#mysummeressentials | annalisa

Dass ich ein großer Fan des stoffbüros bin dürfte hinlänglich bekannt sein. Catrin ist einfach die beste Stoffdealerin der Welt, ihre Stoffe haben eine tolle Qualität und die Beratung ist einzigartig. Als dann vor einigen Monaten ein nosh-Jersey in MEINER Farbe Koralle in den Shop einzog, war klar, dass ich ihn haben muss. Sulka heißt das Feder-Design und ist für mich sommerlich frisch und (zumindest in der Freizeit) auch gut für Damen tragbar.

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Auch beim Schnitt ließ ich mich von Catrin inspirieren. Schon vor eineinhalb Jahren beim Probenähen für Monika stellten wir fest, dass wir 1:1 dieselben Anpassungen vorgenommen hatten. Seither weiß ich, dass jedes Oberteil, das Catrin passt, auch mir passen wird. Daher war ich mutig genug für mein Stoffschätzchen einen von Catrin erprobten, aber für mich gänzlich neuen  Schnitt zu testen: Annalisa von schnittchen. Eigentlich mein A für die #12lettersofhandmadefashion im März. Hmja, hat zeitlich nicht GANZ geklappt…

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Annalisa ist ein Kombi-Ebook, das einen Schnitt für ein Fledermausshirt und einen A-Linien-Rock mit Gummibund und Passentaschen enthält. Nun trage ich im Büro fast ausschließlich Hosen. Aber da das gemusterte Shirt ohnehin ein reines Freizeitteil werden sollte und mein Schrank tatsächlich keinen einzigen Sommerrock mehr enthält, habe ich den passenden Rock gleich dazu genäht. Könnte ja sein, dass der Sommer doch noch mal hier vorbei schaut…

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Das Shirt habe ich lediglich um einen Zentimeter verlängert, was aufgrund meines langen Oberkörpers aber eine Standardanpassung darstellt. Außerdem musste ich das Rückenteil teilen, da der Stoff sonst nicht gereicht hätte. Die Passform finde ich hervorragend: etwas kürzer und kastiger, perfekt zum Rock wie auch zu hoch geschnittenen Hosen. Die leichten angeschnittenen Fledermausärmel, die aber so eng sind, dass man problemlos eine Strickjacke darüber tragen kann. Und nicht zuletzt der Ubootausschnitt, der mit einem leichten Stehkragen daher kommt. Genau meins!

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Der Rock ist mit seinem Gummibund und den leicht aufspringenden Taschen (ja, das soll so!) zugegebener Maßen kein Figurschmeichler. Für mich als Birnentyp schon drei Mal nicht. Aber er ist SO BEQUEM! Und durch den leichten Baumwollchambray bekommt er einen schönen, fließenden Fall. In der Freizeit trage ich ihn daher wirklich gerne. Denn man muss ja auch nicht immer gut aussehen, oder? Ach ja, den Rock habe ich um einige Zentimeter gekürzt, sonst auch hier alles nach Vorgabe.

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Dies war nun also mein erstes Nähprojekt nach einem schnittchen-Schnitt. Und was soll ich sagen!? Ich bin begeistert. Einfache Schnitte mit dem gewissen Etwas und einer guten Passform. Nahtzugaben sind bereits enthalten. Was will man mehr!? Zur Anleitung kann ich leider nichts sagen, weil ich doch tatsächlich mein Ebook in den Tiefen meines Rechners nicht wiedergefunden habe… Aber dieses „easy“-Projekt bekommt man mit etwas Näherfahrung auch so genäht.

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So, und jetzt bitte: SOMMER!

Fantantische Grüße, Lena

stoff sulja-jersey  | nosh  | über stoffbüro

schnitt annalisa  | schnittchen

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#myspringessentials – die weiße bluse.

[An dieser Stelle überspringen wir einfach den Teil mit den Entschuldigungen, weshalb ich seit über einem Monat nicht gebloggt habe. Kind krank. Ich krank. Mann krank. Nähcamp. Ostern. Job. Familie. Das ganz normale Leben halt.]

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Schon vor einem Jahr, als es an die #myspringessentials ging, hatte ich den Willen, mir eine weiße Bluse zu nähen. Nein, DIE weiße Bluse. Denn eine weiße Bluse geht immer. Der größte Zeitaufwand ging für die Stoffwahl drauf. Ein Stoff, warmweiß, mit Stretchanteil, blickdicht, Naturfaser. Gefunden habe ich ihn letztendlich bei stoff und stil in Köln, vielleicht ist es dieser!?

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Nachdem ich meine Wollwalkbikerjacke so sehr liebe, habe ich mich erneut für einen Schnitt von wear lemonade entschieden: die Blouse Bianca. Eine schlichte, gerade geschnittene Bluse mit kurzem Arm, Brustabnähern und einem Kragen, die ihr das gewisse Etwas verleiht. Für mich hat sie eine französische Eleganz, geradlinig und trotzdem nicht langweilig. Mal wieder genau meins. Genäht in Größe 36 ist die einzige Änderung, dass ich die Ärmel etwas länger gemacht und mit einem Aufschlag versehen habe. Von der Idee, die Bluse mit langen Ärmeln und Manschetten zu arbeiten, bin ich schnell wieder abgekommen. Das wäre dann wohl doch zu bieder geworden.

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Genäht habe ich die Bluse schließlich beim nähcamp in Berlin, meinem ersten. Wer das Nähcamp nicht kennt, dem kann man es schwerlich erklären. Initiiert von der wunderbaren Elke und mitorganisiert von der lieben Catrin trafen sich 60 Frauen in einem stylishen Berliner Hotel, um zwei ganze Tage zusammen zu nähen, zu tratschen und jede Menge Spaß zu haben. Fast so wie eine LAN-Party, meinte mein Mann. Für mich vor allem die Möglichkeit, all diese großartigen Frauen, die man virtuell kennt, einmal persönlich zu treffen. Und ich wurde nicht enttäuscht! Sandra, Elke, Catrin, Petra, Tessa, Marina, Monika und all die anderen – es war großartig mit euch!

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Die weiße Bluse fügt sich hervorragend in meinen Kleiderschrank. Zum geliebten Wollmantel und zu Jeans passt sie gut für jeden Tag. Genauso lässt sie sich aber auch chic mit Statementkette, Rock und Strickjacke stylen. Ein echtes wardrobe-staple. Und damit leite ich sie ein: die zweite Runde #myspringessentials. Nun lebe ich tatsächlich schon seit einem Jahr mit meiner capsule wardrobe und ich habe es nicht einen Tag bereut. Wenn es die Zeit zulässt, werde ich am Wochenende meine Wintersachen raus- und die Frühlingssachen in den Schrank räumen. Und mal wieder einen umfangreichen Post zum Thema capsule wardrobe für euch schreiben. Schön, dass ich so viele damit begeistern konnte. Danke für all die tollen Kommentare, gerade auch zu diesem Thema! Wer sich solange noch mal in die alten Posts einlesen möchte, der findet hier alle meine Gedanken zu den #myessentials. Und hier gibt es wie jede Woche jede Menge tolle Näh-Inspirationen.

Beste Grüße, Lena

PS: Gestern ist die zweite Versteigerungsrunde von #nähbloggerfürflüchtlinge gestartet. Ein Herzensprojekt, bei dem ich leider dieses Mal aussetzen muss. Aber es gibt so viele wunderbare Dinge zu ersteigern, dass sich auf jeden Fall ein Blick lohnt. Schaut euch diese Puppe an! Und dieses Tuch! Oder diesen Handarbeitskorb! Fantantisch!

stoff baumwollsatin | stoff und stil

schnitt blouse bianca | wear lemonade

linked with memademittwoch | afterworksewing

 

#getshirty – Ich mach blau!

Vielleicht habt ihr es in Elke’s wunderbarer Serie „8 mal aufgefallen“ im Juli gelesen. Vielleicht seid ihr bei instagram darüber gestolpert. Oder ihr folgt (so wie ich) ohnehin der wunderbaren Portia: Der September stand bei ihr dieses Jahr jedenfalls ganz im Zeichen des Upcyclings. Aufgabe war es, ein Herrenhemd zu etwas Neuem zu machen. Und weil ich

1. diverse alte Hemden meines Vaters in meinem Stoffregal liegen hatte,

2. sowieso dringend neue Blusen brauchte und

3. ohnehin den Schnitt für die Bluse Alice aus der La Maison Victor testen wollte war klar:

Ich bin dabei! Let’s #getshirty!

Das Hemd meiner Wahl war ein weißes Kurzarmhemd in einer wunderbaren Baumwoll-Leinen-Mischung. Ja, ich habe ein Vorher-Bild gemacht. Aber fragt nicht, wo es gelandet ist… Beim Zuschnitt habe ich es mir so einfach wie möglich gemacht und den Kragen, die Knopfleiste sowie die hintere Passe erhalten und allesamt gemeinsam mit dem Vorderteil zugeschnitten. Dazu das Rückenteil als zweites Schnittteil. Drei Nähte. Nicht mehr. Auch die Säume sind allesamt original.

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Die Armausschnitte habe ich mit Chambray-Schrägstreifen versäubert. Und – weil ich mein ombre-dip-dye-Blüschen so liebe – meine Alice in kobaltblaue Batikfarbe gedipt. Zum Abschluss gab es neue Perlmuttknöpfe, die ich farblich gegenläufig mit Garn in verschiedenen Blautönen angenäht habe. Das Detailbild lässt es erahnen.

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Und weil ich tatsächlich dieses Mal restlos begeistert bin von den Bildern, die der Lieblingsmann von mir gemacht hat, sind der Worte nun genug und ich lasse lieber die Bilder sprechen. Tatsächlich ist auch schon alles gesagt zu diesem wirklich schnellen Projekt, das mir viel Spaß gemacht hat. Genau richtig für jemanden wie mich mit viel zu vielen Plänen und viel zu wenig Nähzeit!

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Ich werde nun eine Runde beim RUMS drehen, um meine to-sew-Liste dann sicher um weitere fünf bis acht Punkte zu verlängern. Und auf jeden Fall bei Elke vorbei schauen, die heute ihre Gedanken zu den #myfallessentials mit uns teilt. Das solltet ihr nicht verpassen! Und noch etwas solltet ihr euch nicht entgehen lassen: das Gewinnerstück der #therefashioners2015. Die Hose von Mirjam Liechti ist einfach nur der Hammer!

Lasst euch inspirieren!

Eure Lena

Schnitt Bluse Alice  | La Maison Victor 4/2015

Stoff Baumwoll-Leinen-Hemd, upgecycled

Farbe Marabu Easy Color in kobaltblau

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Ausgehfein! in klein

Als letztes Jahr ein paar Tage vor Ostern das ottobre-Sommerheft herauskam, musste ich es SOFORT haben. War auf der Titelseite doch eine waschechte Latzhose mit allem drum und dran. Ich LIEBE Latzhosen! Und ich hatte den weltallerschönsten kokka-Hasenstoff gekauft. Dann musste ich allerdings feststellen, dass der Schnitt erst in Größe 98 anfängt. Und dass dem Mops das noch viel VIEL zu groß war. Also gab es damals eine klimperkleine Babyhose und die Vorfreude auf dieses Jahr.

Zwischenzeitlich ist der Mops ein ganzes Stück länger geworden und es konnten endlich die ersten beiden Modelle der Mitchell Latzhose (Nr. 26, ottobre 3/2014) entstehen. Die erste Hose ist seine geliebte Monsterhose aus grünem Cord und gehört zu den Teilen, die es noch nicht auf den Blog geschafft haben. Tatsächlich hat der Mops eine ganze Reihe von Kleidungsstücken, die jedes mal SOFORT nach dem Waschen eingesaut werden. Von denen es kein einziges brauchbares Foto gibt. Und die sich damit bis heute erfolgreich vorm Blog drücken.

Umso schneller ging es mit diesem zweiten Modell: Mitchell in blau-orangefarbenem Karo, passend zu unserem Konrad, den ich euch hier gezeigt habe. Und genau das Richtige für all die Hochzeiten und Familienfeiern, die in den kommenden Wochen so anstehen.

Der Stoff ist ein Rest Karowebstoff vom wundervollen Herrn Mommertz aus Aachen. In dem Moment, in dem ich ihn entdeckt habe, wusste ich, dass daraus eine Latzhose werden würde. Weil es sich bei dem Stoff eigentlich um einen Hemdenstoff handelt, habe ich die Hose komplett mit orangefarbenem Jersey gefüttert.

Ich finde die Hose einfach nur toll und finde der Mops schaut damit zum Anbeißen aus! Deshalb schicke ich sie jetzt mal zu made4boys und zu mykidwears!

Ich wünsche euch eine fantantische Woche. Wenn alles gut läuft, gibt es diese Woche auch noch den passenden Ausgehlook für Mama. Und den Gewinner des Konrad-Ebooks bin ich euch auch noch schuldig…

Liebe Grüße

Lena

Konrad ist da! – Probenähen und Verlosung

Als die liebe Sindy alias Ms. Fisher vor zwei Wochen ihren ersten Schnitt – die Schiebermütze Konrad – präsentiert hat, war ich sofort Feuer und Flamme! Die Schiebermütze hat den typisch unaufgeregten ms. fisher-Look, den ich so liebe und trotzdem das gewisse Etwas – eben das „certain something“, das alle Stücke von Sindy ausmacht.konrad1

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich für Sindy den Konrad probenähen durfte. (Auch wenn mein Vorsatz eigentlich war, endlich mehr für mich zu nähen!).

Für meine erste (und zweite!) Version habe ich mich für dunkelblauen Karostoff entschieden, aus dem ich auch schon eine Latzhose zugeschnitten habe. Das Futter dazu bildet eine passende Baumwolle mit orange-weißen Streifen. In der Kombination mit einem weißen Hemd stelle ich mir das Ganze als ideales Outfit für alle bevorstehenden Feierlichkeiten vor. Rabaukentauglich und niedlich zugleich und hoffentlich bequem genug zum Toben!

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Der Zuschnitt ging aufgrund von nur vier A4-Seiten und drei Schnittteilen erfreulich schnell und auch das Nähen war Dank des ausführlich bebilderten Ebooks in nicht mal zwei Stunden erledigt. Am nächsten Tag kam allerdings die Ernüchterung: die Mütze war zu klein! Das hat nichts mit dem Schnitt zu tun, sondern ausschließlich damit, dass ich nicht noch mal den Kopfumfang nachgemessen habe. Denn der Mops ist mit seinen knapp drei Jahren jetzt tatsächlich schon bei 53 cm angekommen! Also alles noch mal von vorn und in Größe 54 passt die Mütze nun perfekt und bleibt auch dort, wo sie hingehört.

konrad4Für mich ist die Schiebermütze Konrad die perfekte Alternative zum Sonnenhut für alle großen und kleinen Rabauken (denn der Schnitt umfasst alle Größen von 42 – 62!). Viele tolle Probenähbeispiele gibt es heute bei Sindy im Blog zu sehen (sind die Fotos von pedilu nicht der Hammer!?). Hier werden sicher noch einige Varianten entstehen, passend zu allen Sommerhosen, die wir so haben. Der Mops liebt seinen Konrad sehr und hat die Schiebermütze freiwillig auf- und danach nicht mehr abgesetzt. Das ist ein riesiges Kompliment!

konrad2 Vielen Dank, liebe Sindy, dass ich für dich probenähen durfte! Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Und für alle, die bis hierhin gelesen haben, gibt es noch ein ganz besonderes Highlight: Sindy hat ein Konrad-Ebook zur Verfügung gestellt, dass ich unter allen Lesern verlosen darf. Hinterlasst dazu einfach bis Sonntag Abend (10.05.), 24 Uhr einen Kommentar unter diesem Post. Und für alle anderen gibt es das Ebook ab heute hier zu kaufen.

Liebe Grüße und ein fantantisches langes Wochenende wünscht euch

Lena

PS: Sollte jemand an einem Karo-Konrad in Größe 52 interessiert sein, meldet euch. Wir haben hier eine zu viel…

Schnitt Schiebermütze Konrad von ms. fisher

Stoff Reststücke Baumwollkaro & -streifen vom wunderbaren Herrn Mommertz

Zeitaufwand zwei Stunden

Änderungen keine (wenn man denn die richtige Größe näht…)

Linked with made4boys | outnow | kiddikram

RUMS – Let’s twist again!

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Dass ich von Monikas alias schneidernmeisterns neuem Schnitt twist (it) völlig begeistert bin, konntet ihr ja schon letzte Woche hier nachlesen. Heute möchte ich euch nun meine erste Probeversion zeigen.

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Da das Probenähen mein allererstes war und ich dementsprechend keine Vorstellung davon hatte, wie ausgereift der Schnitt zu diesem Zeitpunkt wohl sein könnte, wollte ich auf keinen Fall extra Stoff für meine erste Probeversion kaufen. In meinem Regal fand sich allerdings nur ein einziger Baumwollstoff, der in Frage kam: ein weißes, leichtes Fahnentuch, das noch von irgendeinem Vorhangprojekt übrig war. Weil mir das dann aber doch zu langweilig war und weil ich schon seit längerer Zeit ein Päckchen Batikfarbe im Schrank hatte (das ich eigentlich mal irgendwann gekauft hatte, um ein bei pinterest entdecktes Paar Leinenschuhe im ombre-look nachzuarbeiten), entschied ich mich, mich an einer ombre-Version von twist (it) zu versuchen. Und das Ergebnis ist so fantantisch, dass ich für euch ein kleines Tutorial zusammengestellt hab, mit dem ihr euch euer eigenes dipdyeblüschen kreieren könnt.

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Das besondere am Schnitt von Monika ist der schräge Fadenlauf, der sich aus der Schnittführung mit nur einem Schnittteil ergibt und wahlweise in der vorderen oder hinteren Mitte liegen kann. Um diesen zu betonen, habe ich meinen Stoff erst gefärbt und dann erst fertig zugeschnitten. So ist der Farbverlauf im Rücken ebenfalls diagonal und trifft sich mittig genau, ergibt aber auch unterm Arm einen fließenden Übergang zwischen Vorder- und Rückenteil. Natürlich funktioniert das Tutorial auch für jedes beliebige andere dip-dye Projekt. In diesem Fall könnt ihr die ersten 5 Schritte einfach überspringen und dann direkt beim Färben einsteigen.

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 Ombre-Dip-Dye-Tutorial

Zunächst einmal möchte ich betonen, dass ich absolut kein Experte in Sachen Stoffe Färben bin. Im Gegenteil: das war mein allererster Versuch, der mir allerdings super gefällt. Deshalb möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen, sage aber gleich dazu, dass das sicher nicht die einzig richtige und vielleicht auch nicht die eleganteste Lösung ist.

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1 Zunächst übertragt ihr euch den Schnitt zuzüglich Nahtzugabe auf euren Stoff. Entlang der beiden Seitenkanten und dem Ärmel wird die Bluse schon fertig zugeschnitten. Achtung! Die (in meinem Fall) rückwärtige Mitte sowie den Halsausschnitt bitte noch nicht zuschneiden, das macht das Färben einfacher.

 

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2 Ich habe hier alles mit einem roten Heftfaden markiert, damit ich nach dem Färben nicht alles erneut anzeichnen muss, sondern an diesem zuschneiden kann.

 

 

 

3 Als nächstes markiert ihr euch beide Passmarken IMG_6724unterhalb des Armes mit jeweils einer Stecknadel. Anschließend nehmt ihr den Papierschnitt ab.

 

 

 

 

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4 Dann faltet ihr den Stoff so, dass die beiden Stoffbruchkanten aufeinander liegen. Die beiden Stecknadeln sollten dabei genau auf einer senkrechten Linie zum Stoffbruch liegen. Auf diese Weise erreichen wir, dass die Farbverläufe unterm Arm möglichst exakt aufeinander treffen.

Außerdem fixiert ihr den Teil des Ärmels, der über die Stecknadelmarkierungen hinausragt, mit ein bis zwei Stecknadeln nach oben, denn dieser Teil soll nicht mitgefärbt werden.

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5 Abschließend markiert ihr euch mit einem andersfarbigen Heftfaden durch mehrere Linien senkrecht zum Fadenlauf die Eintauchlinien für den Färbevorgang. Wichtig hierbei ist, den Heftfaden durch alle Stofflagen zu ziehen, da diese so auch in ihrer Lage fixiert werden. Ich habe mich für drei Farbabstufungen gleicher Breite entschieden, hier könnt ihr aber auch variieren, ganz wie es euch gefällt. Diesen Schritt würde ich euch auch für andere größere Dip-dye-Projekte empfehlen, weil man beim Färben doch leicht den Überblick verliert und man möchte am Ende ja keine schiefen Farbverläufe haben.

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Nun geht es ans Färben. Hier seht ihr alles, was ihr dafür braucht:

  • Eimer
  • Wasserkocher
  • Speisesalz
  • Gummihandschuhe
  • Farbe (ich habe mich für Marabu Easy Color in Mandarine entschieden)
  • Esslöffel

6 Zunächst den Eimer mit sieben Liter kochendem Wasser füllen. Jetzt die Gummihandschuhe an- und bis zum Ende des Färbevorgangs nicht mehr ausziehen! Anschließend die Farbe zusammen mit sieben Esslöffeln Salz ins Wasser geben und vollständig auflösen. Jetzt kann es endlich losgehen!

Tipp Stellt euch einen zweiten Eimer mit Seifenlauge zum Händewaschen bereit. Eigentlich hätte meine Bluse oben weiß bleiben sollen. Leider hatte ich mit meinen Fingern so viele Flecken auf den oberen Teil gemacht, dass ich die Bluse zum Schluss noch einmal komplett in die Farbe tauchen musste, um diese zu verschleiern.

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7 Nun wird der gesamte Stoff  einmal komplett mit kaltem Wasser nass gemacht. Das ist wichtig, um später sanfte Farbverläufe zu erzielen. Dann den Stoff kurz (etwa 10-20 Sekunden) bis zur obersten Markierung in das Farbbad tauchen. Anschließend muss der Stoff von oben nach unten so lange ausgespült werden, bis das Wasser klar bleibt. Ich habe ihn dazu auf den Badewannenrand gehängt.

In diesem Schritt habe ich auch gleich den Stoff fürs Paspelband mit in das Färbebad geschmissen und bis zum Ende des Färbeexperiments auch dort belassen.

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8 Der zweite Färbevorgang läuft genauso ab, allerdings habe ich den Stoff hier etwa drei Minuten im Farbbad belassen.  Ich empfehle euch, den oberen Teil des Stoffes höher zu hängen (beispielsweise auf den Badewannenrand), um Tropfflecken weitgehend zu vermeiden.

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9 So sollte der Stoff nach diesem Färbevorgang etwa aussehen. Sobald euch die Farbe intensiv genug erscheint, nehmt ihr den Stoff aus dem Farbbad. Anschließend wieder gründlich von oben nach unten ausspülen.

10 Nun folgt der letzte Färbeschritt. Hier habe ich mich nach den Herstellerangaben gerichtet und den Stoff 20 Minuten im Farbbad belassen. Anschließend auch hier wieder gründlich ausspülen.

Und jetzt: fertig und freuen!IMG_6753

Puh, das war aber ein langer Text. Wer von euch tatsächlich bis hierhin gelesen hat, bekommt von mir ein Fleißsternchen! Und falls tatsächlich mal jemand dieses Tutorial nutzt, würde ich mich sehr über Bilder oder einen Kommentar freuen.

Ich schicke meine neue Bluse jetzt noch schnell zu RUMS und werde mich jetzt mit einem Tee und einer ausgiebigen RUMS-Runde belohnen. Mal sehen, was die anderen Damen so alles tolles gezaubert haben.

Ich wünsche euch eine fantantische Zeit!

Eure Lena

Schnitt twist (it) von schneidernmeistern

Stoff weißes Fahnentuch aus meinem Stoffregal, easy color von marabu in Mandarine

Änderungen Gesamtlänge um 1,5 cm verlängert

Aufwand inklusive Färben 4-5 Stunden

RUMS – Twist and shout!

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Nähen mache ich gefühlt schon immer. Schon mit vier saß ich mit meiner Mutter an der Nähmaschine und habe Ballettkostüme genäht. Damals kannte man noch keinen Jersey und keine Overlockmaschine, es gab ausschließlich Webware. Mein erstes Shirt ist tatsächlich erst vor gut einem Jahr entstanden, als Geburtstagsshirt zum ersten Geburtstag vom Mops. Deshalb habe ich begeistert das Webstoffe-Spezial vom Stoffbüro verfolgt. Und habe mich wahnsinnig darüber gefreut, dass mich die liebe Monika von schneidernmeistern gefragt hat, ob ich ihren neuen Webware-Blusenschnitt twist (it) probenähen möchte!

Twist (it) ist ein Schnittmuster für eine Bluse, die aus nur einem einzigen Schnittteil besteht. Genäht wird aus Webware (wobei es beim Probenähen auch eine wunderschöne Jerseyversion zu bestaunen gab!) und nach Belieben etwas Paspelband. Mehr nicht. Das klingt zunächst einmal sehr unspektaktulär, auf den zweiten Blick ist es jedoch alles andere als das. Für mich ist twist (it) einfach fantantisch!

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Beim Zuschnitt der Bluse hat man die Wahl, ob man die vordere oder hintere Mitte im Stoffbruch zuschneidet. Auf der anderen Seite ergibt sich durch den diagonalen Fadenlauf eine spannende Optik, die durch eine Paspel noch betont werden kann. Besonders gut wirkt dies bei gestreiften Stoffen beziehungsweise solchen mit eindeutiger Richtung.

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Ein weiterer Clou ist der sogenannte twist (it)-Ausschnitt, der es möglich macht, die Bluse einfach umzudrehen. So hat man quasi zwei Blusen in einer. Diesen Ausschnitt habe ich auch für meine dritte Probebluse gewählt, die ich euch heute zeigen möchte. (Die erste zeige ich euch nächste Woche an dieser Stelle und die zweite wollen wir mal ganz schnell vergessen…)

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Für meine Bluse habe ich einen Viskosestoff aus der Stoffabteilung des örtlichen k*stadt verwendet und mit neonorangefarbenem Paspelband kombiniert. Das Leomuster ist normal überhaupt nicht meins, aber in diesem Fall hat es mich im Laden quasi „angesprungen“ und mit seinem subtilen Streifendesign betont es meiner Meinung nach auch perfekt die Schnittführung von twist (it).

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Genäht habe ich die Bluse in Größe 36/38 mit minimalen Änderungen. Da ich von den Maßen genau der Größe 36 entspreche, war mir die erste Version einen Tick zu weit. Deshalb habe ich bei dieser Bluse in der vorderen und hinteren Mitte jeweils einen Zentimeter weggenommen und dafür die Ärmel um einen Zentimeter verlängert. Außerdem habe ich in der Gesamtlänge eineinhalb Zentimeter zugegeben, weil ich einen recht langen Oberkörper habe. So finde ich sie perfekt!

Meine ursprüngliche Idee war, ein Partykleid zu kreieren und an die Bluse direkt einen breiten Jerseystreifen als Rock anzusetzen. Dann gefiel mir die fertige Bluse aber als Alltagslook mit Skinny Jeans so gut, dass ich mich doch für einen klassischen Saum in Neonorange entschieden habe. Stattdessen habe ich mir einen dunkelbraunen Pencilskirt aus Romanitjersey nach dem wirklich guten Tutorial von crafterhours dazu genäht.

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Welcher Look gefällt euch besser? Partylook mit Rock? Oder Alltagslook mit Jeans? Oder beide?

Den Schnitt und das zugehörige Ebook kann ich euch wirklich wärmstens ans Herz legen. Es gibt ihn ab heute hier in Doppelgrößen von 36 bis 46. Die Passform ist wirklich hervorragend und die Möglichkeiten sind unendlich. Mir schweben aktuell noch mindestens drei weitere Versionen vor und auch meine Mutter und Schwiegermutter haben den Wunsch nach einer twist (it) zu Weihnachten geäußert.

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Vielen Dank noch mal, liebe Monika, dass ich beim Probenähen dabei sein durfte! Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und mich vor allem dazu gebracht, mal wieder etwas für mich zu nähen (und, wie hier erwähnt, endlich meinem Blog Leben einzuhauchen!). Und weil die Bluse für mich ist, schicke ich sie ab zu rums!

Habt einen fantantischen Tag!

Eure Lena

PS: Habt ihr schon die tollen Elsen bei der elsenparty von schneidernmeistern gesehen? Ich weiß jedenfalls schon, was ich als nächstes nähe…