#myspringessentials – die weiße bluse.

[An dieser Stelle überspringen wir einfach den Teil mit den Entschuldigungen, weshalb ich seit über einem Monat nicht gebloggt habe. Kind krank. Ich krank. Mann krank. Nähcamp. Ostern. Job. Familie. Das ganz normale Leben halt.]

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Schon vor einem Jahr, als es an die #myspringessentials ging, hatte ich den Willen, mir eine weiße Bluse zu nähen. Nein, DIE weiße Bluse. Denn eine weiße Bluse geht immer. Der größte Zeitaufwand ging für die Stoffwahl drauf. Ein Stoff, warmweiß, mit Stretchanteil, blickdicht, Naturfaser. Gefunden habe ich ihn letztendlich bei stoff und stil in Köln, vielleicht ist es dieser!?

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Nachdem ich meine Wollwalkbikerjacke so sehr liebe, habe ich mich erneut für einen Schnitt von wear lemonade entschieden: die Blouse Bianca. Eine schlichte, gerade geschnittene Bluse mit kurzem Arm, Brustabnähern und einem Kragen, die ihr das gewisse Etwas verleiht. Für mich hat sie eine französische Eleganz, geradlinig und trotzdem nicht langweilig. Mal wieder genau meins. Genäht in Größe 36 ist die einzige Änderung, dass ich die Ärmel etwas länger gemacht und mit einem Aufschlag versehen habe. Von der Idee, die Bluse mit langen Ärmeln und Manschetten zu arbeiten, bin ich schnell wieder abgekommen. Das wäre dann wohl doch zu bieder geworden.

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Genäht habe ich die Bluse schließlich beim nähcamp in Berlin, meinem ersten. Wer das Nähcamp nicht kennt, dem kann man es schwerlich erklären. Initiiert von der wunderbaren Elke und mitorganisiert von der lieben Catrin trafen sich 60 Frauen in einem stylishen Berliner Hotel, um zwei ganze Tage zusammen zu nähen, zu tratschen und jede Menge Spaß zu haben. Fast so wie eine LAN-Party, meinte mein Mann. Für mich vor allem die Möglichkeit, all diese großartigen Frauen, die man virtuell kennt, einmal persönlich zu treffen. Und ich wurde nicht enttäuscht! Sandra, Elke, Catrin, Petra, Tessa, Marina, Monika und all die anderen – es war großartig mit euch!

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Die weiße Bluse fügt sich hervorragend in meinen Kleiderschrank. Zum geliebten Wollmantel und zu Jeans passt sie gut für jeden Tag. Genauso lässt sie sich aber auch chic mit Statementkette, Rock und Strickjacke stylen. Ein echtes wardrobe-staple. Und damit leite ich sie ein: die zweite Runde #myspringessentials. Nun lebe ich tatsächlich schon seit einem Jahr mit meiner capsule wardrobe und ich habe es nicht einen Tag bereut. Wenn es die Zeit zulässt, werde ich am Wochenende meine Wintersachen raus- und die Frühlingssachen in den Schrank räumen. Und mal wieder einen umfangreichen Post zum Thema capsule wardrobe für euch schreiben. Schön, dass ich so viele damit begeistern konnte. Danke für all die tollen Kommentare, gerade auch zu diesem Thema! Wer sich solange noch mal in die alten Posts einlesen möchte, der findet hier alle meine Gedanken zu den #myessentials. Und hier gibt es wie jede Woche jede Menge tolle Näh-Inspirationen.

Beste Grüße, Lena

PS: Gestern ist die zweite Versteigerungsrunde von #nähbloggerfürflüchtlinge gestartet. Ein Herzensprojekt, bei dem ich leider dieses Mal aussetzen muss. Aber es gibt so viele wunderbare Dinge zu ersteigern, dass sich auf jeden Fall ein Blick lohnt. Schaut euch diese Puppe an! Und dieses Tuch! Oder diesen Handarbeitskorb! Fantantisch!

stoff baumwollsatin | stoff und stil

schnitt blouse bianca | wear lemonade

linked with memademittwoch | afterworksewing

 

#12lettersofhandmadefashion | w wie walk

Die Vorstellung eine Bikerjacke aus Walk zu nähen hatte ich schon im vorletzten Jahr. Und auch in meiner Planung für die #myfallessentials hatte ich die Walkbikerjacke als keypiece geplant. Der Stoff lag ohnehin seit Jahren im Regal, noch kinderlos in den Niederlanden auf einem Stoffmarkt gekauft. Eigentlich für einen Wollmantel. Tolle Nähbeispiele gab es in letzter Zeit auch jede Menge, beispielsweise hier. Was noch fehlte, war der letzte Motivationsschub, das Projekt endlich in die Tat umzusetzen.

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Dann kam die geniale Aktion #12lettersofhandmadefashion von der wunderbaren Selmin von tweed and greet. Jeden Monat zieht eine von zwölf tollen Bloggerinnen einen Buchstaben aus dem Alphabet, zu dem man dann ein Stück für den eigenen Kleiderschrank näht. Der Januarbuchstabe ist das W, das Selmin am liebsten unterschlagen hätte. Ich habe mich hingegen wahnsinnig gefreut, denn genau das war der buchstäbliche Tritt in den Hintern, den ich brauchte, um endlich meinen Plan einer Woll-Walk-Bikerjacke umzusetzen.

 

Den ursprünglich geplanten Schnitt aus der LMV habe ich doch wieder verworfen, nachdem ich Fotos von der offen getragenen Jacke gesehen hatte, die mir so gar nicht gefielen. Wieder mal war es die weltbeste Sandra, die den perfekten Schnitt aufgetrieben hat: perfecto mona von wear lemonade. Ein Bikerjackenschnitt, der offen, halb und sogar hochgeschlossen toll aussieht. Den du kostenlos herunterladen kannst. Der bereits einen Zentimeter Naht- sowie alle Saumzugaben enthält. Zu dem es sogar eine Videoanleitung gibt (ok, wenn auch nur auf Französisch). Und der mir tatsächlich fast perfekt passt. Ich habe die Jacke lediglich um fünf Zentimeter verlängert, weil das der Länge meines Reißverschlusses entsprach. (Der ist übrigens kupferfarben und von stoff und stil.) Unten habe ich dann noch einen 12 cm Bundstreifen (fertige Breite 5 cm) angesetzt. So hat die Jacke die perfekte Länge, um sie mit Jeans zu kombinieren. Beim nächsten Mal werde ich den Brustabnäher noch einen bis zwei Zentimeter tiefer setzen, dann ist sie tatsächlich perfekt. Und ein nächstes Mal wird es definitiv geben!

 

Das letzte „Problem“, das es noch gab, waren die Druckknöpfe. Denn zu meinem kupferfarbenen Reißverschluss mussten es UNBEDINGT auch passende Knöpfe sein. Logisch, oder? Bestellt habe ich sie dann letztendlich hier in England. Das waren tatsächlich die einzigen kupferfarbenen, matten Knöpfe die ich auftreiben konnte. (Falls also jemand von euch eine Marktlücke in Deutschland sucht: kupferfarbene Drücker! Ich wäre euer bester Kunde!) Und falls ihr die Knöpfe auch bestellen wollt: sie passen nicht 100%ig in die prym-Vario-Zange, aber ich konnte sie hinreichend gut damit einsetzen.

  

Die Jacke hat es tatsächlich schon zum absoluten Lieblingsteil in meinem Kleiderschrank geschafft. Und zwar als legerer Blazerersatz fürs Büro. Perfekt mit Jeans, Stiefeletten und Blusenshirt. Sowohl offen als auch geschlossen getragen. Wenn es dann wieder wärmer wird, wird sie aber sicher auch als Übergangsjacke zum Einsatz kommen. Außerdem habe ich noch bestimmt einen Meter Walk übrig. Aktuell spiele ich mit dem Gedanken, daraus einen passenden Pencilskirt zu nähen. Was meinst du?

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Also, liebe Selmin: W is checked! Ich freue mich schon auf den nächsten Buchstaben! Reichlich Inspiration für alles von A wie Abendkleid bis Z wie Zwiebellook gibt es wie immer beim Me Made Mittwoch.

Liebe Grüße, Lena

Schnitt perfecto mona von wear lemonade | verlängert und mit Bund ergänzt

Stoff Wollwalk in robbenbraun vom Stoffmarkt

Linked with Me made Mittwoch | Afterwork Sewing