlockmaschine, es gab ausschließlich Webware. Mein erstes Shirt ist tatsächlich erst vor gut einem Jahr entstanden, als Geburtstagsshirt zum ersten Geburtstag vom Mops. Deshalb habe ich begeistert das Webstoffe-Spezial vom Stoffbüro verfolgt. Und habe mich wahnsinnig darüber gefreut, dass mich die liebe Monika von schneidernmeistern gefragt hat, ob ich ihren neuen Webware-Blusenschnitt twist (it) probenähen möchte!

Twist (it) ist ein Schnittmuster für eine Bluse, die aus nur einem einzigen Schnittteil besteht. Genäht wird aus Webware (wobei es beim Probenähen auch eine wunderschöne Jerseyversion zu bestaunen gab!) und nach Belieben etwas Paspelband. Mehr nicht. Das klingt zunächst einmal sehr unspektaktulär, auf den zweiten Blick ist es jedoch alles andere als das. Für mich ist twist (it) einfach fantantisch!

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Beim Zuschnitt der Bluse hat man die Wahl, ob man die vordere oder hintere Mitte im Stoffbruch zuschneidet. Auf der anderen Seite ergibt sich durch den diagonalen Fadenlauf eine spannende Optik, die durch eine Paspel noch betont werden kann. Besonders gut wirkt dies bei gestreiften Stoffen beziehungsweise solchen mit eindeutiger Richtung.

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Ein weiterer Clou ist der sogenannte twist (it)-Ausschnitt, der es möglich macht, die Bluse einfach umzudrehen. So hat man quasi zwei Blusen in einer. Diesen Ausschnitt habe ich auch für meine dritte Probebluse gewählt, die ich euch heute zeigen möchte. (Die erste zeige ich euch nächste Woche an dieser Stelle und die zweite wollen wir mal ganz schnell vergessen…)

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Für meine Bluse habe ich einen Viskosestoff aus der Stoffabteilung des örtlichen k*stadt verwendet und mit neonorangefarbenem Paspelband kombiniert. Das Leomuster ist normal überhaupt nicht meins, aber in diesem Fall hat es mich im Laden quasi „angesprungen“ und mit seinem subtilen Streifendesign betont es meiner Meinung nach auch perfekt die Schnittführung von twist (it).

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Genäht habe ich die Bluse in Größe 36/38 mit minimalen Änderungen. Da ich von den Maßen genau der Größe 36 entspreche, war mir die erste Version einen Tick zu weit. Deshalb habe ich bei dieser Bluse in der vorderen und hinteren Mitte jeweils einen Zentimeter weggenommen und dafür die Ärmel um einen Zentimeter verlängert. Außerdem habe ich in der Gesamtlänge eineinhalb Zentimeter zugegeben, weil ich einen recht langen Oberkörper habe. So finde ich sie perfekt!

Meine ursprüngliche Idee war, ein Partykleid zu kreieren und an die Bluse direkt einen breiten Jerseystreifen als Rock anzusetzen. Dann gefiel mir die fertige Bluse aber als Alltagslook mit Skinny Jeans so gut, dass ich mich doch für einen klassischen Saum in Neonorange entschieden habe. Stattdessen habe ich mir einen dunkelbraunen Pencilskirt aus Romanitjersey nach dem wirklich guten Tutorial von crafterhours dazu genäht.

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Welcher Look gefällt euch besser? Partylook mit Rock? Oder Alltagslook mit Jeans? Oder beide?

Den Schnitt und das zugehörige Ebook kann ich euch wirklich wärmstens ans Herz legen. Es gibt ihn ab heute hier in Doppelgrößen von 36 bis 46. Die Passform ist wirklich hervorragend und die Möglichkeiten sind unendlich. Mir schweben aktuell noch mindestens drei weitere Versionen vor und auch meine Mutter und Schwiegermutter haben den Wunsch nach einer twist (it) zu Weihnachten geäußert.

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Vielen Dank noch mal, liebe Monika, dass ich beim Probenähen dabei sein durfte! Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und mich vor allem dazu gebracht, mal wieder etwas für mich zu nähen (und, wie hier erwähnt, endlich meinem Blog Leben einzuhauchen!). Und weil die Bluse für mich ist, schicke ich sie ab zu rums!

Habt einen fantantischen Tag!

Eure Lena

PS: Habt ihr schon die tollen Elsen bei der elsenparty von schneidernmeistern gesehen? Ich weiß jedenfalls schon, was ich als nächstes nähe…